KW 05: Deutsche Unternehmen sehen Potenzial in Blockchain, Deutsche Banken öffnen sich für Kryptoverwahrung, Iran nutzt Bitcoin gegen Sanktionen

NACHRICHTEN

Cricket-Verein will Tickets per Blockchain verkaufen: Der Lancashire County Cricket Club will in Zukunft Tickets für seine Spiele über eine die von der Ticket-Firma SecuTix entwickelte TIXnGO-Plattform verkaufen. Damit ist der Verein der erste britische Sportclub, der mit einem solchen System arbeitet. David Hornby, Managing Director bei SecuTix nannte einige Vorteile: per Blockchain gekaufte Tickets seien vollständig rückverfolgbar, das Risiko von gefälschten Tickets damit beseitigt. Gleichzeitig ließen sich so Tickets einfach übertragen oder weiterverkaufen. Auch die UEFA will für die kommende Europameisterschaft einen Teil der verkauften Tickets in Form von Digital-Token anbieten.
btc-echo.de

Deutsche Unternehmen sehen Zukunft von Blockchain: 6 von 10 Unternehmen denken, dass die Blockchain-Technologie große Bedeutung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen hat. Das zeigte eine Umfrage von Bitkom. Zwei Drittel der Unternehmen denken allerdings auch, dass Datenschutzanforderungen dabei eine Hürde darstellen können. Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom, sieht für Deutschland die Chance, eine führende Position bei Entwicklung und Anwendung von Blockchain-Technologien einnehmen zu können. Dafür fehlt jedoch bisher noch eine ausreichende Rechtssicherhit, beispielsweise bei der Frage, ob die sogenannten Miner und Nodes datenschutzrechtlich als gemeinsam Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter gelten.
it-daily.net

Bessere Luftqualität dank Blockchain-Technologie: Die französische Firma PlanetWatch will mittels Blockchain die Luftqualität überwachen, um so eine umfassende Datenbank aufzubauen. Dafür sollen sich Menschen Luftqualitäts-Sensoren und diese beispielsweise vor ihrer Wohnung aufstellen, um die Messung der Luftqualität zu dezentralisieren. Für den Aufwand, die Daten auf eine Plattform hochzuladen, werden die Nutzer mit PLANET-Token entlohnt, einer Währung die die Firma PlanetWatch entwickelt hat. Das Projekt wird vom Forschungszentrum CERN unterstützt und erhält Zugang zu Ausrüstung und Infrastruktur des Labors.
decentralbox.com

Deutsche Banken öffnen sich für Kryptoverwahrung: Deutsche Banken sind gegenüber der Kryptoverwahrung, also der treuhändischen Verwahrung von Kryptowährungen, generell positiv eingestellt. Das geht aus einer Umfrage hervor, auf die 20 Bankinstitute geantwortet haben. Die Börse Stuttgart bietet einen solchen Service bereits seit einiger Zeit an und plant, diesen weiter auszubauen. Auch die Commerzbank und die BNP Paribas sind offen für die Kryptoverwahrung und bieten diese an. Die HSBC sowie die Aral Bank untersuchen laut eigener Aussage die Möglichkeiten, die die Verwahrung von Kryptowährungen bietet. Während die BayernLB und die LBBW immerhin schon Pilotprojekte startete und Forschungspapiere veröffentlicht hat, sieht es bei den Sparkassen, die auf die Anfrage geantwortet haben noch nicht danach aus, als seien Vorstöße in diese Richtung geplant.
btc-echo.de

Kryptobörse: Binance investiert in Blockchain-Daten-Startup Numbers cointelegraph.de
Bitcoin mit neuem Jahreshoch: Bullishe Tendenz setzt sich fort btc-echo.de
Saudi-Arabien: Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an cointelegraph.com
Kooperation: Hongkong und Thailand arbeiten an gemeinsamer Kryptowährung kryptoszene.de.de

ZAHL DER WOCHE

714 Blockchain-Firmen wurden in China allein in diesem Monat gegründet.
cointelegraph.com

HINTERGRUND

Den Fisch per Blockchain verfolgen: Bei Frosta, dem Hersteller von Tiefkühlkost, sollen Nutzer bald dank Blockchain genau nachvollziehen können, wo die gefangenen Fische herkommen. So sollen Informationen von den Koordinaten des Fischnetzes bis zum Namen des Fischkutters und des Kapitäns offengelegt werden. Der Vorstandsvorsitzende Felix Ahlers hatte die Technologie bereits zuvor beim Solino-Projekt genutzt, wo es um fair gehandelten Kaffee ging. Frosta will damit das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen und die gekauften Produkte erhöhen. Die Aktion ist Teil einer großen Kampagne Frostas, um auf das gewachsene Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit zu reagieren.
faz.net

Iran nutzt Bitcoin: Der Iran setzt zunehmend auf Kryptowährungen. Da die iranische Wirtschaft aufgrund der Sanktionen schwächelt, steigt die Verwendung von Kryptowährungen wie Bitcoin, mit denen Bürger des Landes Zahlungen ins Ausland tätigen können. Ende 2018 waren Kryptowährungen im Iran noch verboten, aufgrund des gestiegenen Drucks, entwickelte das Land dann aber Anfang 2019 seine eigene Währung unter dem Namen PayMon. Da diese wenig Erfolg hatte, setzte die Regierung dann auf Bitcoin und legalisierte das Kryptomining. Der Iran hofft, damit den von den USA dominierten Finanzsektor zu unterlaufen.
heise.de

ZITAT

“Die jüngeren Generationen schauen sich Bitcoin an und sagen ‚Hey, das ist toll, weil es nicht die alte Rostlaube von meinem Vater ist.‘ Unser Bankensystem ist diese Rostlaube, eine sehr veraltete Rostlaube.”
Der Investor Tim Draper kritisiert das traditionelle Finanzsystem und empfiehlt jungen Menschen, für ihre Altersvorsorge in Bitcoin zu investieren.
cointelegraph.com

BLOCKBUG

Angriff auf Bitcoin Gold: Bitcoin-Fork Bitcoin Gold wurde Ende Januar Opfer einer Attacke, die zu einem Schaden von etwa 75.000 Euro führte. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde eine soganannte 51-Prozent-Attacke auf Bitcoin Gold ausgeführt. Bei der Attacke wurden 1.900 BTG beziehungsweise 5.267 BTG je zweimal versandt. Der Vorfall ist nicht das erste mal, dass Bitcoin Gold Opfer eines Angriffs wurde. Schon Ende Mai 2018 gab es eine Attacke, bei der hohe Transaktionen getätigt wurden. Trotzdem stieg der Kurs von Bitcoin Gold seit der neuesten Angriffe um 28 Prozent.
btc-echo.de

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