KW 16: Blockchain als Ausweis-Ersatz für Obdachlose, Neue Bitcoin-Automaten in Washington, D.C. , Mehr Sicherheit für MasterCard-Kunden mit Blockchain-Patent

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Blockchain als Ausweis-Ersatz für Obdachlose
Die US-Stadt Austin plant ein Projekt, bei dem Menschen ohne Wohnsitz ihre persönlichen Daten in der Blockchain speichern lassen können. Haben sie etwa ihren Personalausweis oder Führerschein verloren, ist es gerade in den USA oft schwer für Obdachlose, Ersatz zu bekommen. Ohne gültige Identifikation bleiben ihnen hingegen zahlreiche Hilfsprogramme verschlossen. Die Blockchain-ID könnten sie beispielsweise im Gespräch mit Sozialarbeitern, oder beim Arzt beziehungsweise im Krankenhaus einsetzen. Initiiert hat das Projekt Austins Bürgermeister Steve Adler: „Austin ist eine kreative, innovative Stadt und ich freue mich, dass wir diese Kernwerte bei unserer Herangehensweise anwenden, denjenigen zu helfen, die obdachlos sind.“
wired.de

Neue Bitcoin-Automaten in Washington, D.C.
Der Bitcoin-Automaten-Hersteller Coinsource wagt sich nach Washington D.C. Der Bedarf für die Automaten sei „recht hoch“ heißt es von dem Unternehmen, weshalb künftig auch zwölf im und um das Regierungsviertel zu finden sein werden. Insgesamt befinden sich in den USA dann fast 200 dieser Geräte, an denen der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen direkt möglich ist. „Wir treffen in Washington D.C. auf einen Wendepunkt, an dem Regulatoren den Wert und das Potential von dezentralisierten Währungen und der Blockchain-Technologie erkennen. Jede Innovation, die es in der Geschichte gab, kam auf die ein oder andere Weise durch unsere Hauptstadt. Wir freuen uns, nun auch in Washington D.C. und den umgebenden Gebieten einfachen Zugang zu haben, um Bitcoin zu kaufen und zu verkaufen,“ so der CEO von Coinsource, Sheffield Clark, in einem Statement. Die Aktion scheint sich eher an Politiker und Lobbyisten zu wenden als an wirkliche Nutzer.
btc-echo.de

Mehr Sicherheit für MasterCard-Kunden mit Blockchain-Patent
Das Kreditkarten-Unternehmen hat offenbar vor, die Sicherheit von Kundendaten mittels einer Blockchain-Anwendung zu verbessern. Die Identitätsdaten der Kunden sollen von einer semiprivaten oder privaten Blockchain empfangen und gesichert werden. Das System generiert, laut der Patentanmeldung „eine Datei für jede Einheit, mit einem Public Key und dem geografischen Zuständigkeitsbereich. Diese untergeordneten Dateien erhalten dann von einer übergeordneten Einheit eine digitale Signatur. Daraufhin erzeugt ein Hashing-Modul des Servers einen Identitätswert für jede Einheit und einen Block mit dem Datensatz des neuesten Blocks und einem Zeitstempel.“ Dank der privaten Blockchain ist es dabei nur bestimmten Nodes möglich, Daten einzuspeisen. So sollen etwa Registrierungen mit Scheinidentitäten verhindert werden können.
btc-echo.de

NASA forscht an Blockchain-Anwendungen fürs All
Die US-Raumfahrtbehörde hofft, mit Hilfe der Blockchain-Technologie die Navigation von Raumfahrzeugen dezentralisieren zu können, und hat deshalb in ein entsprechendes Forschungsprojekt investiert. Im Rahmen des Projekts „Resilient Networking and Computing Paradigm“ will Jin Wei Kosics innerhalb der nächsten drei Jahre Anwendungsmöglichkeiten der Ethereum-Blockchain für NASA entwickeln, „die eine dezentrale und robuste Steuerung und Datenauswertung für unbemannte Raumfahrzeuge hervorbringen sollen“. Sonden und Satelliten könnten damit mehr Daten sammeln, oder auch ganz neue Aufgaben übernehmen. Zudem könnten unbemannte Raumfahrzeuge etwa in der Lage sein, Hindernissen selbstständig auszuweichen. Sollte das Konzept funktionieren, sind auch viele kommerzielle Anwendungen möglich.
wired.de

LocalBitcoin verlangt Nutzerdaten
Bislang war LocalBitcoin als anonyme Handelsplattform bekannt – mit etwas Geld auf dem Konto konnte dort Jedermann Bitcoin kaufen und verkaufen. Nun beugen sich die Macher offenbar dem Druck lokaler finnischer Behörden, und führen Anti-Geldwäsche- (AML) und Know-Your-Customer-Maßnahmen (KYC) ein. Der Handel ist damit nur noch für identifizierte User möglich, die etwa persönliche Ausweis-Daten hinterlegt haben. In den sozialen Medien hagelte es Kritik an der Änderung, viele Nutzer sind auf der Suche nach einer anderen Plattform mit gewährleisteter Privatsphäre. Ein möglicher Kandidat ist die dezentrale Börse Bisq, in einem Tweet begrüßte der Service die „vielen neuen Follower infolge der LocalBitcoin KYC Neuigkeiten“. In Deutschland ist LocalBitcoin ohnehin verboten.
coincierge.de

Japan: Handelsplattform Kraken will Betrieb einstellen coincierge.de
JP Morgan: Bankkunden klagen gegen Krypto-Gebühren handelsblatt.de
Christine Lagarde: Chefin des Internationalen Währungsfonds sieht „Potential“ in Bitcoin wallstreet-online.de
Malware: Erpressungstrojaner XioaBa wird zum Krypto-Miner heise.de

ZAHL

Weniger als 1 Prozent aller Bitcoin-Transaktionen weisen auf illegale Aktivitäten hin. Das hat eine neue Studie der Foundation for Defense of Democracies herausgefunden.
btc-echo.de

ZITAT

Uns läuft die Zeit davon.
Zum Auftakt der EventHorizon-Konferenz, die diese Woche in Berlin stattfand, fand Journalist und Blockchain-Experte Michael J. Casey deutliche Worte zum Energieverbrauch der Technologie, und warnte vor dem Klimawandel.
futurezone.de

BLOCKWART

Pornhub akzeptiert Kryptowährung Verge, Kurs steigt
Auf der Plattform für Erwachsenenunterhaltung, sowie allen weiten Webseiten die zum Pornhub-Imperium gehören, können Nutzer künftig mit der Kryptowährung Verge für Premium-Mitgliedschaften und andere Services bezahlen. Pornhub habe sich für diese Coin entschieden, da Verge großen Wert auf die Anonymität seiner User legt. Wie der Online-Dienst mit den zu erwartenden Kursschwankung umgehen wird, ist nicht bekannt. In direkter Folge an die Ankündigung legte Verge erst einmal kräftig zu, der Wert stieg von 0,08 US-Dollar auf knapp 0,12 US-Dollar. Dieser Effekt war jedoch sehr kurzlebig, aktuell liegt die Coin bei 0,07 US-Dollar.
futurezone.at, coincierge.de

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