KW 25: Revolution für den Grundverkauf in Afrika dank Blockchain, Deutsche Krypto-Anleihen kommen nicht voran, Blockchain in der Arbeitswelt

NACHRICHTEN

Unilever nutzt Blockchain für Lieferketten: Der Hersteller von Verbrauchsgütern Unilever hat einen Umwelt-Fonds in Höhe von einer Milliarde Euro gegründet. Unter anderem soll durch den Einsatz der Blockchain-Technologie der Klimawandel bekämpft werden. Die Blockchain solle dafür genutzt werden, die Transparenz und die Rückverfolgbarkeit von Produkten des globalen Konzerns zu verbessern. Das Ziel von Unilever ist es, bis 2023 eine “rodungsfreie Lieferkette” zu schaffen.
de.cointelegraph.com

Revolution für den Grundverkauf in Afrika dank Blockchain: Die Blockchain-Technologie, auf der auch Digitalwährungen wie der Bitcoin beruhen, könnte das Potenzial haben, den Landkauf in Afrika zu revolutionieren. In vielen Ländern auf dem Kontinent leidet die Immobilienwirtschaft unter korrupten Behörden und veralteten, analogen Grundbüchern. Verkäufer von Grundstücken sind oft nicht die tatsächlichen Eigentümer. Kiberu Nagenda, Chef der Blockchain-Beratungsfirma Bit2Big, will Abhilfe schaffen. Derzeit laufen unter anderem in Uganda, Ghana und Nigeria Projekte, die die Registrierung von Grundstücken per Blockchain vereinfachen und sicherer machen sollen. In Uganda wurde das Grundbuchamt bereits auf das digitale Lands Information System umgestellt. Laut Dirk Siegel, der das Blockchain-Institut beim Beratungsunternehmen Deloitte leitet, biete die Technologie ein hohes Potenzial für Afrika.
spiegel.de

New York Times will Bildnachweise per Blockchain verbessern: Die Zeitung New York Times arbeitet mit IBM zusammen an dem sogenannten “News Provenance Project”. Bei dem Projekt geht es darum, dank Blockchain-Technologie die Quellen und Metadaten von Bildern besser nachzuweisen. So soll sichergestellt werden, dass Fotos in den sozialen Netzwerken nicht aus dem Kontext gerissen werden. Scott Lowenstein einer der Entwickler des Projekts betont, es gehe nicht darum, “bei jedem einzelnen Katzenfoto” einzugreifen. “Wir wollen nur in den wichtigsten Fällen ein Werkzeug zur Verfügung stellen, das den Usern ganz unaufdringlich die wichtigsten Infos liefert.”
deutschlandfunk.de

Deutsche Krypto-Anleihen kommen nicht voran: Eigentlich wollte die Große Koalition bereits 2019 ein Gesetz für sogenannte Blockchain-Anleihen verabschieden. Sie bieten den Vorteil, dass für sie aufgrund der guten Nachverfolgbarkeit keine Urkundenerfordernis nötig wäre. Deutschland hätte dadurch die Chance gehabt, eines der führenden Länder in Sachen Blockchain-Technologie zu werden. Laut Finanzministerium soll die Begebung elektronischer Inhaberschuldverschreibungen zwar noch in dieser Legislaturperiode ermöglicht werden. Konkrete Fortschritte oder ein Zeitplan für deren Umsetzung liegen bislang jedoch nicht vor. Probleme bereitet offenbar das zivilrechtliche Konzept für die Übertragung von elektronischen Wertpapieren. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler kritisierte die Ankündigungen der Regierung zu diesem Thema als “Marketinggag”. Deutschland drohe den Anschluss bei der Technologie zu verlieren. Die EU ist hingegen bereits einen Schritt weiter und hat in der vergangenen Woche seinen finalen Bericht zur Weiterentwicklung der Kapitalmarktunion vorgestellt, in der unter anderem von Krypto-Assets und der Integration von Blockchain-Technik in die europäische Finanzmarktregulierung die Rede ist.
handelsblatt.com

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AI&I vTalk mit Stephanie Hare: In der dritten Ausgabe des “AI&I” vTalks wird die Forscherin Stephanie Hare darüber sprechen, ob und inwieweit uns Big Data und KI-basierte Technologien während, aber auch nach der Pandemie unterstützen oder hindern. Interessierte, die sich an der Diskussion beteiligen und Fragen an Stephanie Hare stellen möchten, sind dazu eingeladen am Donnerstag, 18. Juni 2020 ab 17.00 Uhr den “AI&I” vTalk den Youtube-Kanal des Vodafone-Instituts zu besuchen.

Statt Bitcoin-Verbot: Russlands Wirtschaftsministerium fordert Augenmaß btc-echo.de
Openchain und MultiChain: Eigene Blockchains mit Open Source entwickeln blockchain-insider.de
Schweizer Altbundesrat: Schneider-Ammann erneuert seine Krypto-Affinität nzz.ch
Power Ledger: Grüne Energie für Wohnanlagen – dank Blockchain blockchain-insider.de
Identity Overlay Network: Microsoft führt Betaversion eines dezentralen Identifizierungssystems auf der Bitcoin Blockchain ein crypto-news-flash.com

ZAHL DER WOCHE

43 Prozent männlicher, junger Menschen würde eher in Bitcoin als in Staatsanleihen investieren. Das Ergab eine Studie des Branchenblatts “The Tokenist”.
btc-echo.de

HINTERGRUND

Blockchain hat Potenzial als Grundstein der digitalen Infrastruktur: Das Potenzial von Bitcoin und anderen Blockchain-Anwendungen könnte weitaus größer sein als bisher gedacht. Davon geht der Mathematiker Rene Pickhardt aus. “Bitcoin ist eine Technologie mit super vielen Anwendungsmöglichkeiten”. Noch würden jedoch zu wenige Menschen verstehen, wie Bitcoin funktioniert. Momentan forscht er an der Frage, wie sich mit Bitcoin schneller bezahlen lassen könnte. Ein anderes großes Anwendungsgebiet sei jedoch das Abschließen von Verträgen dank Bitcoin und Blockchain. “Die physikalische Signatur gilt immer noch in vielen Situationen als das universelle Mittel, einen Vertrag zu unterzeichnen”, so Pickhardt. Dabei seien digitale Signaturen inzwischen schwieriger zu fälschen als analoge. In Norwegen lässt sich bereits erahnen, was dank digitaler Signaturen möglich ist. Schon seit 16 Jahren ist dort das BankID-System im Einsatz, das die digitale Unterschrift bei Transaktionen, vom Einkauf im Supermarkt bis zum Erwerb eines Hauses ermöglicht. Auch Arzttermine lassen sich so vereinbaren. Mit der Blockchain-Technologie ließe sich dieses System noch stark verbessern, glaubt Pickhardt.
spiegel.de

Blockchain in der Arbeitswelt: Der Softwarekonzern SumTotal sieht in der Blockchain eine Möglichkeit, Abschlüsse und Qualifikationen für den Bewerbungsprozess zu verifizieren. Arbeitgeber könnten dank dieser Verifizierung stärker auf die Angaben von Bewerbern vertrauen. SumTotal geht jedoch noch einen Schritt weiter. So könnte die Blockchain dafür genutzt werden, den ganzen Werdegang eines Mitarbeiters zu erfassen, beispielsweise wenn dieser befördert wird. Dies hätte auch für Mitarbeiter deutliche Vorteile, wenn diese das Unternehmen wechseln. Andere Anwendungsmöglichkeiten in der Arbeitswelt könnten laut SumTotal unter anderem Smart Contracts, Identitätsmanagement, die Verwaltung von individuellen Zugriffen auf Inhalte oder der Zugang zu sensiblen Bereichen eines Unternehmens per biometrischem Nachweis sein.
computerwelt.at

ZITAT

“Wir müssen die Kryptowährungen als einen „High-Tech-Hilferuf“ gegen die Instabilität der Regierung sehen […]. Was die Blockchain tut, ist, die Architektur für Kryptowährungen bereitzustellen.”
Der Verleger Steve Forbes über die Zukunft von Bitcoin und anderen Kryptowährungen.
crypto-news-flash.com

BLOCKBUG

Chef von Bitcoin-Börse hat Millionen veruntreut: Die kanadische Wertpapieraufsicht OSC wirft dem mittlerweile verstorbenen Gründer der Krypto-Börse QuadrigaCX, Gerald Cotten, vor, Millionen von Dollar in Form von Bitcoin veruntreut zu haben. Mithilfe gefälschter Accounts soll Cotten rund 250.000 Trades ausgeführt und dabei die Kundengelder aufgebraucht haben. QuadrigaCX wurde mittlerweile geschlossen.
btc-echo.de

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