KW4: Blockchain statt Anwalt, McKinsey fällt vernichtendes Urteil über Blockchain-Technologie, Wyoming will Bitcoin als Geld legalisieren

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NACHRICHTEN

Blockchain statt Anwalt: In den USA vertrauen Rechtsdienstleister im Alltag zunehmend auf Smart Contracts. Die Unternehmen Rocket Lawyer und LegalZoom wollen die Blockchain-Technik nun auch zur Erstellung von Verträgen einsetzen. So könnten Kosten für einen echten Anwalt gespart werden. Charley Moore, Geschäftsführer von Rocket Lawyer, will mithilfe der Blockchain „den Zugriff auf Gerechtigkeit“ erweitern. Smart Contracts versprechen, Bezahlvorgänge zu automatisieren. Die Blockchain soll dabei alle Rechte und Pflichten der Vertragspartner erfassen und dann automatisch Zahlungen starten, wenn die Smart Contracts fortschreiten. Die Smart Contracts sollen über ein Programm namens Rocket Wallet abgewickelt werden. Gemeinsames Ziel all dieser Projekte ist die Schaffung eines rechtlichen Protokolls für die Blockchain.
heise.de

McKinsey fällt vernichtendes Urteil über Blockchain-Technologie: Die Unternehmensberatung McKinsey wirft in einem kürzlich veröffentlichten Bericht Zweifel am Potenzial der Blockchain-Technologie auf. Die Blockchain sei zu komplex und für viele Anwendungen gar nicht erforderlich, heißt es. Auch gebe es in Anbetracht der hohen Investitionen keinen Beweis, dass die Blockchain-Technik einen entscheidenden Vorteil bringe. Kritisiert werden vor allem die immensen Kosten, die bei der Anschubfinanzierung erforderlich seien. Auch das Problem der Skalierbarkeit nahmen die Autoren in den Fokus. Sie scheinen dabei aber zu vergessen, dass Grundlagenforschung immer mit enormen Kosten verbunden ist.
t3n.de

Berlin lässt es langsam angehen: Die Gesetzgeber in der Hauptstadt lassen es im Hinblick auf die Blockchain und Kryptowährungen gemütlich angehen. Auf dem Papier sieht das Engagement löblich aus. Im Koalitionsvertrag taucht das Stichwort Blockchain immerhin einmal öfter auf als die Deutsche Bahn. Bisher ist es der Bundesregierung nicht gelungen, ein Gesetzespaket für die Kryptobranche zu verabschieden. An anderen Stellen sieht das anders aus – die EU hat längst erkannt, dass sie handeln muss, Ökonomen arbeiten an der Klassifizierung virtueller Anlagen, der Blockchain-Bundesverband in Berlin formuliert umsichtige Regulierungsansätze. In der Regierung herrscht daher weiterhin Tatenlosigkeit im Kryptodschungel.
handelsblatt.com

Wyoming will Bitcoin als Geld legalisieren: Im mittleren Westen der USA kommt frischer Wind in Sachen Bitcoin auf. Sechs Senatoren und Repräsentanten des US-Bundesstaats Wyoming haben den Gesetzentwurf mit dem Titel “Digital Assets-existing law” entworfen. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, einen rechtlichen Rahmen für die virtuelle Vermögensverwahrung in der Bitcoin zu schaffen. Bitcoin solle der gleiche Rechtsstatus wie Geld zugesprochen werden. Bitcoin-Geschäfte könnten dann nach Artikel 9 des Einheitlichen Handelsgesetzbuches (UCC) zinslos werden. Ein weiterer Gesetzesentwurf in Wyoming sieht vor, dass Unternehmen Blockchain-basierte Aktienzertifikate ausstellen können.
concierge.de

Landwirtschaft: Blockchain als Lösung? f3.de
Podcast: Was der Krypto-Winter für die Berliner Blockchain-Szene bedeutet t3n.de
Zentralbanken: Staatliche Kryptowährungen? volksblatt.li
Setl: Ex-Chef der französischen Zentralbank in Aufsichtsrat berufen de.cointelegraph.com
Blockchain-Plattform von IBM und Maersk: Spanische Hafenbehörde tritt bei de.cointelegraph.com

ZAHL DER WOCHE

Lediglich 300 von über 2000 Kryptowährungen haben überlebt. Nur ein Siebtel der Kryptowährungen hat es durch das rabenschwarze Jahr 2018 geschafft. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“.
boerse.ard.de

HINTERGRUND

Warum Bitcoin für Kriminelle keine Anonymität bietet: Kryptowährungen werden insbesondere aufgrund der Anonymität, die sie ihren Nutzern bietet, gelobt. Um Zugang zu seinen Coins zu erhalten, wird meist nicht mehr als der Private Key benötigt. Oft wird die vermeintliche Anonymität mit Straftaten in Verbindung gebracht. Ab dem Augenblick jedoch, in dem Coins gegen eine herkömmliche Währung eingetauscht werden, ist es mit der Anonymität vorbei. Jeder kann auf der Blockchain sehen, welche Zahlungen auf der Empfangsadresse ein und ausgehen. Die Polizei kann diese Ein- und Ausgänge überwachen. Die meisten Börsen befolgen inzwischen KYC-Regulierungen (kurz für Know your Customer) und Richtlinien gegen Geldwäsche. Kooperieren die Börsen, ist es Gesetzeshütern möglich, Kriminelle aufzuspüren.
coinwelt.de

Führungskräfte haben zu wenig Blockchain-Wissen: Das Meinungsforschungsunternehmen PollRight hat im Auftrag des Blockchain Handelsverbands GBBC 71 Investoren aus dem institutionellen Umfeld nach ihrer Einschätzung zum Wissensstand im Hinblick auf Blockchain-Technologien und Kryptowährungen befragt. Sie kamen dabei zu ernüchternden Ergebnissen – rund 63 Prozent der Befragten glauben, dass Führungskräfte in Unternehmen nicht über das nötige Know-How verfügen. Nur sieben Prozent der Führungskräfte sieht sich selbst als gut informiert. Im Wissen um die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain und ihrer Funktionsweise gibt es somit noch großen Nachholbedarf.
coin-hero.de

ZITAT

„Das Ziel des Programms – den Studenten Möglichkeiten zum Erforschen der Blockchain zu geben – passt genau zu der Blockchain Universitäts-Initiative von Ripple. Wir sind stolz, THUIFR bei diesem Vorhaben unterstützen zu können und freuen uns auf den Beginn.“
Eric van Miltenburg, Senior-Vizepräsident der weltweiten Operationen von Ripple, freut sich über die neue Partnerschaft mit des Unternehmens mit der renommierten chinesischen Tsinghua-Universität. Junge chinesische Führungskräfte sollen so für die internationalen Regulierungen der Blockchain sensibilisiert werden.
kryptovergleich.org

BLOCKBUG

Cannabis und die Blockchain: Bei dem boomenden Markt für Cannabis und CBD sowie der Blockchain gibt es einige wechselseitige Wirkungen. Seitdem Kanada im Oktober 2018 Cannabis legalisiert hat, tat sich dort ein gewaltiger, neuer Markt auf. Der ist jedoch nicht ohne Probleme – manche Länder verweigern Kanadiern nun wegen vermeintlichem Konsum die Einreise. Datenschutz muss in diesem Bereich somit an oberster Stelle stehen. Marktanalyst Mati Greenspan von eToro vermutet, dass dies der lokalen Nutzung von Coins, die die Privatsphäre schützen, Auftrieb geben könnte. Die Daten von Käufern lassen sich somit effektiver schützen. Auch in der Lieferkette könnte die Blockchain-Technologie zum Einsatz kommen.
kryptovergleich.org

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