KW 02: Golf-Spannungen beflügeln Bitcoin, China will bei Bitcoin Standards setzen, Bitkom-Präsident: Blockchain ist entscheidend für IoT

NACHRICHTEN

Golf-Spannungen beflügeln Bitcoin: Die Kryptowährung Bitcoin macht seit der Verschärfung der Krise zwischen den USA und dem Iran große Sprünge. Bitcoin verteuerte sich am Dienstagmorgen um mehr als fünf Prozent auf rund 8.000 Dollar, der höchste Stand seit sieben Wochen. Am späten Nachmittag notierte die Währung laut Branchenportal Coinmarketcap bei knapp 7.900 Dollar. Seit der Tötung des einflussreichen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA haben viele Digitalwährungen spürbar an Wert gewonnen. Neben Bitcoin gehören dazu Ethereum, XRP oder auch „der kleine Bruder“ von Bitcoin, Bitcoin Cash. Zurzeit gibt es laut Coinmarketcap etwa 5.000 Kryptowährungen mit einem Marktvolumen von rund 210 Milliarden Dollar. Der Vorreiter Bitcoin werde zunehmend zu einer Art virtuellem Gold, hatten zuletzt die Analysten von Bloomberg Intelligence geurteilt, also zu einem vermeintlich sicheren Hafen in Krisenzeiten. Das Edelmetall legte am Dienstag ebenfalls zu.
handelsblatt.com

China will bei Bitcoin Standards setzen: China hat den Bitcoin lange Zeit geächtet. Zu sehr fürchtete man einen möglichen Kontrollverlust durch die Währung. Erst letzten April setzte die Regierung gar sogenannte Bitcoin-Farmen auf eine Liste jener Branchen, die mittelfristig nicht mehr in China erwünscht sind. Nun vollzieht das Reich der Mitte offenbar eine 180-Grad-Wende. Denn es hat erkannt, dass durch Bitcoin sehr viele Transaktionen zurückverfolgt werden können. Zhang Feng, Chefingenieur des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie, erklärte im November, ein nationales Komitee für Blockchain-Standards einrichten zu wollen. Mehr als 500 Blockchain-Projekte wurden bereits bei der Cyberspace-Verwaltung registriert. Nur wer eine staatliche Lizenz hat, darf in China mitforschen. Der gläserne Bürger, darum geht es dem Apparat in Peking.
sueddeutsche.de

Bitkom-Präsident: Blockchain ist entscheidend für IoT: Deutschland will im Bereich der Regulierung der Blockchain-Technologie ein Vorreiter werden. Für Achim Berg, den Präsidenten des IT-Verbandes Bitkom, ist das unerlässlich gerade für die sichere Anwendung von vernetzten Geräten in der Industrie. Ihm geht es vor allem um die Gewährleistung digitaler Identitäten: „Digitale Identitäten sind die Voraussetzung für viele innovative Blockchain Anwendungen, insbesondere in Zusammenhang mit Industrie 4.0 und dem Internet of Things. Deutschland kann und sollte hier Standards setzen.“ Seit September 2019 gibt es eine Blockchain-Strategie der Bundesregierung.
cloudcomputing-insider.de

Blockchain-Start-up Finoa erhält Wagniskapital: Das Berliner Blockchain-Start-up Finoa verwahrt die Kryptoassets von Anleger. Damit ebnet es den Weg für mehr große Geldgeber in dem Markt. Denn viele milliardenschwere Investoren stehen dem Kryptomarkt skeptisch gegenüber, auch weil sie nicht wissen, wo sie ihre Coins anlegen sollen. Finoa bietet ihnen dafür eine Lösung und das offenbar so glaubhaft, dass das Start-Up für das weitere Wachstum nun mehrere Millionen Euro Wagniskapital erhielt.
capital.de

China: Alibaba-Tochter Ant Financial startet Blockchain-Plattform für Unternehmen investing.com
Anlage: Bitcoin dominiert an der Frankfurter Zertifikatebörse btc-echo.de
Fußball: Juventus-Turin-Fans wählen neue Torhymne über Blockchain-App sharewise.com
Österreich: Blockchain hat es ins Regierungsprogramm von Türkis-Grün geschafft trendingtopics.at
Podcast: Zahlen wir bald mit dem digitalen Euro? capital.de

ZAHL DER WOCHE

Von 12,5 BTC auf 6,25 BTC wird der Reward für Bitcoin-Miner diesen Mai sinken. 2012 lag er noch bei 50 BTC.
coinpro.ch

HINTERGRUND

Was das Jahr 2020 für den Bitcoin bringt: Eines der größten Mankos des Bitcoins sind seine großen Schwankungen. Derzeit befindet er sich in einem Hoch, doch genaue Prognosen kann man nur schwer erstellen. Experten erhoffen sich für dieses Jahr zumindest eine neue Kurssteigerung. Denn im Mai steht ein sogenanntes Halving an. Jeweils nach 210 000 neuen Blocks, das ist in etwa alle vier Jahre, wird die Entlohnung für die Miner, die den Block auf die Blockchain bringen, halbiert. Dadurch wird das Angebot an Bitcoins verknappt. Durch die wachsende Nachfrage soll der Wert der Bitcoins steigern und sich stabilisieren. Ob das wirklich klappt, darüber sind sich Experten uneins. Bei den letzten Halvings 2012 und 2016 waren die Effekte nur kurzfristig spürbar. Für den Bitcoin wird 2020 auch entscheidend sein, wie es mit der Facebook-Währung Libra weitergeht. Kommt sie wirklich, bedeutetet das für den Bitcoin eine ernsthafte Konkurrenz. Dann könnte es mit der steigenden Nachfrage schnell vorbei sein.
nzz.ch

Kaffee bis zum Anbau verfolgen: Der Genfer Kaffeehändler Sucafina hat die Plattform “Farmer Connect” ins Leben gerufen. Damit will sie es Konsumenten ermöglichen, Lieferketten von bestimmten Kaffeesorten per Blockchain zurückverfolgen zu können. Die App “Thank My Farmer” beziehe die Informationen direkt aus der Blockchain und verbinde die Kaffeetrinker mit Bauern, Händlern, Röstern und Kaffee-Unternehmen, wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist. Die technische Grundlage ist die von IBM zur Verfügung gestellten Blockchain-Lösung “IBM Food Trust”.
bauernzeitung.ch

ZITAT

“Institutionelle Anleger wie Fonds hatten ähnliche Probleme – nur in einer anderen Größenordnung.”
Henrik Gebbing, Mitgründer des Blockchain-Start-ups Finoa, das Kryptowährungen anlegt, kann Investoren, die Angst haben, Geld zu verlieren verstehen. Denn auch er und sein Partner Christopher May haben anfangs durch Hackerangriffe Geld an den Kryptobörsen verloren.
capital.de

BLOCKBUG

Telegram verzichtet auf Krypto-Wallet: Der Messengerdienst wird vorerst kein Krypto-Wallet in die Anwendung integrieren. Diese Entscheidung teilte Telegram am Montag auf der offiziellen Webseite mit. Man wolle auf grünes Licht seitens der US-Aufsichtsbehörde warten, hieß es in der Stellungnahme. Hintergrund ist ein langwieriger Streit mit der Aufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission). Die SEC wirft dem Unternehmen den unerlaubten Verkauf von Wertpapieren im Rahmen des Token-Verkaufs vor. Ursprünglich hatte Telegram den Start seiner Plattform TON (Telegram Open Network), auf der die „GRAM“-Token verkauft werden sollten, für den 31. Oktober 2019 geplant. Doch mittels einer einstweiligen Verfügung und über eine Dringlichkeitsklage verlangte die SEC einen umgehenden Stopp. Telegram will zwar weiter an seinen Plänen festhalten, kündigte aber eine umfassende Kooperation mit den Behörden an.
trendingtopics.at

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