KW 08: Venezuela verdient Millionen an eigener Kryptowährung, Hacker schürfen mit dem Tesla-Server, Lenovo meldet Blockchain-Patent an

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„Petro“: Venezuela verdient Millionen an eigener Kryptowährung
Das sind mal Geschäftsmodelle für Staaten am Rande der Pleite: Bereits am ersten Tag des Vorverkaufes der ersten staatlichen Cyber-Devise, kann Venezuela nach eigenen Angaben 735 Millionen US-Dollar verbuchen. „Heute wird eine Kryptowährung ins Leben gerufen, die es mit Superman aufnehmen kann“, freute sich Staatspräsident Nicolas Maduro. Seinen Finanzminister wird es noch mehr freuen. Bislang ist nicht bekannt, zu welchem Preis der Petro verkauft wurde, oder um wen es sich bei den Käufern handelt. Auch Beweise für die Höhe der Einnahmen lieferte Maduro zunächst nicht. Die Kryptowährung soll dem Land aus seiner tiefen Rezessions-Krise helfen. Bleibt zu hoffen, dass Venezuela sich nicht allein auf Crypto verlassen muss.
handlesblatt.de

Hacker schürfen mit dem Tesla-Server
Die Elektro-Flitzer der Marke Tesla (Eigentümer: Iron-Man-in-Echt Elon Musk) wecken nicht nur bei statusbewussten Autofans Begehrlichkeit: Angreifer konnten offenbar eine Schwachstelle nutzen, um sich Zugriff auf die Cloud des Konzern zu beschaffen. Dort installierten sie eine Software zum Krypto-Mining, die anschließend die Rechenleistung der Tesla-Server nutzte, um Kryptowährung abzubauen. Unklar ist, wie lange sie unentdeckt blieben, und wie hoch die Summe ist, die sie erbeuten konnten. Auch der Schaden für Tesla lässt sich nicht klar darlegen. Gefahr für Tesla-Kunden bestünde nicht. Die droht wohl eher durch unsachgemäßen Einsatz von Autopiloten…
wired.de

Lenovo meldet Blockchain-Patent an
Der chinesische Elektronikkonzern setzt nicht mehr nur auf seine erfolgreichen ThinkPad-Laptops, wenn es um medienwirksame Produkte geht. Das Unternehmen hat offenbar beim US Patent and Trademark Office ein Patent eingereicht, das die Validierung von Dokumenten mit Blockchain-Technologie vorsieht. Konkret ginge es um „das Prüfen der Echtheit und Gültigkeit von Dokumenten und Protokollen unter der Nutzung eines blockchain-ähnlichen Mechanismus“. Der Empfänger kann damit also sicherstellen, dass ein Dokument nicht nachträglich modifiziert wurde. Die nun patentierte Technologie soll sowohl physische wie auch digitale Dokumente kryptographisch verschlüsseln können, und so „eine Brücke zwischen der digitalen und der analogen Welt schlagen.“ Beim Thinkpad-Laptop bleibt es im Moment noch beim Fingerabdruck-Scanner. Und bis Windows Blockchain und Scanner verknüpfen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern.
btc-echo.de

Lightning Network für stromsparendes Krypto-Mining
Ökostrom hilft beim Reichwerden. Einer der größten Kritikpunkte am Krypto-Mining ist der enorm hohe Energieverbrauch. In Island wird 2018 etwa voraussichtlich mehr Saft zum Abbauen von Bitcoin und Co. verbraucht, als für alle 340.000 Haushalte zusammen. Hier soll das sogenannte Lightning-Netzwerk helfen. Die Entwickler versprechen: anstelle von bislang maximal sieben Transaktionen pro Sekunden sollen über das neue Netzwerk Millionen oder gar Milliarden möglich sein. Gleichzeitig werden auch Transaktionskosten minimiert, ein weiteres Sorgenkind der Kryptowährungen. Die Technologie soll einzelne Bezahl-Kanäle zwischen den Usern schaffen, für die nur bei Eröffnung und Schließung Transaktionsgebühren anfallen. An dem Projekt arbeiten derzeit zwei US-amerikanische Unternehmen und ein StartUp aus Frankreich. Was sagen die Grünen dazu?
bizz-energy.com

Ethereum-Schöpfer want vor Krypto-Investments
No risk, no fun – bleibt wohl ein unumstößliches Gesetz der Spekulation. Hohe Gewinne gibt es nur mit hohem Risiko. Viele Stimmen aus dem Finanzmarkt haben schon vor dem Investment in Kryptowährungen gewarnt. Hohe Kursschwankungen und bislang kaum überschaubare Risiken machen die Anlage zu einer unsicheren Angelegenheit. Überraschenderweise hat sich nun auch Vitalik Buterin entsprechend geäußert. Der 24-jährige Programmierer aus Russland ist der Erfinder von Etherum, einer der bekanntesten Krypowährungen. Auf Twitter lies Buterin verlauten: „Zur Erinnerung: Krypto-Währungen sind immer noch eine neue und hoch-volatile Asset-Klasse, die jederzeit auf Null fallen kann. Steckt nur so viel Geld hinein, wie ihr euch leisten könnt zu verlieren. Wer überlegt worauf er sein gesamtes Erspartes setzen soll, ist mit traditionellen Anlagen auf der sicheren Seite.“ Goldene Worte.
manager-magazin.de

Kryptowährung: Großbritanniens Notenbank-Chef kritisiert Bitcoin, aber glaubt an die Blockchain handelsblatt.com
Ankündigung: Luxoft arbeitet jetzt mit Amazon Web Services an schnellerer Einführung von Blockchain finanzen.net
Bafin: Regulierung von Kryptowährungen wird kommen faz.net
„Blocktech Institute“: Blockchain-Veranstaltungen ab 27. April in Berlin btc-echo.de

ZAHL

Rund zwei Drittel der Deutschen kennen laut einer aktuellen Umfrage von Bitcom die Bitcoin. Damit ist der Bekanntheitsgrad der Kryptowährung stark gestiegen – 2013 waren es lediglich 36 Prozent der Befragten.
btc.echo.de

ZITAT

Zwei Hammer-Features gibt es bereits: Bitcoin und die ICOs, mit denen Crowdfunding per Kryptowährungen möglich gemacht wurde. Was als nächstes kommt, lässt sich nicht voraussagen.
Marten Jung, Geschäftsführer des StartUps Unibright, das Blockchain-Lösungen für Geschäftskunden anbietet, glaubt, dass uns die Technologie noch lange beschäftigen wird.
wuv.de

BLOCKWART

me.mento3D: Krypto-Porno kommt nach Deutschland
Während es in den USA bereits diverse ähnliche Angebote gibt, ist me.mento3D aus Berlin das erste deutsche StartUp aufgetaucht, das mit Blockchain-Porno den Erotik-Markt erobern möchte. In ihrem Krypto-Bordell vrXcity gibt es dank virtueller Realität und 3D-Technologie weit mehr als nur Videos – Sex soll „greifbarer, dreidimensional (3D) und zu einem neuen sensationellen Erlebnis“ werden. Bezahlen kann der geneigte Nutzer sicher und vor allem komplett anonym über die Blockchain. Die zugehörige Währung redBUX wird gerade im ICO angeboten.
wallstreet-online.de

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