KW 17: Amazon präsentiert Blockchain-Cloud-Service, Belgien spendet Millionen an Welternährungsprogramm der UN, Wikipedia befürchtet Interessenkonflikt bei Krypto-Besitzern

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Amazon präsentiert Blockchain-Cloud-Service
Mit dem neuen Blockchain-as-a-Service-Angebot macht Amazon Anbietern wie IBM und Google Konkurrenz. Die sogenannten „AWS Blockchain Templates“ sollen es Usern ermöglichen, ein eigenes Blockchain-Netzwerk zu erstellen, das wahlweise auf Ethereum oder Hyperledger Fabric basiert. Dank der Templates soll dies in kürzester Zeit und nur mit ein paar Klicks möglich sein. In einem Blog-Post erklärt der Vize-Präsident von Amazon, Jeff Barr, dass die Templates selbstständig „alle benötigten AWS-Ressourcen erstellen und konfigurieren“. Der Service soll Kunden dabei unterstützen, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Technologie zu erkennen und für ihre eigenen Zwecke optimal zu nutzen.
t3n.de

Belgien spendet Millionen an Welternährungsprogramm der UN
Mit zwei Millionen Euro unterstützt Belgien zwei UN-Projekte, die für eine „gerechtere und effizientere Verteilung von Hilfsgütern“ sorgen sollen. Einerseits soll der Einsatz von Drohnen in Krisengebieten gefördert werden, die mit hochauflösenden Bildern schnelle und exakte Aufklärungsarbeiten leisten können. Zum anderen unterstützt Belgiens Spende den Einsatz von Blockchain-Technologien in jordanischen Flüchtlingscamps. Das Projekt „Building Block“ macht möglich, dass die Zahlung von Hilfsgeldern an 100.000 Syrer transparent und effizient von Statten gehen kann. Demnächst soll es auf weitere Länder ausgeweitet werden. Belgiens Vizepremier und Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Alexander de Croo, sagte in seiner Stellungnahme zu der Spende: „Innovation rettet Leben. […] Nur indem wir bessere Wege finden, Hilfslieferungen zu verteilen, werden wir die Lücke zwischen dem Bedarf und der Hilfe vor Ort schließen können. Belgien lobt die Bemühungen des WFP, sich neue Lösungen auszudenken, um mehr Leben zu retten und mehr Menschen in Not zu helfen.“
btc-echo.de

Wikipedia befürchtet Interessenkonflikt bei Krypto-Besitzern 
Die Online-Enzyklopädie definiert sich über ihre absolute Neutralität und Objektivität. Um diese zu gewährleisten, werden auf der Seite „Interessenkonflikte“ Fälle aufgezählt, in denen ein Autor zu einem bestimmten Thema keine Artikel schreiben und editieren darf. Nun hat die Plattform die englischsprachige Version dieser Page aktualisiert, und schließt alle Besitzer von Krypto-Währungen vom Erstellen entsprechender Einträge aus: „Jede externe Beziehung – ob persönlich, religiös, politisch, wissenschaftlich, rechtlich oder finanziell (einschließlich das Halten einer Kryptowährung) – kann einen Interessenkonflikt auslösen. Wie eng die Beziehung sein muss, bevor sie auf Wikipedia zum Problem wird, wird vom gesunden Menschenverstand bestimmt,“ heißt es auf der Seite. Im nächsten Abschnitt wird jedoch festgelegt, dass Experte eines Fachgebiets durchaus Wikipedia-Einträge darüber verfassen dürfen, da von ihnen Neutralität erwartet wird. Einfache Coin-Besitzer gelten demnach aber nicht als „Subject-Matter Experts“.
btc-echo.de

Offene Blockchain-Handelsplattform Batavia nimmt Betrieb auf
Die Batavia-Plattform ist eine Kooperation zwischen IBM, der Bank of Montreal, der CaixaBank, der Commerzbank, der Erste Group und der United Bank of Switzerland, und soll Transaktionen in Zukunft effizienter, transparenter und kostengünstiger machen. Nun wurden erste Warentransfers über das System durchgeführt, Medienberichten zufolge wurden „Autos von Deutschland nach Spanien und Möbelproduktionstextilien von Österreich nach Spanien“ geschickt. Handelsdaten und smarte Zahlungen sind auf der Blockchain hinterlegen, und bilden laut der Commerzbank so „eine wichtige Grundlage für Risikomanagement- und Finanzierungsinstrumente auf Blockchain-Basis“.
wired.de, de.cointelegraph.com

Bitcoin-Kurs erholt sich 
Nach stürmischen Zeiten scheint es bei der größten Kryptowährungen wieder aufwärts zu gehen: Bitcoin überschritt am Dienstag erstmals seit einem Monat wieder die 9.000 US-Dollar-Marke. Joe Van Hecke vom Chicagoer Handelshaus Grace Hall Trading ist sich sicher, dass ein Ende der aktuellen Krypto-Rally nicht in Sicht ist: „Wenn es keine bedeutenden schlechten Nachrichten gibt, könnte der Bitcoin die 10.000 Dollar leicht überschreiten.“ Als Gründe für den jüngsten Kursabfall nennt er etwa die Unsicherheit über staatliche Regulierungen, und Stichtage wie das chinesische Neujahrsfest oder die Deadline für die amerikanische Steuererklärung, zu denen viele Anleger ihre Gewinne mitnahmen. Nun gebe es allerdings drei Trends, die für einen stetigen Aufschwung sprechen: Die Überhitzung des Marktes ist korrigiert, viele institutionelle Investoren sind eingestiegen und sorgen für Sicherheit, und es wird beständig an neuen Technologien gearbeitet, die Bitcoin-Zahlungen im Alltag erleichtern werden.
wiwo.de

Iran: Zentralbank verbietet Kryptowährungen btc-echo.de
Goldman Sachs: Erster Kryptowährungs–Trader eingestellt coincierge.de
Diamantenhandel: Al Kasir Group setzt auf Blockchain-Technologie businesswire.com
Wegen Bug: Krypto-Exchange OKEx stoppt vorübergehend ERC20-Einzahlungen btc-echo.de

ZAHL

Rund 16,20 Euro ist ein Bitcoin tatsächlich wert. Das wollen zwei Ökonomen bei üppigem Essen und zwei Flaschen Wein als sogenannte „Côtes-du-Rhône-Theorie“ berechnet haben.
wired.de

ZITAT

Wir befinden uns mitten in einer Demokratisierung des Finanzsystems.
Der Schweizer Kryptowährungsexperte und Gründer des Crypto Valleys, Johann Gevers, diskutierte auf dem „4Gamechangers Festival“ in Wien die Bedeutsamkeit von Blockchain und Bitcoin.
futurezone.de

BLOCKWART

Krypto-Coins statt Taschengeld
Wenn es nach dem StartUp Pigzbe geht, sollen Kinder ihr Taschengeld künftig in Wollo-Tokens bekommen. Mit einem zugehörigen Hardware-Device inklusive Spiele-App, sollen sie so frühzeitig ein Verständnis für Geld, Finanzen und digitale Währungen entwickeln. Per App können Familienmitglieder Wollos überweisen, das Kind sieht den Geldeingang auf seinem Controller, der zugleich auch als Wallet dient. Spielerisch können sie damit eigene Spar-Plätze anlegen, und den aktuellen Wert der Coin nachverfolgen. Das öffentliche ICO wird am 11. Juni stattfinden – ob Kinder aber wirklich so viel Interesse am Sparen haben, sei dahingestellt.
wired.de

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