KW 13: Auch Twitter unterbindet Krypto-Werbung, Sierra Leone: Doch keine Blockchain-Wahl, Monero nicht so anonym wie versprochen

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Auch Twitter unterbindet Krypto-Werbung
Facebook und Google hatten es vorgemacht, nun verbietet auch der Kurzbotschaftendienst Werbung für Krypto-Produkte auf seiner Plattform. Das Unternehmen teilte mit, um die Sicherheit der User zu gewährleisten, werden Anzeigen für „Kapitalbeschaffung in Kryptowährung und den Verkauf virtueller Wertmarken“ mit sofortiger Wirkung untersagt. Die bekannteste Kryptowährung, Bitcoin, musste als Reaktion auf die Ankündigung einen Wertverlust von acht Prozent hinnehmen, der Preis der Coin fiel damit auf unter 8.000 US-Dollar.
faz.net, handelsblatt.com

Sierra Leone: Doch keine Blockchain-Wahl
Es war eine kleine Sensation, die vor wenigen Wochen durch die Presse ging: Angeblich hatte Sierra Leone die erste nationale Wahl auf Blockchain-Basis durchgeführt. Das Schweizer StartUp Agora soll aktiv beteiligt gewesen sein. Nun stellt ein Tweet der National Electoral Commission, die die Auszählung durchgeführt hatte, klar: Es wurde keine Blockchain-Technologie eingesetzt. Vielmehr sei bei der Präsidentschaftswahl eine Weiterentwicklung einer Datenbank auf Basis von C++ und MySQL zum Einsatz gekommen, die bereits 2012 eingesetzt wurde. Auch Agora gab in einem Statement bekannt, man habe lediglich den Status eines Beobachters eingenommen. Die Beobachtung von 280 Wahlbüros im ganzen Land sei nur für firmeneigene Zwecke erfolgt.
btc-echo.de

Sicherheitslücken: Monero nicht so anonym wie versprochen
Die Kryptowährung Monero galt lange als deutlich anonymere Alternative zu Bitcoin, und ist deshalb auch ein beliebtes Zahlungsmittel im Darknet. Nun haben Forscher von verschiedenen Einrichtungen, darunter Princeton, Carnegie Mellon, Boston University, MIT und der University of Illinois, jedoch mindestens zwei massive Sicherheitslecks aufgedeckt: So war es vor 2017 möglich, Zahlungen auch ohne Anonymisierung zu versenden. Die entsprechenden Coins können dann jedoch bei späteren, eigentlich verschlüsselten, Überweisungen nach wie vor verfolgt werden. Nutzer können hier kaum nachvollziehen, ob ihr Geld betroffen ist. Um die Überweisungen zu anonymisieren vermischt Monero sie außerdem mit gefälschten Transaktionen, den Sicherheitsforschern gelang es aber relativ leicht, diese zu enttarnen. Immerhin diese Lücke soll mit einem Update inzwischen teilweise behoben sein.
golem.de

Coca Cola: Bessere Arbeitsbedingungen dank Blockchain
Der Getränkekonzern ist weltweit in allen Ländern bis auf Nordkorea tätig, und möchte sich nun dafür einsetzen, dass die internationalen Arbeitgeber ihre Verträge einhalten. Dafür wurde eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen State Department, der Bitfury Group, Emercoin und dem Blockchain Trust Accelerator angekündigt. Bis 2020 will das Unternehmen insgesamt „28 Länderstudien über Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Landrechte für seine Zuckerlieferketten durchzuführen“, und gemeinsam mit den Partner den Einsatz von Smart Contracts im Ethereum-Netzwerk vorantreiben. Die „transparente und unveränderliche Blockchain-Registrierung“ soll die Arbeitgeber dazu bringen, ihre Mitarbeiter fair zu behandeln. Ein spannendes Pilotprojekt, auch wenn noch abzuwarten bleibt, wie erfolgreich die Umsetzung sein kann.
fool.de

EU-Projekt für Smart Contracts im Musikvertrieb
Musiker und Autoren erhalten ihre Ausschüttungen von den Verwertungsgesellschaften wie GEMA und GVL oft mit großer Verspätung, und ohne genaue Angaben wie sich die Summen aufschlüsseln. Hier will das EU-Projekt Music Now ansetzen: Dank der Blockchain sollen nicht nur Abrechnungen schneller, transparenter und sicherer werden, Urheberrechte lassen sich zudem exakt hinterlegen und jederzeit zurückverfolgen. Aktuell arbeitet man daran, namhafte Experten wie das Fraunhofer Institut für digitale Medientechnologie oder das slowenische Jožef Stefan Institute zu vernetzen, aber auch StartUps und kleine Firmen die sich mit digitaler Musiknutzung beschäftigen werden etwa finanziell gefördert. Der Leiter von Music Now, Holm Keller, erklärt den europäischen Bezug zum Projekt: „Weil Streaming-Music im Internet einer der wenigen Bereiche ist, wo europäische Unternehmen Weltmarktführer sind. Und weil Blockchain eine der wenigen Technologien ist, die ganz entscheidend aus Europa gekommen sind […] Das heißt, wo wir eine Erfahrung haben, über Europas kulturellen Pluralismus eine Prägung haben und deswegen speziellen Gestaltungsspielraum vor uns haben, den wir nutzen sollten.“
deutschlandfunkkultur.de

Event: Die größte deutsche Konferenz zu Blockchain und Bitcoin findet am 4. April in Berlin statt coin-hero.de
Konsortium: Blockchain-Lösung für Container-Schifffahrt im Test inside-it.ch
Versicherungs-StartUp: B3i Service AG in Zürich testet Blockchain-Verträge sueddeutsche.de
Europäische Zentralbank: Einsatz von Blockchain-Technologie wird geprüft boerse.ard.de

ZAHL

225 Blockchain-Patente wurden 2017 in China angemeldet. Damit liegt das Land laut der World Intellectual Property Organization im weltweiten Vergleich deutlich auf Platz eins.
btc-echo.de

ZITAT

Bitte lesen Sie nicht ‘Blockchain for Dummies’ – nachher sind Sie noch dümmer als die Dummies.
Der Vorstand des brandneuen Instituts für Kryptoökonomie an der WU Wien, Alfred Taudes, gab ihm Rahmen der ersten „Vienna Innovation Party“ Tipps für Blockchain-Neulinge.
derbrutkasten.com

BLOCKWART

Krypto-Gemälde aus Legosteinen
Der amerikanische Künstler Andy Bauch hat ganz besondere Gemälde geschaffen: Die Kunstwerke der Serie „New Money“ sind aus bunten Legosteinen gebaut, und beinhalten die Private Keys seiner Krypto-Wallets. In den abstrakten Mustern verbergen sich neben Bitcoin und Litecoin auch Swagbucks, Cannabiscoin und Dogecoin. Vom 23. bis zum 25. März waren die Werke im Castelli Art Space in Los Angeles ausgestellt, ein Live-Feed informierte dabei in Echtzeit über den aktuellen Wert der Coins. Insgesamt betrug der Gesamtwert etwa 9.000 US-Dollar. Zwar hatte jeder Besucher der Galerie grundsätzlich die Möglichkeit, den Code zu entschlüsseln, die Käufer der Gemälde bekamen jedoch jeweils einen Tipp. Die Kaufpreise zwischen 1.500 und 4.800 US-Dollar lagen dabei über dem Krypto-Wert der Lego-Bilder.
btc-echo.de

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