KW 15: Blockchain im Zentrum des EU Digital Day, Blockchain in der Wissenschaft, Das Blockchain-Smartphone kommt

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Besser spät als nie: Eurokraten entdecken die Blockchain
Auf dem Digital Day der EU drehte sich alles um die Blockchain: „Der europäische Technologie-Sektor sieht die Blockchain als Gebiet, in dem Europa bestens positioniert ist, eine führende Rolle zu spielen. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass wir dafür investieren müssen – sowohl politisch als auch finanziell.”, so die Eröffnungsrede des EU-Kommissions-Vize Andrus Ansip. Um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, unterzeichneten anschließend 22 Mitgliedsstaaten die Blockchain Partnership Initiative. Ziel der Partnerschaft ist eine gemeinsame Förderung von Entwicklungen im Bereich der Blockchain-Dienstleistungen, und die „fragmentierte[n] Vorstöße Einzelner zu vermeiden“. Bis 2019 soll es zur Einführung erster grenzübergreifender Blockchain-Dienstleistungen kommen. Die EU-Kommissarin für Digitalwirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, freute sich über das Projekt: „Die heute geschlossene Partnerschaft hilft Mitgliedsstaaten gemeinsam mit der EU-Kommission das enorme Potential der Blockchain in bessere Dienstleistungen für die Bürger zu wandeln“. Kritiker zeigen sich realistisch: erste Früchte der Initiative würden wohl zeitgleich zur Eröffnung des Berliner Flughafens erwartet.
btc-echo.de

Blockchain in der Wissenschaft
Seit Jahren wird von vielen Forschern mehr Offenheit in der Wissenschaft gefordert, die Blockchain-Technologie kann dieses Ziel voranbringen. Einzelne Schritte von Experimenten und Forschungsprojekten können absolut nachvollziehbar dokumentiert werden, so dass eindeutig definiert werden kann, wer wann welchen Versuch unternahm. Mehr noch: „Die Blockchain würde es möglich machen, dass man die Datenerhebung- und Nachbearbeitung genau beweisen kann. Sie macht die Daten unfälschbar”, so Sönke Bartling vom Thinktank „Blockchain for Science“. Auch mache es die Technologie deutlich einfacher, Ergebnisse exakt zu reproduzieren. Der Datenwissenschaftler Daniel Himmelstein ist jedoch einer derjenigen, die den umfassenden Einsatz von Blockchain kritisch sehen: „Wenn sie nicht absolut notwendig sind, sollte man Blockchains vermeiden“ – immerhin würde in den meisten Fällen eine reguläre Datenbank ausreichen. Sönke Bartling organisiert inzwischen Konferenzen und andere Veranstaltungen für bereits bestehende Projekte – im November soll die erste internationale „Blockchain for Science“-Konferenz in Berlin stattfinden.
wired.de

Das Blockchain-Smartphone kommt
Das schweizerisch-israelische StartUp Sirin Labs arbeitet gemeinsam mit dem Hersteller Foxconn, der etwa auch Teile von Apples iPhone herstellt, an dem weltweit ersten Smartphone mit Blockchain-Technologie. Sirin-Gründer Moshe Hogeg verspricht, dass man Kryptoanlagen damit „endlich“ massentauglich machen werden. Finney soll das Gerät heißen, und mit einem integrierten Krypto-Wallet Transaktionen mit Bitcoin und Co. einfacher und sicherer machen. Aktuell sei die Nutzung von Krypto-Coins im Alltag zu kompliziert, und damit unattraktiv für einen Großteil der Bevölkerung. Dreistellige Millionen-Investitionen konnten die Macher für das Projekt sichern, so dass das Krypto-Phone bereits im Oktober diesen Jahres auf den Markt kommen soll. Der angepeilte Verkaufspreis von 999 US-Dollar soll dank geplanter Lizenzvereinbarungen mit anderen Handyherstellern zeitnah auf etwa 200 Dollar sinken.
faz.net

Pakistan will ICOs und Kryptowährungen doch nicht verbieten
Entgegen einiger Medienberichten in letzter Zeit, hat die Zentralbank von Pakistan offenbar keine Pläne, Initial Coin Offerings oder den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. In einer Pressemitteilung teilte die Zentralbank mit, dass keine der Digitalwährungen offiziell anerkannt oder lizenziert sei, ein Verbot bedeute das jedoch nicht. Gleichwohl warnt man vor den vielzitierten Gefahren wie Kursschwankungen und Hacking-Angriffen. Auch habe man „allen Wechselstuben, Mikrofinanz-Instituten und sonstigen Geldhäusern des Landes geraten, für ihre Kunden keine Transaktionen von Kryptowährungen durchzuführen“. Auch im Nachbarland Indien existiert entgegen hartnäckiger Meldungen kein entsprechendes Verbot.
btc-echo.de

Die Blockchain-Revolution
Die vielen Schlagzeilen um Bitcoin und Co. lassen leicht vergessen, dass Blockchain viel mehr ist als Kryptowährungen. Doch die Technologie kann viel mehr als das, und hat das Potential nicht nur die Wirtschaft, sondern alle Bereiche unserer Gesellschaft zu revolutionieren. Ein Beispiel dafür ist etwa „Edgecoin“ im Bildungssektor, eine Blockchain auf der Zeugnisse und Zertifikate fälschungssicher hinterlegt werden können. Im Gesundheitsbereich wollen Dienste wie „Medixain“ eine Datenbank mit Patienteninformationen schaffen, auf die ausgewählte Krankenhäuser, Praxen, oder etwa Apotheken Zugriff haben. Projekte wie „Grid Singularity“ fördern Energieeffizienz, und damit den Klimaschutz, durch die dezentrale Energie-Handelsplattformen. Ein besonders großes Potential besteht auch und vor allem in der Entmachtung von Datenkraken wie Google oder Facebook, deren Monopol-Stellung als Vermittler dank der dezentralisierten Technologie gefährdet ist.
handelsblatt.com

Chiles Nationale Energiekommission integriert Ethereum-Blockchain coincierge.de
Positionspapier des Blockchain Bundesverbands jetzt auf deutsch verfügbar btc-echo.de
Forscher prognostizieren das Ende der Bitcoin-Blase t3n.de
Non-Profit-Organisation „Sovrin Foundation“ will dank Blockchain für Privatsphäre im Internet sorgen computerworld.ch

ZAHL

25 Millionen US-Dollar investierte das Blockchain-Unternehmen Ripple Labs nach eigenen Angaben in den Venture Capital Fond von Blockchain Capital. Davon erhofft man sich unter anderem neue Anwendungen für die hauseigene Kryptowähung XRP.
wallstreet-online.de

ZITAT

Mining-Malware wird seit einigen Jahren eingesetzt, aber es ist wahrscheinlich, dass 2018-19 eine der Hauptbedrohungen eine neuere Technik von Mining-Malware ist, die Besucher von Webseiten ausnutzt.
Das britische National Cyber Security Centre sieht im sogenannten Cryptojacking eine der großen neuen Bedrohungen für User.
coincierge.de

BLOCKWART

Royal Coin als Hochzeitsgeschenk
Prinz Harry und Meghan Markle können sich über ein ganz besonderes Geschenk zu ihrer bevorstehenden Vermählung freuen: Royal Coin nennt sich die eigens generierte Kryptowährung, die auf der Ethereum-Blockchain basiert. Im Rahmen einer „Spenden-Finanzierung“ sollen 100.000 Ether gesammelt werden, umgerechnet etwa 40 Millionen US-Dollar. Das royale Paar hat drei wohltätige Organisationen ausgewählt, denen der Erlös zu Gute kommen soll: Sentebale, die Invictus-Spiele, sowie die Königliche Stiftung. Ein Statement von ICO Rocket, dem Betreiber des ROYL-Token bestätigt: „Wir beabsichtigen, die Spenden zu gleichen Teilen auf die Wohltätigkeitsorganisationen aufzuteilen und glauben, dass die Teilnahme von Menschen weltweit, an dieser Geste des guten Willens, eine starke Botschaft… bei der Feier der königlichen Hochzeit vermitteln würde.“
coincierge.de

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