KW 47: Bitcoins in Millionenhöhe lagern in deutschen Asservatenkammern, Streit um Blockchain bei US-Wahlen, New Yorker Flughafen setzt Blockchain zum Schutz vor Corona ein

NACHRICHTEN

Bitcoins in Millionenhöhe lagern in deutschen Asservatenkammern: Immer öfter beschlagnahmen deutsche Sicherheitsbehörden Bitcoins bei Kriminellen. Durch den derzeitigen Wertanstieg der Kryptowährung liegen in den Asservatenkammern des Staates derzeit also potenzielle Millionenbeträge. Allein in den Verfahren der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurden 2019 und 2020 Bitcoins in Höhe von gegenwärtig mehr als 29 Millionen Euro beschlagnahmt. Staatsanwaltschaften könnten den Verkauf anordnen und das eingenommene Geld der Staatskasse zuführen. Dies wäre laut Regelung zur Notveräußerung in der Strafprozessordnung gesetzeskonform. Allerdings geschieht es zu selten. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Bitcoins sich oftmals in einem passwortgeschützten Wallet befinden und so dem Zugriff der Sicherheitsbehörden entzogen sind.
tagesschau.de

Streit um Blockchain bei US-Wahlen: Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen vom 3. November wurde mit massiven Hackerangriffen auf die Stimmenauszählung gerechnet. Aus dem Lager der Republikaner kamen und kommen noch immer Betrugsvorwürfe, die sich insbesondere auf die Briefwahl beziehen. Und auch wenn es für die Anschuldigungen des unterlegenen Donald Trump keinerlei Beweise gibt, bleiben bei Sicherheitsbehörden prinzipielle Bedenken bezüglich der Hackinganfälligkeit vieler Auszählungsgeräte. Kryptoexperten bringen nun wiederholt Forderungen nach einer Blockchain-basierten Wahl-App ins Spiel. Sie werben mit dem Versprechen von Sicherheit und Transparenz bei der Stimmenauszählung. Andere Blockchain-Experten widersprechen heftig.
finanzen.net

New Yorker Flughafen setzt Blockchain zum Schutz vor Corona ein: Der Flughafen der Stadt Albany im US-Bundesstaat New York will mit der Blockchain-basierten “Wellness Trace App” die Sauberkeit von Oberflächen und Gegenständen prüfen und so zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Das Blockchain-System der App stammt von Microsoft Azure. Es übermittelt Reisenden schon im Vorfeld Informationen über die Sauberkeit von Objekten und Oberflächen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Eindruck der Hygienestandards an jedem Ort des Flughafens an andere Nutzer weiterzuleiten. Das Projekt läuft zunächst probeweise für drei Monate.
de.cointelegraph.com

Hamburger Start-up setzt mit prominenter Hilfe Blockchain bei Kaffee ein: Das Hamburger Start-up Ourz nutzt Blockchain-Technologie zur Überprüfung und Offenheit der Lieferketten von Lebensmittelprodukten. Seit neuestem arbeiten die Hamburger dabei mit dem Frosta-Chef Felix Ahlers zusammen. Dessen Kaffee Solano verspricht Interessierten nun per QR-Code einen Einblick in die komplette Lieferkette von Bohnenanbau bis zur Rüstung. Auch den Weg des Produkts von Äthiopien über Bremerhaven oder Hamburg könne jeder transparent nachverfolgen. Damit dies gegeben ist, müssen die am Produkt beteiligten ihre Daten sowie Details über die Produktion eintragen. Durch die Blockchain sei sichergestellt, dass keine Falschinformationen übermittelt werden. Nach Angaben der Ourz-Gründer sei die Blockchain-Technologie mehr wert als jedes Nachhaltigkeitslabel.
manager-magazin.de

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Interview: Marco Bodewein von der Bitcoin Group erklärt den Hype um die Kryptowährung dw.com
Markenpiraterie: SECORA Blockchain von Infineon verspricht Abhilfe elektroniknet.de
Mode: Onlinehändler entwirft Streetwear-Kollektion auf Blockchain-Basis cvj.ch
Umwelt: Blockchain-Projekt für weniger CO2-Ausstoß in München de.cointelegraph.com
Betrugsprävention: Wie Blockchain-basierte IT-Systeme Wirtschaftsskandale in Zukunft verhindern sollen computerwelt.at

ZAHL DER WOCHE

Erstmals seit drei Jahren hat Bitcoin am Mittwoch mit einem Wert von 18.491 Dollar die 18.000 Dollar-Marke geknackt.
boerse.ard.de

HINTERGRUND

Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain bei Pandemien: Es ist nicht überraschend, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO in Kooperation mit Blockchain-nutzenden Unternehmen an der Entwicklung einer Plattform arbeitet, auf der Daten zur Bekämpfung der Pandemie gesammelt, ausgewertet und geteilt werden. Die Technologie ist im Kampf gegen Pandemien vielseitig einsetzbar, wie das Jahr 2020 eindrucksvoll gezeigt haben dürfte. Mit der Blockchain können globale Lieferketten, die beim Ausbruch der Pandemie im Frühjahr vielfach zusammenbrachen, in Echtzeit zurückverfolgt werden. Das ermöglicht Behörden und Unternehmen die zeitnahe Reaktion auf Lieferengpässe und die Überprüfung von Produkten auf ihre Echtheit, etwa bei gefälschten Medikamenten. Die ökonomischen Folgen der Pandemiebekämpfung könnten mit einer Blockchain-Infrastruktur über ein nationales Identitäts- und Zahlungsnetzwerk abgemildert werden. Darüber ließen sich schnell und effektiv Finanzspritzen oder Gutscheine an bedürftige Unternehmen verteilen. Schließlich könnten Infektionsketten schneller nachverfolgt werden, wenn der Datenaustausch zwischen den Menschen anonym und unfälschbar zwischen sich unbekannten, nicht vertrauenden und potenziell Corona-Infizierten möglich wäre.
blockchain-insider.de

Kryptowährungen im Sport – eine erstaunlich etablierte Partnerschaft: Das ein bestimmtes Thema, ein Trend oder eine Innovation endgültig die gesellschaftliche Schmuddelecke verlassen hat, kann man meistens daran ablesen, dass zunehmend Prominente drauf zurückgreifen und offen mit dem Sachverhalt hausieren gehen. Insofern scheint es für Digitale Währungen ein gutes Zeichen zu sein, dass sie sich im Sport und unter berühmten Sportlern fest etabliert haben. Der kolumbianische Nationalspieler James Rodriguez vom englischen Erstligisten FC Everton z.B. hat eine eigene Kryptowährung namens JR10 Token herausgebracht. Auch der Championsleague-Finalist und französische Dauermeister Paris St. Germain hat eine eigene Kryptowährung für Fans entworfen, mit der sie Merchandise-Artikel, Tickets und sogar Treffen mit Spielern erwerben können. Am weitesten verbreitet sind Kryptowährungen aber wohl bei E-Sportlern. In Japan werden viele professionelle Videospieler in digitalen Währungen bezahlt. Da viele Profisportler nur einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung haben, um mit ihrer Profession Geld zu verdienen, ist das vermehrte Interesse in digitale Währungen wohl als Zeichen zu interpretieren, dass diese ganz auf das Zukunftspotenzial der Technologie setzen.
sportlive.at

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AI – Ticker – Wöchentlich Nachrichten aus Forschung und Wissenschaft, spannende Informationen rund ums Thema Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Big Data und Lernende Systeme. ai-ticker.net

ZITAT

“Solange wir nicht in der Lage sind, falsches Internetgeld zu sichern, mit dem Tech-Geeks spielen, die es aus Spaß manipulieren während sie ihre Zehnägel schneiden, sollten wir nicht eine Sekunde daran denken, dass wir bereit für Blockchain-Demokratie sind.”
Die Gründerin von MyCrypto, Taylor Monahan, auf dem Kurznachrichtendienst Twitter über Gedankenspiele einer Blockchain-basierten App zur Durchführung demokratischer Wahlen.
finanzen.net

BLOCKBUG

UN-Vorwurf gegen Nordkorea: Geklautes Kryptogeld finanziert Atomprogramm: Es ist ein offenes Geheimnis, dass das nordkoreanische Regime in den letzten zehn Jahren seine Anstrengungen und Fähigkeiten im Bereich Cyberwar massiv gesteigert hat. Vorwürfen der Vereinten Nationen (UN) zufolge nutzt Pjöngjang Hackerüberfälle auf Banken und Kryptowährungsbörsen gezielt zur Finanzierung des eigenen Atomprogramms. Was mit dem entsprechenden Know-How relativ einfach klingt, hat in der Praxis seine Tücken. Da sich Waffen und andere Güter auch auf dem Schwarzmarkt selten in Kryptowährungen bezahlen lassen, müssen die erbeuteten Bitcoins verschoben, gewaschen und gegen Dollar, Euro oder Yuan eingetauscht werden. Ein Spezialist dafür ist die nordkoreanische Lazarus-Group. Um Ermittler abzuschütteln verschieben sie geklautes Kryptogeld schnell und automatisiert in Tausende verschiedene digitale Geldbörsen oder tauschen es in andere Kryptowährungen um, die mit diversen Blockchains gesichert sind.
heise.de

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