KW 25: China schließt Bitcoin-Mienen, Blockchain könnte deutschlandweit digitale Schulzeugnisse ermöglichen, Blockchain-Strategie der Bundesregierung liefert bislang wenig Resultate

NACHRICHTEN

China schließt Bitcoin-Mienen: Die chinesische Regierung hat erneut Banken und Finanzdienstleister aufgefordert, keine Dienstleistungen mehr anzubieten, die mit Krypto-Zahlungsmitteln zu tun haben. Dadurch solle die Sicherheit des Finanzmarktes bewahrt sowie Vermögen und Eigentum der Bevölkerung geschützt werden, wie die staatliche chinesische Zentralbank erklärte. Bereits 2017 hatte China als erstes großes Land weltweit den Handel mit Bitcoin verboten. Die Behörden duldeten jedoch weiterhin das sogenannte Mining, also das elektronische Erzeugen von Kryptowährung mit riesigen Computernetzwerken. Seit rund sechs Wochen geht die Regierung nun jedoch konsequent gegen die dezentralen und digitalen Zahlungsmittel vor und sorgt nun auch in mehreren Landesteilen für das Abschalten der Mining-Rechenzentren. Zuletzt wurden rund zwei Drittel aller neuen Bitcoins weltweit mit Rechnern in China erzeugt. Als Folge büßte der Bitcoin am Montag rund neun Prozent an Wert ein. Neben der Sorge um die Finanzstabilität könnte ein Grund für das verschärfte Vorgehen des Landes darin liegen, dass die Transaktionen unabhängig von Zentralbanken erfolgen. Zudem treibt China die Entwicklung einer eigenen Kryptowährung voran, die von der Zentralbank flankiert werden soll.
spiegel.de, tagesschau.de, faz.net

Blockchain könnte deutschlandweit digitale Schulzeugnisse ermöglichen: Ein Testbetrieb der digitalen Zeugnisse startet diesen Sommer in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Der Zusammenschluss öffentlicher Dienste Govdigital sowie die Bundesdruckerei entwickeln gerade gemeinsam mit Sachsen-Anhalt das System zur Erstellung digitaler Zeugnisse. Die elektronische Variante soll für Abschlussjahrgänge praktischer bei Bewerbungen sein und zudem eine höhere Fälschungssicherheit aufweisen. Ab 2023 soll der Echtbetrieb laufen. Geplant ist, dass die Schüler neben ihrem Zeugnis auf Papier auch eine digitale Ausgabe im PDF-Format erhalten. Eine Prüfsumme, der „Hash-Wert“, ist als Zahlenkette in einer Blockchain unveränderbar gespeichert und gesichert und dient als digitaler Fingerabdruck. Die Bundesdruckerei versichert, bei ihr würden außer der Prüfsumme keine weiteren Daten gespeichert.
t3n.de, spiegel.de

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Blockchain-Strategie der Bundesregierung liefert bislang wenig Resultate: Die Bundesregierung präsentierte im September 2019 ihre nationale Blockchainstrategie. Bislang wurden jedoch nur sechs der 44 Vorhaben abgeschlossen, drei weitere noch nicht begonnen und zwei der abgeschlossenen Vorhaben sind inzwischen geltende Gesetze. Eines davon ist die nationale Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie, durch welche unter anderem Regelungen für Kryptopverwahr-Dienstleister eingeführt wurden. Eine weitere umfasst Regelungen für elektronische Wertpapiere. Projekte mit tatsächlicher Anwendung sind jedoch noch nicht so weit. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler beklagte hierzu, dass es sich für die Bundesregierung bei der Blockchain nur um einen Marketinggag handelt.
heise.de

London-Hardfork kommt am 24. Juni auf die Testnets: Die Ethereum-Hardfork namens „London“ erhielt ihre Einführungszeitpunkte für die drei Testnets Ropsten, Goerli und Rinkeby der Smart-Contract-Plattformen. Damit ist sie ihrem Start auf dem Mainnet einen großen Schritt näher gekommen. Der Start auf den drei Testnets ist auf Ropsten bei Block 10.499.401 bzw. am 24. Juni geplant. Für Goerli wird der 30. Juni angepeilt, Rinkeby soll am 7. Juli folgen. Noch ist kein genauer Termin für das letztendliche Upgrade auf das Mainnet mitgeliefert. Die London-Hardfork soll fünf Verbesserungen für die Ethereum-Blockchain enthalten.
cointelegraph.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Mining-Verbot: Regulierungsdruck aus China reißt Krypto-Kurse in die Tiefe focus.de
UN-Bericht: Krypto und Blockchain können Verbündete gegen die Klimakrise sein independent.co.uk
Bitcoin: Bitmain beendet Verkauf von Krypto-Minern golem.de
Proof of Stake: Kryptogeld erst nach zehn Jahren steuerfrei heise.de
Diamant-Auktion: New Yorker Autkionshaus lässt Kryptowährung zu sueddeutsche.de

ZAHL DER WOCHE

VC-Fonds investieren 17 Milliarden Dollar in junge Krypto-Firmen.
manager-magazin.de

HINTERGRUND

Digitaler Ausweis auf Blockchain-Basis im Test: Für künftige, schnelle Dienstleistungen in Verwaltung und Wirtschaft ist eine sichere digitale Identität die Voraussetzung. So können Personalausweis, Post-Ident oder unterschriebene Formulare umgangen werden. Mit „selbstbestimmten Identitäten“ (Self-Sovereign Identities, kurz: SSI) auf Basis der Blockchain-Technologie hat sich dabei das Bayerische Staatsministerium für Digitales befasst. Bei den SSI verwalten die Nutzer ihre Identitäten selbst und sind damit nicht von einem zentralen Identitätsdienstleister abhängig. Persönliche Identitätsmerkmale wie Adresse, Alter oder Ausweisnummer sollen dabei auf einem digitalen Endgerät hinterlegt werden. Mittels Blockchain werden die Daten von vertrauenswürdigen Stellen bestätigt. Das „Forschungsinstitute Cyber Defense“ der Universität der Bundeswehr in München hat dazu gemeinsam mit dem bayerischen Ministerium ein SSI-Wallet in Form einer Smartphone-App entwickelt. Bürger sollen dadurch beliebige zur Verfügung gestellte Identitäten beim eGovernment einsetzen können.
blockchain-insider.de

Digitaler Euro soll Alternative zur Kryptowährung werden: Gegenüber der Financial Times hat Fabio Panetta, einer der Direktoren der Europäischen Zentralbank, von einigen der Pläne und Vorstellungen zum digitalen Euro berichtet. Demnach soll der geplante digitale Euro die Eurozone vor Kryptowährungen schützen, die die Währungssouveränität untergraben könnten. Zudem soll durch die Digitalwährung die Privatsphäre der Nutzer gestärkt werden. Den Analysen der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley zufolge hat die Einführung eines digitalen Euros jedoch auch negative Folgen. Diese beziehen sich auf die wahrscheinlichen Änderungen in Bezug auf die Einlagen der Banken in der Eurozone. So kann eine digitale Zentralbankwährung der EU 8 Prozent der Kundeneinlagen von Banken der Eurozone erwarten. Besonders in kleinen Ländern wie Lettland, Litauen, Estland, der Slowakei, Slowenien und Griechenland könne der Anteil jedoch weitaus höher ausfallen. Weltweit sehen viele Banken die Einführung einer Zentralbankwährung besorgt, da sie dadurch zu viel Macht über die Geldmenge erhalten würde.
golem.de, cointelegraph.com, faz.net

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ZITAT

„Wir werden unser Vermögen allmählich in Form von Bitcoin bewerten und die Volatilität ist die Steuer, die wir dafür zahlen, dass wir auf der richtigen Seite von diesem Trade stehen.“
Bitcoin-Mining-Ingenieur Brandon Arvanaghi sieht in Bitcoin das größte Wertaufbewahrungsmittel in der Geschichte des Planeten Erde
cointelegraph.com

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IoT: Amazon strebt Nachbarschaftsnetze an, Quantum-Hub-Thüringen soll Quantentechnologien der zweiten Generation ermöglichen, BSI richtet „rotes Telefon“ für hybride Bedrohungen ein iot-ticker.net
Smartlife: Apple Watch Series 8 soll Fieberthermometer bekommen, Robotik und KI dominieren die weltweite Forschung, Smarte Rasenbewässerung für den Garten smartlife-ticker.net
AI: Studie beleuchtet aktuellen Stand zur Erklärbaren KI; Google AI: Neues KI-Modell knackt Bildanalyse-Bestwert; KI verbessert Vorhersage von Sonnenstürmen ai-ticker.net
Safety and Security: BSI findet Sicherheitslücken in Gesundheits-Apps, Polen wirft Russland Cyberangriff auf Politiker und Behörden vor, Datenleck in Corona-Testzentren safety-security-ticker.net

BLOCKBUG

Billionen-Kontostand entpuppt sich wohl als App-Fehler: Über Nacht wurde der US-Amerikaner Christopher Williamson laut Kontostand in seiner Trading-App zum Billionär. Genau genommen zeigte die App Coinbase eine Summe von 1.184.158.683.482 US-Dollar an. Dabei handelte es sich jedoch um einen Anzeigefehler. Williamsons Account ist nun vorerst eingefroren, wodurch er keinen Zugriff auf das Geld hat. Scherzhaft machte der Amerikaner Coinbase via Twitter das Angebot, sich mit einemn Anteil von 5 Cent pro Dollar zu begnügen.
focus.de

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