KW 22: Postbank-Studie zu Kryptowährungen, China setzt auf Blockchain, Investor-Tod vernichtet Ripple-Vermögen

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Postbank-Studie zu Kryptowährungen
Eine neue Studie im Auftrag der Postbank soll Aufschluss darüber geben, wie viele Deutsche tatsächlich in Kryptowährungen investieren wollen, beziehungsweise es bereits tun. Besonders hoch ist das Interesse demnach bei den unter 35-Jährigen: Jeder zweite von ihnen denkt über eine Investition nach. Die Hauptgründe seien laut den Befragten die Unabhängigkeit von der Geldpolitik der Notenbanken, hohe Renditechancen, sowie die mit Kryptowährungen verbundene Anonymität. Sechs Prozent der jungen „Digital Natives“ besitzen zudem bereits Coins. Der Chief Digital Officer der Postbank, Dr. Thomas Mangel, zeigt sich besorgt über die Ergebnisse: „Es ist bemerkenswert, dass das Interesse der Deutschen an Kryptowährungen als Geldanlage trotz hoher Kursverluste und offenbarer Risiken immer noch groß ist. Hier liegt mit Sicherheit eine reelle Gefahr, dass Menschen Geld verlieren, nur weil sie einem Hype folgen.“
btc-echo.de

China setzt auf Blockchain
In einer öffentlichen Rede sprach sich Präsident Xi Jinping offen für die Blockchain aus, und sprach von einer „neuen Generation“ von Technologien, die „Durchbrüche“ bringen werde: „Die neue Generation der Informationstechnologie, dargestellt durch künstliche Intelligenz, Quanteninformation, mobile Kommunikation, Internet der Dinge und Blockchain, beschleunigt Durchbrüche in ihrem Anwendungsbereich.“ Die chinesische Regierung arbeitet aktuell aktiv am Vorantreiben der Technologie, und hat erst kürzlich 26 Ratings für Kryptowährungen veröffentlicht. Zudem sind eine Reihe von Projekten in Arbeit, wie ein Regierungssprecher bestätigte: „Wir haben nachweisbare Blockchain-Programme in China etabliert und fast 200 private Unternehmen haben ihr Interesse bekundet, an diesen teilzunehmen. Das wird dazu beitragen, dass die Blockchain-Technologie und -Industrie transparenter und offener werden.“ Offizielle Regierungsratings für Blockchain-Projekte seien ebenfalls in Arbeit.
cointelegraph.com

Investor-Tod vernichtet Ripple-Vermögen
Der US-Milliardär Matthew Mellon war einer der ersten großen Investoren in die Kryptowährung Ripple, auch bekannt als XRP. Er kaufte Coins für etwa zwei Millionen US-Dollar, seit 2017 stieg deren Wert nachhaltig – zuletzt soll sein Krypto-Vermögen umgerechnet über eine Milliarde US-Dollar wert gewesen sein. Nun ist der 54-Jährige vor wenigen Wochen überraschend verstorben, hatte sich zuvor jedoch nur einen Bruchteil davon auszahlen lassen. Sämtliche Passwörter, Passphrasen und Zugangsdaten für den Rest seines Vermögens hat der Milliardär mit ins Grab genommen. Laut seinem persönlichen Assistenten habe Mellon geradezu paranoide Angst vor Hackern gehabt, und die Informationen mit niemandem geteilt. Seine Familie wird deshalb große Schwierigkeiten haben, an die Schätze heran zu kommen, weshalb der Fall nun grundsätzliche Fragen zum Thema Erbrecht im Krypto-Bereich aufwirft. Immerhin gibt es anders als bei traditionellen Finanzprodukten keine zentrale Instanz die für die Abwicklung zuständig ist.
wired.de

Staatsanwaltschaft verkauft beschlagnahmtes Kryptogeld im Wert von 12 Millionen Euro
In Folge der Ermittlungen gegen das Medienportal LuL.to hat die bayerische Zentralstelle für Cybercrime beschlagnahmte Kryptowährungen aus dem Besitzt der Hauptschuldigen im Wert von mehr als 12 Millionen Euro verkauft. Die Bamberger Spezial-Staatsanwaltschaft ermittelte gemeinsam mit dem „CyberCrimeCompetenceCenter“ des sächsischen Landeskriminalamts seit 2015 in dem Fall LuL.to. Auf dem Portal wurden mehr als 200.000 E-Books und Hörbücher illegal angeboten. Der Verkaufsprozess der beschlagnahmten Währung zog sich über insgesamt knapp zwei Monate hin: In hunderten Einzeltransaktionen wurden insgesamt 1312,49 Bitcoin, 1399,04 Bitcoin Cash, 1312,49 Bitcoin Gold und 220,81 Ether auf einer Deutschen Handelsplattform veräußert. Die Ermittler hatten dabei Glück. Dass sie den Verkauf überhaupt durchführen konnte, setzte die Kooperation der Beschuldigten voraus, denn im Gegensatz zu Bargeld werden Bitcoin und Co. auf Festplatten in passwortgeschützten „Hardware Wallets“ verwahrt. Schließlich konnte aufgrund des derzeit hohen Kurses der Kryptowährung der höchste Verkauf in der deutschen Justizgeschichte durchführt werden.
heise.de, tagesspiegel.de

Juwelenhandel: Signet Jewellers setzt künftig auf die Tracr-Blockchain wired.de
Rekordumsatz: EOS erzielt in ICO-Phase vier Milliarden US-Dollar coincierge.de
Datenschutz-Grundverordnung: Was die DSGVO für die Blockchain bedeutet t3n.de

ZAHL

Laut einer chinesischen Studie beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Blockchain-Projekts lediglich 15 Monate. Nur acht Prozent der weltweit angelaufenen Unternehmungen seien zudem heute noch aktiv, so der report weiter.
btc-echo.de

ZITAT

Im Moment befinden wir uns in einer Blase. Die Krypto-Community ist definitiv in einer Blase. Ich glaube kaum, dass es viele Menschen gibt, die das bezweifeln.
Einer der Mitbegründer von Wikipedia, Jimmy Wales, eröffnete den zweiten Konferenztag der Blockchain-Messe Blockshow in Berlin.
btc-echo.de

BLOCKWART

Schluss machen per Blockchain
Das chinesische StartUp eDiamonds hat eine Kryptowährung nur für Paare entwickelt. Anstelle echter Diamanten sollen Partner zu besonderen Anlässen, oder auch einfach als Liebesbeweis, die gleichnamigen Krypto-Tokens austauschen. Damit könne man am aktuellen Tauschwert stets ablesen, wie viel die Beziehung wert sei. Allerdings: Der Handel kann immer nur mit einem Partner erfolgen, volle Monogamie also. Möchte eine Partie die Zweierbeziehung beenden, wird die andere ganz profan per Textnachricht informiert – die Coins bleiben anschließend im Besitz des jeweiligen Empfängers.
wired.de

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