KW 26: Deutsche Börse setzt verstärkt auf Kryptowährungen, Betrug bei Africrypt – Bitcoin-Händler verschwinden mit Kryptowährung im Milliardenwert, Verwendung von Bitcoin wird doch nicht verpflichtend in El Salvador

NACHRICHTEN

Deutsche Börse setzt verstärkt auf Kryptowährungen: Die Deutsche Börse setzt verstärkt auf
Kryptowährungen und kauft für einen „moderaten dreistelligen“ Schweizer-Franken-Millionenbetrag zwei Drittel am Schweizer Fintech Crypto Finance. Bei der im Jahr 2017 gegründeten Firma können Profi-Investoren digitale Vermögenswerte handeln und verwahren. Die Deutsche Börse bietet durch den Zukauf künftig erstmals den direkten Kauf und Verkauf von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum an. Bisher können Investoren in Frankfurt nur über börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen (ETNs) und Zertifikate auf die Entwicklung dieser Digitalwährungen wetten. Die Übernahme von Crypto Finance ist die bisher größte Investition ins Geschäft mit Kryptowährungen für die Deutsche Börse. Das Unternehmen komme damit seinem Ziel näher, ein reguliertes Ökosystem für digitale Vermögenswerte für institutionelle Investoren in Europa aufzubauen, sagte Vorstandsmitglied Thomas Book.
handelsblatt.com, manager-magazin.de

Betrug bei Africrypt – Bitcoin-Händler verschwinden mit Kryptowährung im Milliardenwert: Renditen von bis zu zehn Prozent pro Tag versprachen die Betreiber der Kryptobörse Africrypt. Es klang vielversprechend, geradezu beeindruckend. Die zwei Gründer der südafrikanischen Handelsbörse sind abgetaucht und mit ihnen rund 70.000 Bitcoins. Wie Bloomberg berichtet, sind der 17-jährige Ameer C. und sein 20-jährige Bruder Raees vermutlich verschwunden. Die beiden hatten die Firma vor zwei Jahren gegründet. Die Geschwister seien mittlerweile nicht mehr erreichbar und scheinbar in Großbritannien, mitsamt der Bitcoins ihrer Kunden im derzeitigen Wert von rund 1,8 Milliarden Euro. Mitte April kam der Verdacht, dass es sich um einen sogenannten Exit-Scam handelt zum ersten Mal auf, als der Bitcoin ein Allzeithoch von etwa 54.000 Euro erreichte. Die Beute, mit der die Africrypt-Brüder verschwanden, war zu diesem Zeitpunkt etwa 3,7 Milliarden Euro wert.
spiegel.de, focus.de

– Anzeige –
Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Verwendung von Bitcoin wird doch nicht verpflichtend in El Salvador: Niemand müsse Bitcoins akzeptieren, wenn er es nicht wolle, sagte El Salvadors Präsident Nayib Bukele. Demnach wird ein einschlägiges Gesetz novelliert, noch bevor es diesen September in Kraft tritt. Seit 20 Jahren hat El Salvador keine eigene Währung mehr und verwendet stattdessen den US-Dollar. Als erstes Land hat El Salvador weltweit den Bitcoin zur offiziellen Währung gemacht. Anfang Juni hat das von Bukele kontrollierte Parlament ein Gesetz im Schnellverfahren verabschiedet. Die Oppositionspartei FMLN hat daraufhin eine Reform des Bitcoin-Gesetzes angeregt, um den Gebrauch nicht obligatorisch zu machen. Die Regierung stellt zudem 120 Millionen US-Dollar bereit, um Bitcoin-Starterkonten oder „Wallets“ einzurichten. Laut Bukele verwenden in El Salvador bereits 50.000 Menschen Bitcoin. Die virtuelle Währung werde Transaktionen mit vielen Vorteilen und ohne Beschränkung ermöglichen und etliche Investoren und Touristen anziehen.
heise.de

Russlands Zentralbank will Krypto-Investitionsrisiken untersuchen: Laut dem Screening-Programm der Bank von Russland hat die russische Zentralbank eine Risikobewertung für Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) für die zweite Hälfte des Jahres 2021 geplant. Die Untersuchung der potenziellen Risiken von Kryptowährungsinvestitionen wird systemische Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungsinvestitionen durch russische Einzelpersonen und Unternehmen berücksichtigen. Als Teil der Untersuchung wird die Bank von Russland Daten von 15 Kreditorganisationen sammeln, darunter große Banken wie Sberbank, VTB und Tinkoff Bank, Zahlungssysteme wie Visa und Mastercard und elektronische Zahlungsanbieter wie Western Union, Qiwi und WebMoney. Außerdem will die Bank von Russland bis Oktober oder November dieses Jahres eine Studie über Aktieninvestitionen von nicht-ansässigen Investoren veröffentlichen.
cointelegraph.com

– Anzeige –
Erreichen Sie Ihre Zielgruppe per Newsletter: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Standpunkt bei den richtigen Personen Gehör findet. Unsere Marketing-Profis unterstützen Sie dabei, mit Ihrem Newsletter zu einer eigenen redaktionellen Marke zu avancieren. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

Kryptowährungen: Bitcoin und Ether auf Erholungskurs wiwo.de
Krypto-Nachhaltigkeit: Walisischer Landwirt nutzt Kuhfladen für Ether-Mining finanzen.net
Cybersecurity: Bitkom warnt vor vermehrten Phishing-Emails am Ende der Homeoffice-Pflicht elektroniknet.de
Malware: Hacker verstecken Mining-Malware in illegalen Spielekopien und verdienen Millionen golem.de
Kreditwürdigkeit in den USA: KI könnte gegen Voreingenommenheit helfen heise.de

ZAHL DER WOCHE

Die Zahl der Versicherungen zum Schutz vor Cyberattacken in den USA hat sich zwischen 2016 und 2019 um mehr als 60 Prozent auf 3,6 Millionen erhöht.
manager-magazin.de

HINTERGRUND

Peking zieht den Stecker – Krypto-Schürfer kehren China den Rücken: Die chinesische Regierung scheint die Krypto-Szene endgültig beseitigen zu wollen. Früher war das Reich der Mitte so etwas wie der Nabel der Krypto-Welt. Zwei Drittel aller neuen Bitcoins wurden in China geschürft, doch das war einmal. Chinas Mining-Szene befindet sich wegen des rigorosen Anti-Krypto-Kurses des Landes auf dem Rückzug. Der Exodus stünde bevor, prognostiziert ein Bitcoin-Schürfer aus der südwestlichen Provinz Sichuan diese Woche gegenüber der „Global Times“. Laut den chinesischen Behörden stören Kryptowährungen die Wirtschaftsordnung und erleichtern illegale Vermögensübertragungen und Geldwäsche. Darüber hinaus schädige das Mining die Umwelt und der sonstigen Industrie werde die Energie abgegraben. Die Folgen des Schürf-Verbots bekommt der gesamte Krypto-Markt zu spüren. Die Computer würden sich wie Schrott verkaufen, sagt Mike Huang, Betreiber einer Krypto-Mining-Farm in der Provinz Sichuan. Equipment, das vor zwei Monaten noch 4000 Yuan (620 US-Dollar) wert war, sei nun für ein Fünftel dessen zu haben, berichtet zudem ein Schürfer aus derselben Provinz. Der führende Mining-Hardware-Produzent in China, Bitmain, reagierte auf das chinesische Schürf-Verbot mit der Ankündigung, den Verkauf seiner Geräte einzustellen. Dies sei das Ende einer Ära für das Krypto-Mining in China, prophezeite Winston Ma, Professor an der NYU Law School.
n-tv.de

Forscher hackt Geldautomaten mit Smartphone: Dem Forscher Josep Rodriguez von der Sicherheitsfirma IOActive ist es gelungen, Geldautomaten und Bezahlterminals über deren NFC-Schnittstelle zu hacken, betroffen sind weltweit Millionen Geräte. Um die Sicherheitslücken auszunutzen, hat er eine Android-App entwickelt, welche die Funkverbindungen von Kreditkarten nachahmen und Schwachstellen in der Firmware der NFC-Chips in den Bezahlterminals oder Geldautomaten ausnutzen kann. So kann er beispielsweise Bezahlgeräte zum Absturz bringen oder sie sperren und eine Ransomware-Nachricht anzeigen, sowie Kartendaten sammeln und übertragen. Allerdings weist der Sicherheitsforscher Karsten Nohl, der Rodriguez‘ Arbeit überprüft hat, darauf hin, dass ein gehacktes NFC-Lesegerät nur in der Lage wäre, Magnetstreifen-Kreditkartendaten zu stehlen. An die PIN des Opfers oder die Daten des EMV-Chips könne auf diese Weise nicht zugegriffen werden. Die Hersteller hat der Sicherheitsforscher bereits vor sieben bis zwölf Monaten informiert. Allerdings dürfte es allein wegen der schieren Masse an betroffenen Bezahlterminals weiterhin viele verwundbare Geräte geben, da ihnen häufig nur mit physischem Zugang Updates eingespielt werden können.
golem.de

– Anzeige –
Erreichen Sie Ihre Zielgruppe mit modernen Videoformaten ohne großen Aufwand: Nutzen Sie unser Studio im Herzen von Berlin-Mitte. Wir bieten ein technisches Rundum-Paket, erfahrene Produzenten und ein hochwertiges Regie-Equipment. Ob Diskussionsrunde, Social-Media-Posts oder Livestreams – wir stellen Ihnen unser Studio, unsere Expertise und unser Team von der ersten Idee bis zur Postproduktion zu attraktiven Konditionen zur Verfügung.
novalis.studio

ZITAT

„Die Verwendung von Bitcoin wird optional sein, niemand wird Bitcoin erhalten, wenn er es nicht will“ sagte El Salvadors Präsident Nayib Bukele in einer nationalen Ansprache.
manager-magazin.de

– Anzeige –
IoT: Amazon strebt Nachbarschaftsnetze an, Quantum-Hub-Thüringen soll Quantentechnologien der zweiten Generation ermöglichen, BSI richtet „rotes Telefon“ für hybride Bedrohungen ein iot-ticker.net
Smartlife: Apple löscht Daten in der iCloud nach 180 Tagen, Google arbeitet an Ortungsnetzwerk für Android, Amazon öffnet AWS Public Registry smartlife-ticker.net
AI: Nachhaltigkeit: Umweltministerium will mit KI das Klima retten; Kostenfreier Crashkurs zu KI in der Produktion; Grundsteinlegung der KI-Fabrik Bayern ai-ticker.net
Safety and Security: Hacker bieten Daten von bis zu 700 Millionen Linkedin-Accounts zum Verkauf, rneut Sicherheitslücke bei Corona-Testzentren gefunden, EU-Kommission will Einheit gegen Cyberkriminalität aufstellen safety-security-ticker.net

BLOCKBUG

Nackt und verirrt – zwei Strandbesucher fliehen vor Hirsch und verirren sich: Im australischen Busch mussten zwei nackte Männer von der Polizei gerettet werden, denn sie waren von einem Hirsch aufgeschreckt worden, hatten sich verlaufen und mussten anschließend 1000 Dollar Strafe zahlen. Grund dafür war der Strandausflug, der als Regelverstoß zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt.
stern.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Blockchain:

Blockchain-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings