KW 35: Weltbank bringt Blockchain-Anleihe, Yahoo Finance unterstützt Kryptowährungen, Nordkorea beteiligt sich am Krypto-Mining

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Weltbank bringt Blockchain-Anleihe
Erstmals hat die Weltbank Anleihen herausgegeben, deren Lebenszyklus nach eigenen Angaben komplett auf der Blockchain-Technologie beruhen, und war damit erfolgreicher als erwartet. Mindestens 50 Millionen australische Dollar wollte man mit dem Projekt „Bondi“ (blockchain operated new debt instrument) einsammeln, nun sind die Anleihen über 110 Millionen australische Dollar wert. „Wir sind besonders beeindruckt von dem breiten Interesse von offiziellen Institutionen, Fonds-Managern, Regierungsstellen und Banken“, so Weltbank-Finanzdirektorin Arunma Oteh. Das Konzept in die Realität zu übertragen sei zweifellos gelungen. Die Laufzeit der Anleihen endet im August 2020. Im Rahmen einer längerfristigen Strategie will die Weltbank aber auch weiterhin den Nutzen revolutionärer Technologien erforschen.
t3n.de

Yahoo Finance unterstützt Kryptowährungen
Ohne Ankündigung sind auf Yahoo Finance Optionen zum Kauf und Verkauf von Kryptowährungen aufgetaucht. Folgende vier werden unterstützt: Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC). Abgewickelt wird der Handel über den Drittanbieter „Tradelt Inc.“, und umfasst aktuell die beiden Handelsplattformen Coinbase und Robinhood. Litecoin-Gründer Charlie Lee nannte die Entwicklung auf Twitter einen weiteren Schritt zum Ziel der Einführung von Kryptowährungen für den Massenmarkt. Tatsächlich ist Yahoo Finance die reichweitenstärkste Website im Bereich Finanzen und kann laut SimilarWeb über 165 Millionen Aufrufe pro Monat verzeichnen. Ein Großteil von ihnen stammt aus den USA. Tatsächlich steht der Krypto-Handel bislang auch nur US-amerikanischen Nutzern zur Verfügung, ob die Option auch in weiteren Ländern ausgerollt wird ist aktuell nicht bekannt.
coin-update.de

Nordkorea beteiligt sich am Krypto-Mining
Das Analyse- und Sicherheitsunternehmens Recorded Future hat einen Bericht veröffentlicht, nach dem in Nordkorea bereits seit Mai 2017 Bitcoin und Monero geschürft wird. Es wird vermutet, dass die für Bitcoin benötigten ASIC Miner aus China importiert wurden. Monero kann hingegen sogar mit regulären Computern gemint werden, und ermöglicht zudem anonyme Transaktionen, was die Währung besonders interessant für den Staat machen dürfte. In der Vergangenheit gab es des öfteren Berichte, nach denen Nordkorea hinter Hackerangriffen auf Krypto-Exchanges steckt, dies wurde jedoch nie nachgewiesen. Mit den abgebauten Kryptowährungen könnten solche Angriffe aber theoretisch finanziert worden sein. Zudem könnten sie dem Land dazu dienen, internationale Handelsbeschränkungen zu umgehen. Im Oktober soll die erste internationale Blockchain-Konferenz in Nordkorea stattfinden.
kryptoszene.de

Liechtenstein konkretisiert Krypto-Regulierung
Ein neues Paper mit dem Titel „Vernehmlassung zum Blockchain-Gesetz“ soll im Fürstentum Liechtenstein ein weiterer Schritt in Richtung staatlicher Regulierung von Krypto-Produkten sein. Durch eine gesicherte rechtliche Lage erwartet sich Regierungschef Adrian Hasler hauptsächlich ein Wachstum der Wirtschaft: „Als Staat müssen wir ständig an unseren Rahmenbedingungen für Unternehmen arbeiten, um unseren Wohlstand und attraktive Arbeitsplätze für die nächste Generation zu sichern. Das Blockchain-Gesetz soll genau diese Rechtssicherheit schaffen.“ Zunächst werden die Bitcoin- und Blockchain-Ökosysteme in dem Paper als „Token-Ökonomie“ zusammengefasst. Diese digitalen Transaktionen eröffnen demnach „insbesondere in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Mobilität, Energiewirtschaft, Industrie und Medien“ neue Möglichkeiten. Dem Paper soll eine rechtliche Regulierung folgen, die entsprechende Rechtssicherheit soll Liechtensteins Stellung als Vorreiter im Finanz- und Technologiewesen festigen. Bis dahin bleibt die Lage jedoch auch dort vor allem kompliziert.
btc-echo.de

Banken-Gipfel: Blockchain in der Diskussion handelsblatt.com
Gazprom: Blockchain-Lösung für den Flugbetrieb vorgestellt btc-echo.de
China: Landkreis gründet Blockchain-Firma zur Förderung der Forstwirtschaft cointelegraph.com

ZAHL

Die „Operation Cryptosweep“ der Assoziation der Nordamerikanischen Wertpapieradministratoren (NASAA) führte seit Mai diesen Jahres zu über 200 Untersuchungen von ICOs und anderen Krypto-bezogenen Investmentprodukten. Nach Angaben der NASAA ist die Initiative damit die größte auf diese Art von Provinz- und Staatsbeamten koordinierte Untersuchung.
cointelegraph.com

ZITAT

Die ganze Sache ist so dumm, diese Kids haben sich einer Gehirnwäsche unterzogen.
Der „Wolf of Wall Street“, Jordan Belfort, sieht in Bitcoin die „nächste große Falle“ für Investoren.
finanzen.net

BLOCKWART

„Zeitreisender“ warnte vor Bitcoin
Vor ziemlich genau fünf Jahren hat ein angeblicher Zeitreisender auf der Social Media Plattform Reddit vor den Folgen von Bitcoin gewarnt. Er stamme aus dem Jahre 2025, und habe den „globalen Kollaps“ in Folge der Kryptowährung hautnah miterlebt. Inzwischen ist der entsprechende User inaktiv, sein Beitrag aber immer noch im Reddit-Archiv einsehbar. Und seine Vorhersagen erweisen sich bislang als relativ korrekt: Lag der Bitcoin-Preis 2013 noch bei 100 US-Dollar, hat „Luka Magnotta“ damals bereits den Anstieg prophezeit, und taxierte ihn für 2017 auf 10.000 Dollar – was tatsächlich dem Mittelwert des vergangenen Jahres entspricht. Für 2021 erwartet er jedoch einen Preis von einer Million Dollar, Tendenz weiter steigend, was eher unwahrscheinlich wirkt. Nach 2021 hätte Bitcoin den Dollar komplett abgelöst, was die Welt in ein anarcho-kapitalistisches Chaos stürzen werde. In seiner Zeit sei Magnotta deshalb angeblich Teil einer Untergrundorganisation, die mit 20 Atom-U-Booten das Internet angreifen werde.
wired.de

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