KW 11: IWF auf Kuschelkurs mit Bitcoin und Co., Google will keine Krypto-Werbung, Mehr Sicherheit dank Blockchain in der Logistik

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IWF auf Kuschelkurs mit Bitcoin und Co.
Die internationale Finanzszene ist bislang nicht als großer Fan von Kryptowährungen aufgefallen. Die Europäischen Zentralbank sprach abfällig von „Krypto-Marken“, denen die staatliche Deckung zum Status einer echten Währung fehlte, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich veröffentlichte gerade eine Studie zu den Schwachpunkten von Bitcoin und Co. Jetzt äußert sich Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, fast schon versöhnlich. „Es wäre aber nicht klug, die Krypto-Assets zu verteufeln. Wir müssen ihr Potenzial anerkennen”, schreibt sie in einem Blogeintrag. In der dezentralen Struktur der Transaktionen lägen sowohl Reiz als auch Risiken, gerade was die Anonymität des Zahlungsmittels angehe.
welt.de

Google verbietet Krypto-Werbung
Google folgt dem Vorbild Facebooks, und will ab Juni keine Werbeanzeigen für Krypto-Produkte mehr ausspielen. Davon sind neben den bekannten Währungen auch Initial Coin Offerings, Krypto-Wallets oder Trading-Beratungen betroffen. Anzeigen für riskante binären Optionen werden eingeschränkt, das Unternehmen möchte allgemein gegen „hochriskante Finanzprodukte“ vorgehen. „Wir haben keine Kristallkugel, um zu wissen, wohin die Zukunft mit Kryptowährungen gehen wird. Wir haben jedoch genug Verbraucherschaden oder Potenzial dafür gesehen. Daher möchten wir uns dem mit äußerster Vorsicht nähern”, schreibt Google-Manager Scott Spencer.
btc-echo.de

Report: Mehr Sicherheit dank Blockchain in der Logistik
Während der Paketbote die Online-Bestellung wieder mal an den falschen Nachbarn liefert, denken DHL und der Technologieberater Accenture über die Zukunft nach. Ein Trend Report liefert spannende Einblicke. Gerade komplexe, globale Lieferketten profitieren von der verbesserten Transparenz und Nachverfolgbarkeit durch Einsatz der Blockchain. Dazu enthält der Bericht ein Proof of Concept Projekt für ein Anwendungsgebiet, in dem die Autoren viele Chancen sehen: Die Life Sciences and Healthcare Branche. Konkret zeigen sie einen Prototyp, bei dem Arzneimittel vom Ursprungsort bis zum Endverbraucher verfolgt werden, Fälschungen oder sonstige Manipulationen, aber auch menschliche Fehler, könnten damit ausgeschlossen werden. „Durch die Nutzung eines gemeinsamen, unauslöschlichen und sicheren Transaktionsregisters kann die Branche für die gesamte Lieferkette von der Herstellung bis zum Patienten viel höhere Sicherheitsstandards erzielen — und das zu deutlich günstigeren Kosten“, erklärt Andreas Baier von Accenture. Laut Interpol gibt es jährlich eine Million Todesfälle, die auf gefälschte Medikamente zurückzuführen sind.
it-daily.net

Mac-Software Calendar 2: Krypto-Mining als Bezahloption
Die Macher der Kalender-App, die regulär im Mac App Store erhältlich ist, haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Wer die kostenpflichtige Version mit allen Funktionen nutzen will, kann nicht nur zwischen einem einmaligen Preis von 17,99 US-Dollar, und einem Abo für monatlich 99 Cent wählen. Alternativ kann der User der App auch erlauben, über den eigenen Mac die Kryptowährung Monero abzubauen. Laut Ars Technica sei Calendar 2 damit eine der, oder sogar die erste, App, die Krypto-Mining als Bezahloption anbietet – rechtlich befinde man sich damit aber in einer Grauzone. Die Entwickler haben zudem bereits mindestens zwei Bugs zugegeben – Macs werden stärker ausgelastet als eigentlich geplant, und manchmal schürfe die App trotz Abwahl der Option weiter. Seit 14. März ist nun Calendar Version 2.6.2 im App Store verfügbar – ohne Mining-Option.
zdnet.de

Sierra Leone wählt per Blockchain
Kürzlich wurden in dem afrikanischen Land Präsidentschaftswahlen abgehalten – die ersten nationalen Wahlen weltweit, bei denen die Verantwortlichen auf Blockchain-Technologie setzten. Jede abgegebene Stimme wurde auf einem Permissioned Ledger von der Schweizer Stiftung Agora festgehalten. Die so gespeicherten Informationen sind von jedem frei einsehbar, können aber nur von autorisierten Personen validiert werden. Damit werden transparente Wahlen und ein dementsprechend höheres Vertrauen der Bevölkerung in den Prozess sichergestellt. Agora hat sich auf digitale Wahl-Lösungen spezialisiert, die Stiftung hofft nun auf weitere Einsätze der Technologie. „Wenn wir es in Sierra Leone schaffen, warum dann nicht woanders?“, so CEO Leonardo Gammar.
btc-echo.de

EU-Projekt: sonnen Gruppe beteiligt sich an „NEMoGrid“ solarserver.de
Russland: Meinungsforschungsinstitut setzt bei Wahlen auf Blockchain handelsblatt.com
Globalisierung: Dank Blockchain effektivere weltweite Lieferketten monitor.at
Landwirtschaft: StartUp will Gewächshäuser mit Krypto-Mining beheizen btc-echo.de

ZAHL

Bitte haben Sie Geduld: In 3 bis 5 Jahren soll die Blockchain-Technologie laut einer Studie von Roland Berger marktreif für die Finanzdienstleistungsbranche sein.
newsroom.sparkasse.de

ZITAT

Das wird Auswirkungen haben in allen möglichen Bereichen in den nächsten zehn, zwanzig Jahren. Die Blockchain ist gekommen um zu bleiben. Es nicht irgend so ein Buzzword, das vielleicht nach ein zwei Jahren verschwindet.
Professor Andreas Ittner von der Hochschule Mittweida stellt die Erfindung der Blockchain-Technologie auf eine Ebene mit Buchdruck, Telefonie oder Internet.
mdr.de

BLOCKWART

Kopfgeld für Krypto-Hacker
Die Kryptobörse Binance wurde kürzlich Opfer eines versuchten Hacker-Angiffs, in dessen Folge sie den Handel unterbrechen musste. Dies führte maßgeblich zu einem Kurseinbruch von Bitcoin und Co. Nun holt die Plattform zum Gegenschlag aus: Sie setzt ein Kopfgeld in Höhe von 250.000 US-Dollar für den ersten Hinweis aus, der zur Verhaftung des Angreifers führt. Der Haken? Das Geld wird nicht etwa in Dollar ausbezahlt. Stilecht wird der siegreiche Kopfgeldjäger den entsprechenden Gegenwert in Binance Coin erhalten, der hauseigenen Währung der Börse.
wired.de

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