KW 18: Initiative „TrustChain“ für transparenten Diamantenhandel, Automobilkonzerne bilden Blockchain-Konsortium, Schweiz bleibt Blockchain-Hub

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Initiative „TrustChain“ für transparenten Diamantenhandel
Es ist keine neue Idee, den Diamantenhandel mit Hilfe der Blockchain-Technologie sicherer und transparenter zu gestalten. Die Steine können von der Mine bis zum Endkäufer lückenlos nachverfolgt werden, was Fälschungen erschwert und eine ethische Herkunft verifizieren kann. Nun haben sich IBM, Asahi Refining, Helzberg Diamonds, LeachGarner, The Richline Group und der unabhängige Verifikationsdienst UL zur TrustChain-Initiative zusammengeschlossen, die eben diese transparente Lieferkette wahr machen soll. IBMs Senior Vice President of Global Industries, Platforms, and Blockchain, Bridget van Kralingen, erklärt, dass viele Kunden Wert auf diese Sicherheit legen – 65 Prozent seien bereit, mehr für Produkte aus nachhaltiger Herkunft zu bezahlen.
wired.de

Automobilkonzerne bilden Blockchain-Konsortium
In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben BMW, Ford, General Motors und Renault die Gründung der neuen „Mobility Open Blockchain Initiative“ bekannt gegeben. Auch viele weitere Unternehmen sind an der Stiftung beteiligt, unter anderem Accenture, Bosch, IBM, der Automobilzulieferer ZF, die Blockchain-Plattform Hyperledger sowie die Stiftung hinter der Kryptowährung IOTA.  Die Firmen haben sich zum Ziel gesetzt, die Verwendung von Blockchain-Technologie in Fahrzeugen und Verkehrssystemen voran zu bringen. Laut der Pressemitteilung geht es dem Konsortium darum, „gemeinsam einheitliche und quelloffene Standards zu schaffen, so dass Verkehrsteilnehmer zum Beispiel direkt über ein Blockchain-Netzwerk Transaktionen mit Behörden und Dienstleistern tätigen können“.
heise.de

Schweiz bleibt Blockchain-Hub
Nach wie vor kann die Schweiz einen Vorreiter-Status in Sachen Blockchain verzeichnen. So wurden dort die drei lukrativsten ICOs des vergangenes Jahres durchgeführt, die insgesamt über 400 Millionen US-Dollar einbringen konnten. Vor allem die wohlhabende Gemeinde Zug gilt als Mittelpunkt der Szene, und hat sich sogar den Spitznamen Crypto Valley eingefangen. Unter anderem befinden sich dort die Crypto Valley Labs, in denen einige der ambitioniertesten Blockchain-StartUps der Branche an ihren Entwicklungen arbeiten. Der Wirtschaftsminister der Region, Matthias Michel, erklärt, es handle sich um „eine organische Ansammlung von vorausschauenden Entwicklern, die sich auf das unternehmensfreundliche Steuerrecht des Landes stützen, um das Wachstum in ihrer Branche zu fördern“. Dennoch gibt es, gerade aus der Schweizer Finanz-Branche, auch heftige Kritik am Krypto-Hype.
coincierge.de

Sony reicht Blockchain-Patent ein
„Blockchain-Based Digital Rights Management (DRM)“ ist der Titel des Patents, das die Sony Corporation und Sony Pictures Entertainment in den USA angemeldet haben sollen. Das Unternehmen möchte also künftig die digitalen Berechtigungsdaten der User in der Blockchain speichern und verwalten. DRM-Systeme funktionieren klassischerweise über einen Drittanbieter, bei dem Daten hinterlegt sind, auf die nur berechtigte Nutzer Zugriff erhalten. Dieser Drittanbieter entfällt, wenn das System über die Blockchain abgewickelt wird. Ein mögliches Anwendungsgebiet für Sony ist das Playstation Network, über das User etwa Games erwerben und spielen können. Unter Umständen ist diesem Zusammenhang auch eine eigene Kryptowährung denkbar, konkret gibt es darauf aber noch keine Hinweise.
btc-echo.de

Venezuela bietet Öl-Rabatt bei Petro-Zahlung
Venezuela will Rohöl-Importe anscheinend um bis zu 30 Prozent vergünstigen, wenn Indien die landeseigene Kryptowährung Petro verwendet. Mohit Karla, CEO von Coinsecure erklärt: „Sie gehen in verschiedene Länder und machen Angebote. Das Angebot an die indische Regierung lautet: sie kaufen Petro und wir geben ihnen 30 Prozent Rabatt auf Ölkäufe.“ Experten befürchten, dass die venezolanische Regierung internationale Sanktionen untergräbt, und den Wert der Kryptowährung über den Ölpreis manipuliert. In den USA wurde der Petro-Kauf aus diesem Grund bereits verboten, in Venezuela aber soll die Coin bis 2020 zur offiziellen Währung werden.
coincierge.de

Basel: Universität speichert Zertifikate auf der Blockchain focus.de
Betrug: Vertcoins Twitter-Account gehackt wired.de
Saudi-Arabien: Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie veranstaltet Blockchain-Bootcamp focus.de
Blockchain-as-a-Service: Huawei stellt eigene Plattform vor elektroniknet.de

ZAHL

Laut dem Co-Gründer der Social-Media-Plattform Reddit soll Ethereum bis Ende des Jahres einen gewaltigen Wertsprung hinlegen, und einen Wert von 15.000 US-Dollar erreichen.
coincierge.de

ZITAT

Was vorzeigbare Vorteile angeht, gibt es wenig bis nichts.
Martin Walker, Financial Software Product Manager beim Center for Evidence-Based Management, fand bei der Blockchain-Anhörung vor dem britischen Parlament wenig gute Worte für den Einsatz der Technologie im Finanzsektor.
btc-echo.de

BLOCKWART

Grindcore-Warnung bei Bitcoin-Kursabfall
In der Comedy-Serie „Silicon Valley“ richtet sich Entwickler Bertram Gilfoyle ein Warnsystem ein, um den schwankenden Bitcoin-Kurs im Auge zu behalten: Wann immer der Wert unter eine vorgegebene Grenze sinkt, ertönt als Warnung der Grindcore-Song „You Suffer“ von Napalm Death. Mit 1,31 Sekunden ist es ein extrem kurzes Lied, das eigentlich nur aus einem Schrei besteht. Dieses System kam als Running Gag in der Serie gut an, nun hat es eine isländische Design-Agentur wahr gemacht: Auf Bitcoinvolatility.io kann man seinen eigenen Grenzwert eingeben, fällt der Kurs darunter stößt das System eine ohrenbetäubende Warnung aus. Zudem kann der Wert der Kryptowährung in Echtzeit verfolgt werden.

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