KW 45: EZB prüft eigene Kryptowährung, Volvo nutzt Blockchain für Lieferkette, Ethik von Blockchain, Wien setzt auf Blockchain in Energiegemeinschaften

NACHRICHTEN

EZB prüft eigene Kryptowährung: Die Europäische Zentralbank will Facebooks Libra eine eigene Digitalwährung entgegensetzen. Ein entsprechendes Papier wird an diesem Freitag in Brüssel unter den EU-Finanzministern beraten. Die Befürchtung liegt nahe, dass Libra das Finanzsystem auf den Kopf stellen wolle. Der bisher umregulierte Kryptowährungsmarkt soll stärker in Blick der großen Geldinstitute rücken, um eine stabile Antwort auf das digitale Geld zu finden.
manager-magazin.de

Volvo will mit Blockchain Lieferkette transparenter machen: Kobalt ist ein wesentlicher Bestandteil von Batterien in Smartphones, Laptops, aber auch in Autos. Zum Teil wird der Rohstoff unter gefährlichen und illegalen Bedingungen gefördert, auch Kinderarbeit ist keine Seltenheit. Der Fahrzeugbauer Volvo möchte mit Blockchain-Technologie etwas dagegen tun und kooperiert daher mit CATL aus China und LG Chem aus Südkorea. Durch Blockchain soll ein System entwickelt werden, das Ursprung und Förderbedingungen von Kobalt dokumentiert, damit die Endabnehmer Kontrolle über die Rohstoffzufuhr haben.
t3n.de

Wissenschaftler befassen sich mit der ethischen Dimension von Blockchain: Eine Gruppe von Blockchain-Experten hat die Forschung an der digitalen Ethik begonnen. Die Forscher fordern, dass der Bereich Blockchain einen eigenen Ethik-Standard definiert, da sie in Zukunft an Bedeutung maßgeblich gewinnen wird. Fragen um den Missbrauch von Protokolllücken, die politischen Machtdimensionen von umregulierten Kryptowährungen und Risiken für das Wirtschaftssystem werden dabei diskutiert. Das Suchen von Sicherheitslücken für Betrügereien könnte ein enormes Potenzial für Schaden von Privatpersonen entfalten, daher soll es nach den Experten frühzeitige Standards für Regulierung und Rahmenbedingungen geben.
heise.de

Wien setzt auf Blockchain: Für die Energiewende und Verwaltung hat sich Wien für den Einsatz von Blockchain entschieden. Im Fokus stehen dabei innovative Maßnahmen für die Verteilung von Energie. Erste Energiegemeinschaften werden gegenwärtig in Pilottests beobachtet. Mit Photovoltaik-Anlagen versorgen sich die Energiegemeinschaften selbst. Daten werden via Blockchain verarbeitet und sollen der Stadt Wien Aufschluss über Nutzungsverhalten und Nachfrage geben.
faz.net

NGOs: Oxfam testet erfolgreich Mikroversicherung auf Blockchain-Basis für Reisbauern btc-echo.de
Co-Working: Blockchain-Netzwerk für Inhalte: Wiener Startup veröffentlicht Alpha-Version de.cointelegraph.com
Distributed Ledger: Blockchain-Praxis in der Finanzbranche computerwoche.de
Sicherheit: Blockchain und die totale Überwachung? – ein Blick nach China cryptomonday.de

HINTERGRUND

Blockchain birgt Chancen und Risiken für die Finanzwelt: Blockchain birgt rechtliche Risiken bei Verträgen und dem Datenschutz. Bisher hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Hoheit darüber wie Blockchain in Finanzdienstleistungen angewandt wird, eine breite rechtliche Regulierung fehlt bisweilen. Die Vorteile von Blockchain für Transaktionen und Transparenz sind allerdings so groß, dass es voraussichtlich nur eine Frage der Zeit ist, bis die Finanzwelt in der Masse darauf reagiert. Dafür sind jedoch baldige rechtliche Rahmenbedingungen nötig.
springerprofessional.de

Wann die Anwendung von Blockchain Sinn ergibt: Viele Unternehmen möchten Blockchain für Distributed Ledger einsetzen, wissen jedoch häufig nicht, was die Technologie alles kann und man sie zielgerichtet verwenden kann. Wesentlich für den Erfolg von Blockchain-Anwendungen sind Smart Contracts, die Skalierbarkeit der Anwendung, der Datenschutz sowie die technologische Aktualität. Eine Schwachstelle ist das Private Key Management bei der Kryptotechnologie.
cio.de

ZITAT

“Die einstimmige Verabschiedung zugunsten des ersten Blockchain-Gesetzes der Welt ist ein großartiges Zeichen für den gesamten Markt.”
Frank Wagner, CEO und Mitbegründer des Investment Managers Invao, über das erste Blockchain-Gesetz der Welt aus Liechtenstein.
institutional-money.com

BLOCKBUG

BitMEX veröffentlicht zehntausende E-Mails: Die Handelsplattform BitMEX hat versehentlich zehntausende E-Mails ihrer Nutzer veröffentlicht. Das Unternehmen fordert die Nutzer dazu auf ihre Sicherheitseinstellungen zu prüfen. Es drohen Phishing-Attacken. Für Betroffene gilt: nur mit offiziellen Kommunikationskanälen in Kontakt bleiben und nicht auf Zahlungstransaktionen eingehen, die vermeintlich von BitMEX stammen – die Plattform fordert zu solchen Überweisungen nicht auf.
<block-builders.de

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