KW 30: Wirex wird erster Mastercard Principal Membership-Partner, Pentagon möchte Bitcoin-Transaktionen verfolgen, Paypal plant Einführung von Krypto-Handel über Paxos

NACHRICHTEN

Wirex wird erster Mastercard Principal Membership-Partner: Mastercard möchte sein Kryptowährungsprogramm schneller an den Start bekommen und Unternehmenspartnern so ermöglichen, schon bald sichere Karten für Zahlungen mit Kryptowährungen anzubieten. Der erste Kooperationspartner: Die Briten von Wirex, wo bisher nur Visa-Karten erhältlich waren, steigen ins Programm ein. Mit einer von Wirex entwickelten App ist es möglich, verschiedene Kryptowährungen außerbörslich zu handeln und diese bei einem Kauf in die jeweilige Landeswährung zu wandeln. Mastercard möchte in den kommenden Wochen zudem weitere Partner vorstellen. Bereits im Juni ist Mastercard eine Kooperation mit dem Blockchain-Anbieter BitPay eingegangen. Es ist nicht das erste Mal, dass Mastercard in Sachen Kryptowährungen aktiv wird. Erst im Juni wurde eine Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Anbieter BitPay publik, durch die Kunden in den USA eine Krypto-Kreditkarte nutzen können. Mit der Programmerweiterung sollen Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten beim Bezahlvorgang haben.
de.cointelegraph.com, btc-echo.de

Pentagon möchte Bitcoin-Transaktionen verfolgen: Nach dem Hack prominenter Twitter-Accounts in der vergangenen Woche möchte das US-Verteidigungsministerium nun mögliche Tools zur Transaktionsverfolgung erforschen, um damit eventuelle kriminelle Machenschaften schneller aufdecken zu können. Hacker hatten sich Zugang zu den Accounts von Berühmtheiten wie Joe Biden oder Bill Gates verschafft und dann versucht, Bitcoin von Nutzerinnen und Nutzern zu erhalten. Im Pentagon ist auch die Beauftragung eines Analysedienstes, mit dessen Hilfe kriminelle Aktivitäten oder Betrugsfälle bei Transaktionen schneller zu erkennen wären, im Gespräch. Gesucht wird außerdem eine “webbasierten Anwendung, die die Strafverfolgung unterstützen kann, um Akteure zu identifizieren und zu stoppen, die Kryptowährungen für illegale Aktivitäten wie Betrug, Erpressung und Geldwäsche verwenden.” Dies dürfte für einige Unternehmen in der Blockchainbranche interessant sein.
coin-hero.de

Paypal plant Einführung von Krypto-Handel über Paxos: Die amerikanische Bezahlplattform Paypal möchte wohl durch eine Zusammenarbeit mit dem Stablecoin-Betreiber Paxos den Handel von Kryptowährungen möglich machen. Paxos hatte Bereits in der vergangenen Woche den Start eines Brokerage-Geschäfts für Kryptowährungen bekannt gegeben. Laut Coindesk möchte Paypal ebendiese Lösung für seine neue Handelsfunktion benutzen. Bereits in der Vergangenheit war Paypal Mitglied der Libra Association gewesen, doch aufgrund massiver Kritik seitens der Aufsichtsbehörden schon im Herbst vergangenen Jahres wieder aus dem Gremium ausgeschieden.
de.cointelegraph.com

Bafin-Übergangsregelung läuft noch bis 30. November: Bereits im Herbst 2019 wurde von der Bundesregierung das “Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie“ beschlossen. Erste rechtliche Auswirkungen müssen schon seit Jahresbeginn beachtet werden: Deutschland stellte Blockchain, Bitcoin und Token unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und ging damit innerhalb der Europäischen Union einen Sonderweg. Mit der neuen Regelung gelten Kryptoverwahrgeschäfte von Unternehmen – das Verwahren, Sichern oder Verwalten von Kryptowerten – nun als erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung. Noch bis Ende November gilt eine Übergangslösung, spätestens dann müssen Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, eine Erlaubnis bei der Bafin eingeholt haben.
blockchain-insider.de

Blockchain: Ende des Hypes: Was funktioniert, was nicht? handelsblatt.com
Rumänien: Auf dem Weg zur Krypto-Regulierung btc-echo.de
EZB: Kommt der Krypto-Euro? focus.de
Kryptowährungen: Banken suchen Antwort auf Libra stuttgarter-zeitung.de
Zweijahresplan: Peking setzt auf Blockchain-Technologie cvj.ch

ZAHL DER WOCHE

Ethereum macht 51 Prozent des Blockchain-Wertes aus.
coin-hero.de

HINTERGRUND

New York Times will mit Blockchain-Technologie gegen Falschinformation vorgehen: Eine Forschergruppe der New York Times arbeitet an einer Möglichkeit, Fotos durch Blockchain-Technologie validieren zu können, um so Fake News Einhalt zu gebieten. Gerade Bilder würde im Rahmen von Desinformationskampagnen immer wieder aus dem Kontext gerissen oder so beschnitten, dass eine Situation völlig anders erschien, als sie tatsächlich abgelaufen war. Das Prinzip: Sämtliche Informationen und Metadaten eines Fotos werden auf der Blockchain hinterlegt. Auch der Zeitpunkt und Urheber von Änderungen wird erfasst, jedoch manipulationssicher und getrennt von der Bilddatei. So soll schnell ersichtlich werden, wann, wie, wo und von wem ein Foto verändert wurde. Dies könnte Falschinformationen und Troll-Kampagnen künftig den Garaus machen. Noch handelt es sich aber ohnehin nur um ein erstes Experiment zum Thema.
blockchain-insider.de

Blockchain und die E-Akte für Patienten: Erst kürzlich hatte sich die Bundesregierung darauf verständigt, zum 1. Januar 2021 in Deutschland flächendeckend die sogenannte “elektronischen Patientenakte” (ePA) einzuführen. Mit der Umsetzung der digitalen Akte, auf der unter anderem Krankheitsgeschichte, aber auch Impfausweis oder Mutterpass gespeichert sein soll, wurden die Krankenkassen betraut. Die E-Akte soll alle wichtigen Patientendaten bündeln und sie autorisierten Ärzten, Krankenhäusern oder Apotheken bei Bedarf zur Verfügung stellen. Doch es mehrt sich die Kritik an der Umsetzung der sogenannten ePas: Das Konzept sei veraltet, eine zentrale Speicherung mindestens fahrlässig. Tatsächlich wäre es denkbar, für die Entwicklung der E-Akte Blockchain-Technologie zu nutzen, um bei einer dezentralen Speicherung der Patientendaten als revisionssicheres Datenregister zur Hand zu haben. Auf einer Blockchain ließe sich notieren, wie die Gesamtheit der dezentral und fragmentiert gespeicherten Daten zur aktuellen Version der ePA kombinieren ließen. Im Anwendungsfall einer dezentralen Patientenakte fungiert die Blockchain als revisionssicheres Datenregister. Während die Daten selbst fragmentiert dezentral gespeichert werden, ließe sich auf einer Blockchain verankern, wie sich alle Daten zur jeweils aktuellen Fassung einer Patientenakte zusammenfügen. Damit wäre eine sichere, zukunftsfähige Lösung für das komplexe Thema digitale Arztakte gefunden.
computerwoche.de

ZITAT

“Bitcoin emittiert so viel CO2 wie ganze Staaten.”
Blockchain-Forscher Ulrich Gallersdörfer arbeitet an der Fakultät für Informatik der TU München und hat letztes Jahr ein vielbeachtetes Papier zur Ökobilanz von Bitcoin publiziert.
dasinvestment.com

BLOCKBUG

Bitcoin-Scam bei Twitter beschäftigt Experten immer noch: Gut eine Woche ist er her, der größte Hack in der Geschichte des Microbloggingdiensts Twitter. Hacker knackten die Twitterkonten von rund 30 Prominenten und versuchten, die Follower um BTC zu betrügen. Alle tweeteten, dass sie bei sich eingehende Bitcoin verdoppeln wollen. Die Ausbeute bei schätzungsweise 350 Millionen Follower war jedoch verhältnismäßig gering: 12,5 BTC im Wert von umgerechnet rund 120.000 US-Dollar kamen zusammen, bis dem Spuk ein Ende bereitet wurde. Doch warum die Attacke? Die Antwort auf diese Frage gibt weiterhin Rätsel auf. Wollten die Hacker “nur” Geld oder vielleicht eine (politische) Botschaft senden? Darüber zerbrechen sich Experten den Kopf – ironischerweise auf Twitter.
block-builders.de

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