KW 49: 20 Jahre Gefängnis für Krypto-Nachhilfe, Bitcoin von der Bank, Blockchain gegen Aids

NACHRICHTEN

20 Jahre Gefängnis für Krypto-Nachhilfe: Virgil Griffith gilt vielen als “Kult-Hacker”. Nun wurde er in New York festgenommen. Allerdings nicht wegen Hackings, sondern weil er im Verdacht steht, Nordkorea in Sachen Kryptowährung beraten zu haben. Das kommunistische Regime steht schon seit längerem im Verdacht Sanktionen mit Hilfe von Kryptowährungen zu umgehen. Griffith war vor kurzem auf einer Krypta-Konferenz in Pyongyang. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.
sueddeutsche.de

Bitcoin von der Bank: Banken dürfen ab dem kommenden Jahr Verkauf und die Verwahrung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen erlauben. Das geplante Gesetz zur Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie macht das möglich. Damit eröffnet sich für Banken ein neues, vielleicht lukratives Geschäftsfeld. Bislang galt das Entwickeln eines entsprechenden Angebots für Bankhäuser als schwierig. Entsprechend bietet derzeit praktisch keine Bank ihren Kunden digitale Assets an.
t3n.de

Blockchain gegen Aids: Die LGBT Foundation hat angekündigt, HIV-Selbsttests auf die Hornet-Blockchain, die mit LGBT-Token über eine Wallet der Hornet-App erhältlich sind, anzubieten. Die Bereitstellung der Tests soll Betroffenen die Selbstdiagnose ermöglichen und das globale Problem der HIV-Neuinfizierungen bekämpfen. Durch die Blockchain-Technologie soll das Verfahren noch anonymer sein. Auch Verhütungsmittel sollen erhältlich sein.
btc-echo.de

Investment: Der Bitcoin schmiert ab – eignet er sich trotzdem als Anlage wiwo.de
Fußball: Cristiano-Ronaldo-Fans sollen sich in der Blockchain niederlassen inside-it.ch
Russland: “Mausefalle”: Russische Zentralbank-Chefin warnt vor Bitcoin btc-echo.de
Ghana: Ghana will National-Kryptowährung einführen! coinkurier.de
Facebook: Libra – Konkurrenz oder Totgeburt? wallstreet-online.de

ZAHL DER WOCHE

11,47 Prozent hat die berühmt-berüchtigte Fondsgesellschaft an dem Masternode-Sharing-Service Neptune Dash erworben.
finanzen.net

HINTERGRUND

Blockchain und die DSGVO: Die Rechtsanwältin Olga Stepanova hat im Interview mit dem “Deutschlandfunk” über das Verhältnis von Blockchain und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gesprochen. Sie bemängelt, dass bei der der Ausarbeitung der DSGVO die Blockchain-Technologie nicht berücksichtigt wurde. Das Recht auf Vergessen, ist mit Blockchain nicht drin. Dafür können die Daten aber immer anonym gehalten werden. Die DSGVO müsste in dieser Hinsicht nachgebessert werden.
deutschlandlandfunk.de

Südkoreaner wollen Geschwindigkeitsproblem der Blockchain gelöst haben: Das südkoreanische Startup Bloom Technology hat angeblich eine Lösung für das Geschwindigkeitsproblem der Blockchain-Technologie gefunden. Um dies unter Beweis zu stellen hat das Unternehmen einen öffentlichen Test durchgeführt, an dem 635 Nodes (Blockchain-Knotenpunkte) beteiligt waren. Die durchschnittliche Transaktionsdauer soll dabei lediglich zwischen 0,13 – 0,23 Sekunde gelegen haben. Die schnellere Verarbeitung soll grob gesagt dadurch erreicht werden, dass Transaktionsanfragen parallel abgearbeitet werden und nicht hintereinander.
Moon Young-bae, der Vize-Präsident des südkoreanischen Blockchain Verbandes, bewertet den Test der neuen Blockchain wie folgt: „Die Locus Chain befindet sich momentan noch in der Entwicklung, aber ich denke, dass die Technologie dahinter schon jetzt marktreif ist […]. Ich glaube, sie ist ein wahrer Fortschritt.“
cointelegraph.com

ZITAT

“Wir hoffen, dass wir die gerichtliche Blockchain-Plattform nutzen können, um zum Aufbau eines Kreditsystems im Cyberspace beizutragen, Verstöße gegen geistige Eigentumsrechte zu verringern und die Rechtssicherheit und Effizienz zu fördern.”
Der Vizepräsidenten des Internet-Gerichts von Hanzgou über das in China entwickelte Blockchain-System zum Schutz von geistigem Eigentum.
btc-echo.de

BLOCKBUG

Was Huobi für den Bitcoin bedeutet: Die Bitcoin-Börse Huobi ist am 1. Dezember dem chinesischen Blockchain Services Network beigetreten. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Denn was da wächst, dürfte sich bald zur vielleicht größten Datenkrake des Landes entwickeln – schließlich lassen sich auf der Blockchain (Meta-)Daten unwiderruflich festmeißeln und immer wieder überprüfen. Da es sich hier um ein Netzwerk, das aus verschiedenen Blockchain-Lösungen besteht, handeln soll, potentiert sich diese Überprüfbarkeit. Setzen sich die Tendenzen des Landes durch, Bargeld komplett abzuschaffen, dürfte die Regierung in China bald die Möglichkeit haben, Zahlungsvorgänge lückenlos zu überwachen.
btc-echo.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten täglich den kompakten Digest mit dem wichtigsten europäischen Themen:

Blockchain-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings