KW 30: Blockchain im Mittelstand, China: Blockchain gegen Internet-Zensur, Liverpool will dank Bockchain klimapositiv werden

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Blockchain im Mittelstand
Mittelständische Unternehmen haben das Potential der Blockchain-Technologie erkannt. Laut dem aktuellen „Top IT-Trends 2018“-Report des Dienstleisters Dimension Data planen fast 60 Prozent aller Firmen aus der verarbeitenden Industrie, noch in diesem Jahr Investitionen in Blockchain-Projekte zu tätigen. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Sensible Transaktions-Daten sind auf der dezentralen Blockchain nicht nur besser vor Cyber-Kriminalität geschützt, sondern sind auch für alle Geschäftspartner transparent und unfälschbar hinterlegt. „Überall dort, wo Transaktionen zwischen mehreren Firmen stattfinden, bei denen Vertrauen eine große Rolle spielt, ist es interessant, auf die Blockchain zu setzen,“ so Axel Oppermann, Analyst beim Beratungshaus Avispador. Dies gilt auch für alltägliche Prozesse wie etwa den Tausch von Paletten. In Europa sind Schätzungen zufolge 500 Millionen Standardpaletten im Wert von 2,5 Milliarden Euro im Umlauf. Wenn ein Fahrer bei einer Lieferung nicht genug leere Paletten wieder mitnehmen kann, muss der sogenannte Palettenschein ausgefüllt werden, der dokumentiert wie viele dem Kunden noch zustehen. Derartige Prozesse können dank Blockchain nicht nur schneller, sondern auch sicherer gemacht gemacht werden.
wiwo.de

China: Blockchain gegen Internet-Zensur
Die chinesischen Internetnutzer haben einen neuen Nutzen für die Blockchain gefunden: Sie umgehen damit die staatliche Internet-Zensur. Vor wenigen Tagen erschütterte ein Skandal die Social Media Netzwerke in China. Der größte Impfstoff-Hersteller des Landes hatte minderwertige Medikamente für Babys verkauft, um seinen eigenen Gewinn zu erhöhen. Vor allem der kritische Text eines Bloggers mit dem Pseudonym „Beast“ verbreitete sich rasend schnell per WeChat und Weibo. Zumindest zunächst, nach einigen Stunden stoppte die staatliche Internetaufsicht die Verbreitung des Berichts. Allerdings hatte ein User ihn bereits in den Metadaten einer Ethereum-Transaktion hinterlegt. Nach US-Medienberichten schickte er sich dafür selbst 0,001 Ether, was etwa 0,47 US-Dollar entspricht. Die Transaktion ist nun mitsamt dem investigativen Artikel in der Blockchain hinterlegt, und kann öffentlich eingesehen werden.
wired.de

Liverpool will dank Bockchain klimapositiv werden
Diese Woche wurde bekannt gegeben, dass die Stadtverwaltung von Liverpool eine Kooperation mit dem Öko-StartUp Poseidon eingegangen ist. Damit will die britische Küstenstadt ihre Pläne voran bringen, bis 2020 die weltweit erste Stadt mit positiver Klimabilanz zu werden. Das Blockchain-System von Poseidon soll dafür das Emissionsmanagement übernehmen, und darüber wachen, wie viel CO2 ausgestoßen wird. In einem zweiten Schritt soll der Ausstoß dann automatisch an eine entsprechende Gegenmaßnahme gekoppelt werden, beispielsweise im Rahmen eines Waldschutzprojekts. Bürgermeister Joe Anderson ist begeistert von der Technologie: „Poseidons Technologie ist die erste ihrer Art, die eine wirkliche Lösung für Regierungen, Unternehmen und Individuen weltweit bereitstellt, um die Ursachen des Klimawandels umzukehren.“ Eine erste Pilotphase der Partnerschaft soll ein Jahr dauern, bei Erfolg ist eine langfristige Zusammenarbeit geplant. Immerhin will die nordenglische Stadt bis 2030 40 Prozent ihrer Kohlenstoff-Emission einsparen.
btc-echo.de

Google lockert Krypto-Werbeverbot
Nachdem im Frühling nahezu alle Social-Media-Plattformen ein komplettes Werbeverbot für Krypto-Produkte verhängten, scheint sich die Lage nun zu entspannen. Facebook lockerte den Bann bereits im Juni, nun ist Google nachgezogen. Zwar gilt die entsprechende Richtlinie des Unternehmens nach wie vor, doch die Auslegung scheint sich geändert zu haben: Noch vergangene Woche wurden Anzeigen mit Stichworten wie „Blockchain“ oder „Crypto“ automatisch gesperrt, nun können Kryptoprojekte, Konferenzen und Blockchain-Produkte wieder beworben werden. Beobachter spekulieren, dass Google eine Whitelist führen, und beworbene Projekte inzwischen genauer überprüfen könnte. Lediglich für ICOs und andere Investmentformen gilt das Verbot nach wie vor. Die Lockerung des Werbeverbots trifft mit der Ankündigung von Googles Partnerschaft mit den Blockchain-StartUps Start-ups Digital Asset und BlockApps zusammen.
btc-echo.de, coin-update.de

Bank of England: Blockchain soll ins Zahlungssystem integriert werden finanzen.net
„Blockchained Mobility Hackathon“: Deutsche Autobauer wollen bei Blockchain die Schnellsten sein wired.de
Iran: Führende Hotels akzeptieren Bitcoin um US-Sanktionen zu umgehen coincierge.de

ZAHL

Die kanadische Zentralbank hat einen aktualisierten Nachtrag zu ihrer Bitcoin Omnibus Survey herausgegeben, nach dem 58 Prozent der Befragten Bitcoin zu „Investitionszwecken“ besitzen. Nur sechs Prozent wollen die Währung für Transaktionen einsetzen, 2016 war dies noch der meistgenannte Grund für den Bitcoin-Besitz.
cointelegraph.com

ZITAT

Wir haben schon viele Blasen platzen gesehen und werden das bei der Blockchain und auch bei Kryptowährungen noch öfter. Bei 30 Dollar war der Bitcoin eine Blase, bei 200 auch und bei 20 000 Dollar sowieso.
Joseph Lubin ist Co-Gründer von Ethereum, und inzwische Krypto-Milliardär. Er ist sich sicher, dass die Blockchain-Technologie noch ganz am Anfang steht.
sueddeutsche.de

BLOCKWART

Steve Bannon entwickelt Populisten-Coin
Der ehemalige Chefstratege von Donald Trump hat bereits des Öfteren ein Interesse an Kryptowährungen bekundet, nun macht er offenbar ernst. Mit seinem Unternehmen Bannon & Company will Steve Bannon demnächst eine Kryptowährung für Populisten etablieren. Sie soll dazu dienen, „politische Anstrengungen jenseits des Establishments und damit weltweit populistische Bewegungen“ zu unterstützen. Beispielsweise könnten damit anonyme Spenden, oder nicht verortbare Wahlkampffonds ermöglicht werden. Unterstützt wird Bannon von Jeffrey Wernick, der als Investor und Berater von unterschiedlichen Blockchain-Projekten fungiert. Bannons politische Einstellung teile Wernick nicht. Manche Beobachter fürchten nun, dass eine derartige Kryptowährung „Neo-Nazis und Nationalisten die Möglichkeit geben würde, sich finanziell zu vernetzen und in kurzer Zeit Mittel für gefährliche Hetzkampagnen oder gar Terrorismus zu sammeln“.
wired.de

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