KW7: Dezentrale Buchführung mit der Blockchain für eine bessere Welt, Software-Anbieter Kaspersky warnt vor Hackerangriffen auf Cyberdevisen, wie Google die Blockchain durchsuchbar machen will

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NACHRICHTEN

Dezentrale Buchführung mit der Blockchain für eine bessere Welt: Es mag etwas idealistisch klingen, wenn man sich erhofft, dass mit der Blockchain die ideale der Aufklärung umgesetzt werden könnten. Doch ein Blick in die Geschichte lohnt sich. In der Renaissance erfand der Franziskanermönch Luca Pacioli die doppelte Buchführung, die den Grundstein für den modernen Kapitalismus legte. Mit der Blockchain erweiterte der Kryptoanalytiker Ian Grigg die Buchführung um eine dritte Spalte: ein Eintrag auf der Soll-Seite, ein anderer für den Kredit und ein dritter in einem unveränderlichen, gemeinsamen Log-Buch. Jenseits von Nische und Hype versprechen sich Experten zahlreiche sinnvolle Anwendungen der Blockchain, die unser Leben besser machen könnten. Die Blockchain könnte das Potential haben, die Monopole des Silicon Valley auszuhebeln, indem unüberwindbare Verschlüsselungsverfahren auf der Grundlage frei zugänglicher Open-Source-Lösungen Integrität sichern und die großen Internetkonzerne so zur ebenfalls zu rechtem Handeln mahnen. Auch könnte die Blockchain für gerechten Handel und Transparenz in Handelsketten sorgen, indem globale Transportkosten vor allem in der Reederei radikal gesenkt werden. Die Blockchain hält somit zahlreiche demokratisierende Versprechungen bereit.
heise.de

Software-Anbieter Kaspersky warnt vor Hackerangriffen auf Cyberdevisen: Der russische Sicherheitssoftware-Anbieter Kaspersky hat vor zunehmenden Hackerangriffen auf Plattformen für Kryptowährungen gewarnt. Kaspersky-Manager Vitaly Mzokov warnte am Dienstag, dass Angriffsmethoden der Cyberkriminellen immer ausgereifter würden. Infolge könnten große Geldsummen gestohlen werden. Ersparnisse seien zunehmend unzureichend geschützt. Laut einer Kaspersky-Umfrage nutzen rund 13 Prozent der Internetznutzer Kryptobörsen, um ihr Geld einzulagern. Insbesondere vor sogenannten ICOs (Initial Coin Offerings) warnt der Softwareanbieter, den Gründern fehle es oft an der nötigen Erfahrung in der Cybersicherheit. Auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnte bereits mehrfach davor, Geld auf ICOs anzulegen. Laut einer Studie sind seit der Erfindung von Bitcoin 2009 ein Drittel aller Krypto-Plattformen gehackt wurden.
handelsblatt.com 

Nestle verspricht sich viel von der Blockchain: Der schweizerische Nahrungsmittelkonzern Nestle zeigt großes Interesse an der Blockchain. So wolle das Unternehmen die Technologie vor allem dazu zu verwenden, die Herkunft von Lebensmitteln und Zutaten nachverfolgbar zu machen. Bereits 2017 hat sich Nestle dem Projekt IBM Food Trust angeschlossen, das unter der Führung des IT-Unternehmens IBM die Schaffung von mehr Transparenz im Sinne der Verbraucher mit Hilfe dezentraler Datenbanken zum Ziel hat. Die Interessenbekündung an der Blockchain ist somit nur folgerichtig. Die hohe Geschwindigkeit des Datenverkehrs innerhalb der Blockchain ermöglicht eine effektive und effiziente Nachverfolgung von Informationen zur Verarbeitung von Lebensmitteln, Ernte-Daten oder Transportwegen. Konsumentenverbände äußern sich positiv zu den Vorhaben.
coin-hero.de

Wie Google die Blockchain durchsuchbar machen will: Google plant, mithilfe des Softwaretools Blockchain ETL die Bitcoin-Blockchain durchsuchbar zu machen. Dies berichtete das Wirtschaftsmagazin Forbes. Demnach arbeite Google-Datenanalyst Allen Day an einem Programm, das Blockchain-Transaktionen transparenter machen soll. Das Programm ist dabei bereits auf vornehmliche Bots gestoßen, die die Kurse der einzelnen Kryptowährungen zu manipulieren versuchen. Die Erwartungen an Blockchain ETL sind hoch: Wenn es zu seiner Gänze entwickelt ist, soll es nicht nur möglich sein, etwaige Manipulationen damit aufzuspüren. Vielmehr erhofft sich das Entwicklerteam, erforschen zu können, wie groß das Potenzial der Technologie tatsächlich ist. Dazu sollen in einem nächsten Schritt Daten von Litecoin, ZCash, Dash, Bitcoin Cash, Ethereum Classic und Dogecoin in das Tool gefüttert werden, um es für die weitere Recherche in der Blockchain zu wappnen.
t3n.de

Leben ohne Bargeld: Zentralbankkonten für jeden manager-magazin.de
Blockchain und IoT: Zwei, die zusammen gehören logistik-heute.de
Gesundheitswesen: Neue Partnerschaft für medizinisches Datenmanagement btc-echo.de
Litecoin: Darum gibt es ein Comeback der Krypto-Währung t3n.de
Verhaftungen in Sachsen: Stromdiebe schürften Bitcoin heise.de

ZAHL DER WOCHE

Rund 13 Prozent der Internetnutzer haben bereits Kryptowährungen genutzt. Damit hat jeder zehnte Mensch bereits auf diese Weise Erfahrungen mit der Blockchain gesammelt. Die Zahlen stammen aus einer Umfrage der Internetsicherheitsfirma Kaspersky, die Nutzer aus insgesamt 22 Ländern zwischen Oktober und November vergangenen Jahres befragte.
btc-echo.de

HINTERGRUND

Security-Experten erhalten das meiste Geld: Spezialisten in der IT-Sicherheit erhalten nach wie vor die höchsten Gehälter. Durchschnittlich 75.577 Euro erhalten sie im Jahr. Nur Führungskräfte verdienen mit durchschnittlich 128.606 Euro im Jahr mehr. Diese Zahlen gab eine Studie von Compensation Partner in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin Computerwoche bekannt. Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner, machte darauf aufmerksam, dass viele Stellen in der IT unbesetzt blieben und Gehaltsangebote somit deutlich stiegen. Laut der Studie sind die Gehälter von IT-Fachkräften im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen, die von Führungskräften um 3,8 Prozent. Die hohen Gehälter sind dabei auch ohne einen Universitätsabschluss möglich.
t3n.de

Everipedia – die Wikipedia mit Blockchain: Everipedia, das Krypto-Pendant zu Wikipedia, will den Wahrheitsgehalt der Beiträge auf seiner Plattform in Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Unternehmen XYO anhand von standortbasierten Daten überprüfen. Die Stärke und gleichzeitig Schwäche des Everipedia Pendants Wikipedia ist, dass theoretisch jeder Inhalte einfügen und verändern kann. So ergeben sich teilweise fragwürdige Inhalte, die mit Vorsicht genossen werden müssen. Genau hiermit will Everipedia Schluss machen. Die Enzyklopädie stützt sich dabei auf die Blockchain-Technologie. Der große Unterschied zwischen Wikipedia und Everipedia ist, dass der Nutzer zunächst einen sogenannten IQ-Token einzahlen muss, um auf der Plattform einen Beitrag veröffentlichen zu dürfen. Auch locken finanzielle Anreize, sollte ein Beitrag inhaltlich korrekt sein. Zusätzlich können sich Everipedia-Nutzer Token verdienen, in dem sie zum Beispiel Inhalte teilen. Auf diese Weise soll die Aktivität innerhalb der Community verstärkt werden. Durch die Zusammenarbeit mit XYO wird die Überprüfung der Beiträge anhand der Standortdaten (POI) der Verfassser nun vertrauenswürdiger gestaltet. Die physische Position soll Auskunft darüber geben, ob der Autor in der Lage ist, wahrheitsgetreue Artikel zu verfassen.
btc-echo.de

ZITAT

“Mit dem Data Festival verschmelzen wir Liebe und Kompetenz zu Data und AI. Gleichzeitig bringen wir die Data-Stars aus der deutschen Industrie zusammen, wodurch wir Einblicke in die Arbeit der besten Daten-Experten erlangen.”
Alexander Thamm, Geschäftsführer der Data Festival GmbH, erklärt das Konzept der Veranstaltung, welche die erste Plattform im deutschsprachigen Raum für Daten-Experten und Anwender ist.
t3n.de

BLOCKBUG

Erneut Hunderte Millionen Nutzerkonten im Darknet: Nur wenige Wochen nachdem Sicherheitsexperten im Netz auf riesige Datenbanken mit gestohlenen E-Mails und Passwörtern gestoßen sind, ist der nächste Datensatz entdeckt worden. Erneut werden viele Millionen Namen, E-Mail-Adressen und die zugehörigen Passwörter im Tor-Netzwerk angeboten. Für die rund 617 Millionen Internet-Konten verlangt der Hacker umgerechnet 20.000 Dollar in Bitcoins. Die größte der gehackten Websites ist Dubsmash mit 162 Millionen, die kleinste DataCamp mit 700.000 Nutzern. Einige der Hacks seien bereits bekannt gewesen, anderen Plattformen ist nicht bewusst gewesen, dass die Passwörter ihrer Nutzer im Web zum Kauf standen. Der Hacker selbst gibt an, kein böser Mensch zu sein. Er brauche lediglich das Geld.
n-tv.de

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