KW 33: China veröffentlicht Blockchain-Fibel, Volkswagen verschreibt sich der Blockchain, US-Versicherungsberatung präsentiert Blockchain-basiertes Melde-Tool

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China veröffentlicht Blockchain-Fibel
Die Kommunistische Partei Chinas hat einen Leitfaden zur Blockchain-Technologie für ihren Führungskader herausgebracht. Nach Berichten der Parteizeitung „People’s Daily“ haben Parteimitglieder seit dieser Woche Zugriff auf das Dokument. Die Fibel trägt den Titel „Blockchain – Leitlinien für Führungskräfte“, und soll die Technologie verständlich machen. So soll sie die Entwicklung von Anwendungen voran treiben. Das Dokument beschreibt den Ursprung von Blockchain, und erläutert mögliche Anwendungsbereiche. Zudem wird speziell auf Krypto-Währungen eingegangen, und mögliche zukünftige Chancen und Risiken der Technologie erläutert. Bis 2019 will die chinesische Regierung außerdem Blockchain-Standards erarbeiten, die für Sicherheit bei Investoren und in der Industrie sorgen sollen.
btc-echo.de

Volkswagen verschreibt sich der Blockchain
Bereits auf der Cebit-Messe präsentierte VW ein Proof-of-Concept mit Iota. Dabei soll die Blockchain-Alternative Tangle für sicherere Software-Übertragung sorgen. Nun hat sich der deutsche Autobauer in einer Mitteilung ausdrücklich zu Blockchain und Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Iota bekannt. Das Unternehmen teste derzeit intern verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, unter anderem sehe man Potential in den Bereichen Wartung, Logistik, autonome Fahrzeuge, und bei Sicherheitsanwendungen wie etwa manipulationssicheren Kilometerzählern. Quer über alle Abteilungen der Firma arbeiten bereits über 300 Mitarbeiter an der Entwicklung entsprechender Lösungen, wie Benjamin Sinram von der Volkswagen-Group-IT bestätigte. Mehrmals im Jahr bespreche man die entstandenen Projekte gemeinsam.
t3n.de

US-Versicherungsberatung präsentiert Blockchain-basiertes Melde-Tool
In einem Ankündigungsvideo zeigte die private Versicherungsberatung American Association of Insurance Services (AAIS) eine neue Versicherungsdatenbank inklusive Melde-Tool, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Die Plattform nennt sich Insurance Data Link (openIDL), beruht auf der Enterprise Blockchain Lösung von IBM, und verwendet Hyperledger Fabric. Das Ziel von openIDL sei es, „belastende statistische Berichtsprozesse zu reduzieren sowie Kosten und Datenverarbeitungszeit für Versicherungsträger zu reduzieren“. Laut einem Bericht, der der Ankündigung beiliegt, ist die Plattform die „erste sichere, offene Blockchain-Plattform, die die effiziente und auf Genehmigungen basierte Erfassung von statistischen Daten im Auftrag von Versicherungsträgern, Aufsichtsbehörden und anderen beteiligten Beitragszahlern ermöglicht“. Ein automatisiertes Tool zum Daten-Upload, sowie die automatische Ausführung von Transaktionen und Smart Contracts sollen langwierige Datenabrufe überflüssig machen, man könne auf „Genehmigungsbasis fast in Echtzeit“ auf die Versicherungsdaten zugreifen.
cointelegraph.com

Playboy klagt gegen Global Blockchain Technologies
US-Medienberichten zufolge hat Playboy Enterprises in Los Angeles Klage gegen das Blockchain-Unternehmen Global Blockchain Technologies (GBT) erhoben, der Vorwurf lautet Betrug und Vertragsbruch. Im März diesen Jahres hatten die beiden Firmen eine Kooperation angekündigt. Im Rahmen dieser sollte GBT ein Krypto-Wallet für die unterschiedlichen Marken und Produkte von Playboy Enterprises erstellen. Unter anderem sollte das Wallet für den Vice Industry Token (VIT) genutzt werden, eine Kryptowährung, die speziell für die Erwachsenenindustrie entwickelt wurde. Playboy-Kunden sollten damit Zugriff auf exklusive Inhalte erwerben können. Weder die Entwicklung des Wallets, noch die Integration des VIT ist bislang geschehen, zudem hat GBT offenbar eine vereinbarte Zahlung über vier Millionen US-Dollar nicht getätigt. Playboy Industries klagt deshalb nun auf „unbestimmten Schadenersatz und Strafschadenersatz“.
base58.de

Liechtenstein: Vaduz wird zur Blockchain-Hochburg cash.ch
Smart Contracts im Vertragswesen it-production.com
Hongkong: StartUp ermöglicht Kryptomining per Smartphone coincierge.de

ZAHL

Ein Kopfgeld in Höhe von über 70.000 US-Dollar ist auf den Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto ausgesetzt. Eine Initiative will so die Identität des anonymen Entwicklers enthüllen.
btc-echo.de

ZITAT

Blockchain ist vergleichbar mit dem iPhone 1.
Der Leiter der Leiter des Blockchain Centers der Frankfurt School erklärt im Interview mit n-tv, dass die Entwicklung der Technologie noch in den Kinderschuhen steckt.
n-tv.de

BLOCKWART

Bitcoin: Mehr Spekulanten als Drogendealer
Lilita Infante, eine Ermittlerin der amerikanischen Drug Enforcement Agency, hat seit 2013 die Geldströme auf der Bitcoin-Blockchain beobachtet und analysiert, und festgestellt: Fast alle Transaktionen gingen in der Anfangszeit auf illegale Aktivitäten wie Drogen- und Waffenhandel zurück. Inzwischen habe sich das aber geändert: „Die Mehrheit der Transaktionen werden für Preisspekulationen genutzt,“ so die Agentin gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Seit den starken Kursgewinnen 2017 habe sich auch das insgesamte Handelsvolumen der Coin stark erhöht. Und auch wenn im Darknet nach wie vor hauptsächlich Bitcoin genutzt wird, die Kryptowährung habe nicht nur für Kriminelle Vorteile. Trotz der vermeintlichen Anonymität werden alle Transaktionen öffentlich und unlöschbar in der Blockchain festgehalten, was den Ermittlern ermöglicht, Geldströme zurückzuverfolgen. Infante hofft deshalb sogar darauf, dass Verbrecher weiterhin Bitcoin nutzen werden.
wired.de

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