KW 14: BMW will Lieferketten mit Blockchain nachvollziehbar machen, Digitalstaatsministerin unterstützt Euro-Tokens, Banker und Blockchain – Hohe Erwartungen aber geringe Investitionen

NACHRICHTEN

BMW will Lieferketten mit Blockchain nachvollziehbar machen: Dank der Blockchain will der Autohersteller BMW seine weltweiten Lieferketten von Rohstoffen und Bauteilen zurückverfolgbar machen. So könnte unter anderem der Abbau von Kobalt beeinflusst werden. Kobalt wird oft unter schlechten Bedingungen und dem Einsatz von Kinderarbeit gewonnen. BMW wandte die Blockchain-Technologie bereits beim Einkauf von Frontleuchten 2019 an. “In diesem Jahr wollen wir das Projekt auf zahlreiche weitere Zulieferer ausweiten”, so BMW-Einkaufsvorstand Andreas Wendt.
zeit.de

Breitling nutzt Blockchain: Breitling, der Schweizer Hersteller von Luxusuhren plant eine limitierte Auflage von Uhren, die nach dem Blockchain-Protokoll Arianee zertifiziert werden. Damit wird jeder Uhr eine einzigartige digitale Identität zugewiesen. Mit dem Kauf einer Uhr kann eine Wallet heruntergeladen werden, die die Produktdaten sicher aufbewahrt. Der digitale Pass kann beim Verkauf einer Uhr übertragen werden.
cvj.ch

Digitalstaatsministerin unterstützt Euro-Tokens: Dorothee Bär, die deutsche Digitalstaatsministerin, unterstützt den Vorschlag der sogenannten Euro-Tokens. Die Idee wurde im Rahmen des Hackathons “WirVsVirus” entwickelt, der von Bär begleitet wurde. Sie erklärte: “Im Rahmen des Hackathons wurde ein blockchainbasiertes System zur Verteilung von Konsumgutscheinen vorgeschlagen. Konkret würden Bundeszuschüsse an Unternehmen und Verbraucher mithilfe von Euro-Token ausbezahlt.” In der Corona-Krise könne man so staatliche Zuschüsse zielgerichtet, unbürokratisch und transparent zur Verfügung stellen.
handelsblatt.com

Neue Blockchain-Sammlung Tuweni: Das Apache-Projekt Tuweni ist eine Sammlung von Programmierbibliotheken und Werkzeugen zur Entwicklung von Blockchainsoftware. Kürzlich wurde die Version 1.0 der Sammlung veröffentlicht. Trotz der Veröffentlichung handelt es sich um ein Projekt im Incubator-Status. Das bedeutet, dass bisher nicht bewiesen ist, dass es den Prinzipien eines vollwertigen Projekts der Apache Software Foundation entspricht.
heise.de

Datenschutz: Xage adds full-stack data protection to blockchain security platform techcrunch.com
Stable Coin: Tether druckt mal kein Geld btc-echo.de
Ethereum: Daten zeigen, dass Ethereum eine starke Abwärtsbewegung erfahren könnte coincierge.de
Mining: Große Investition ins Bitcoin Mining durch HIVE kryptoszene.de

ZAHL DER WOCHE

400 Millionen US-Dollar könnte der Kryptomarkt Binance für die Webseite CoinMarketCap zahlen.
forbes.com

-Anzeige-
Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

Numerai trotzt Krypto-Verfall: Die Kryptowährung Numerai konnte dem großen Abverkauf im Zuge der Krise an den Kryptomärkten entgehen. Die Währung konnte ihren Kurs fast verdoppeln. Zwar liegt Numeari was Marktkapitalisierung betrifft nur auf Platz 55, wegen ihrer zugehörigen Plattform ist die Währung jedoch bei Quant-Tradern, die sich auf künstliche Intelligenz spezialisieren, beliebt. Die Trader benötigen dafür umfangreiche und gut strukturierte Daten. Die Numerai-Plattform ist in der Lage, diese zu liefern. Numerai will einen komplett dezentralen Hedgefonds aufsetzen. Jeder kann mitmachen und das Aufsetzen von profitversprechenden Modellen wird belohnt. Das sogenannte Numerai Tournament bewertet wöchentlich die unterschiedlichen Handelsempfehlungen der Teilnehmer. Gewinner-Modelle steigen dabei im Ranking.
btc-echo.de

Banker und Blockchain – Hohe Erwartungen aber geringe Investitionen: Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC kommt zu dem Schluss, dass die Umsetzung der Blockchain trotz hoher Erwartungen vieler Top-Banker in Deutschland auf sich warten lässt. Für die Studie wurden 302 deutsche Banken, Versicherer und Vermögensverwalter befragt, die laut eigenen Angaben die Blockchain-Technologie zumindest grundlegend verstanden. Drei Viertel der Befragten sehen die Blockchain als relevant für ihr Unternehmen an. Trotzdem beschäftigt sich nur weniger als ein Viertel der Unternehmen mit der Technik. Gerade einmal drei Prozent stellen ein Budget von über 100.000 Euro für die Entwicklung von Blockchain-Technologien bereit. PwC-Direktor Thomas Schönfeld sagte über die Studie: “Die befragten Manager haben das Potenzial der Technologie erkannt. Es mangelt jedoch an entsprechenden Aktivitäten.”
handelsblatt.com

ZITAT

“Momentan misstrauen die Leute dem Bitcoin noch. Sie gehen eher in das klassische Gold, weil sie über das digitale Gold noch nicht viel wissen.”
Philipp Sandner, Professor am Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management.
boerse.ard.de

BLOCKBUG

Tether auf der Suche nach Gold: Tether Limited bringt den Stable Coin Tether (USDT) heraus, der an den Wert eines US-Dollars geknüpft ist. Es gibt aber noch einen weiteren Stable Coin, der von Gold gedeckt wird. ERC-20 Token bilden das Edelmetall ab, um so einen schnellen Goldhandel zu ermöglichen. Dafür bunkert Tether Goldbarren in einem Schweizer Tresor. Je mehr digitale Einheiten “gedruckt” werden, desto mehr Gold benötigt Tether also. Momentan hat das Unternehmen jedoch offenbar Probleme, wegen der Corona-Krise und dem Lockdown in der Schweiz neues Gold zu kaufen. Angeblich befindet sich Tether deshalb nun auf der Suche nach einer neuen Quelle für das Edelmetall.
btc-echo.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Blockchain:

Blockchain-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings