KW13: Kartellbehörden weltweit nehmen die Blockchain ins Visier, Agrar-Abteilung von Bayer kooperiert mit Blockchain-Startup BlockApps, BTC Zahlungen bald über WhatsApp möglich?

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NACHRICHTEN

Kartellbehörden weltweit nehmen die Blockchain ins Visier: Falk Schöning von der Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells, einer der wenigen Kartellrechtsexperten, die sich mit dem Thema Blockchain befassen, vergleicht den Aufstieg der Blockchain mit dem Aufstieg Googles – damals hätte niemand gedacht, dass das US-Unternehmen einmal im Fokus von Kartellbehörden stehen und Ziel von Milliardenstrafen werden könnte. „Darum ist es nachvollziehbar, dass die Kartellbehörden von Anfang an die Blockchain ins Visier nehmen“, betont Schöning. Kartellbehörden weltweit beginnen nun, auf die Blockchain als webbasiertes, anonymes und dezentrales System für Transaktionen aufmerksam zu werden. Denn mit der wachsenden wirtschaftlichen Relevanz der Blockchain wächst die Sorge der Behörden vor Hinterzimmergeschäften. Besonders der Finanzsektor nutzt die dezentrale Rechenleistung immer häufiger. Durch sie lassen sich etwa Handelsplattformen zwischen Tradern ersetzen. Von dort sei es nur ein kurzer Schritt zum Kartellrecht, betont Schöning.
handelsblatt.com

BTC Zahlungen bald über WhatsApp möglich? Dank der Crypto-Wallet Wuabit soll es bereits nächsten Monat möglich werden, Bitcoins und Altcoins über die Messenger-App WhatsApp zu verschicken. Mithilfe von Befehlen wie „send 0.05BTC to Vera“ können Nutzer Wuabit anweisen, das Geld zu senden. Die Entwickler von Wuabit erhoffen sich durch die einfache Handhabung in Kombination mit der Integration in den beliebtesten Messenger der Welt, Zahlungen durch Kryptowährungen weiter in den Mainstream zu etablieren. Bereits jetzt zeigen Neuerungen wie die Implementierung einer Crypto Wallet auf dem neuen Samsung-Smartphone und die Erwartung, dass Facebook und Telegram an eigenen Kryptowährungen arbeiten, den Siegeszug von Kryptowährungen ins öffentliche Bewusstsein an.
cryptomonday.de

Agrar-Abteilung von Bayer kooperiert mit Blockchain-Startup BlockApps: Bayer CropScience, die Agrar-Abteilung des deutschen Pharmakonzerns Bayer AG, arbeitet gemeinsam mit dem Startup BlockApps an landwirtschaftlichen Blockchain-Projekten. Die Nutzung der Blockchain in der Agrar-Abteilung gibt nun die Vermutung auf, dass Bayer sein Engagement in der Landwirtschaftsbranche weiter intensivieren will. BlockApps bietet Blockchain-Dienstleistungen für Unternehmen an und ist eines der Gründungsmitglieder der Enterprise Ethereum Alliance (EEA), der weltgrößten Open-Source Blockchain-Initiative. Zahlreiche Unternehmen und Länder erkennen den Nutzen der Blockchain-Technologie für die Landwirtschaft und erproben deren Nutzung.
de.cointelegraph.com

Südafrika bei Kryptowährungen weltweit führend: Laut einer aktuellen Hootsuite-Studie ist Südafrika mit einer Anzahl von 10,7 Prozent der Internetnutzer weltweit führend, was den Besitz von Krypto-Währungen betrifft. Damit ist die Anzahl der Krypto-Währungsbesitzer in Südafrika fast doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt, welcher laut Bericht 5,5 Prozent beträgt. Die Umfrageergebnisse können für viele, die dachten, dass Kryptos den „entwickelten“ Nationen vorbehalten seien, ein Schock sein. Und doch war dies für diejenigen, die auf dem südafrikanischen Krypto-Markt tätig waren, nur eine Bestätigung dessen, was sie bereits wussten. In Südafrika kommen Bitcoins primär als spekulativer Vermögenswert und nicht als Währung zum Einsatz. Damit spiegelt das Land einen globalen Trend wider.
cryptobriefing.com

Whisky: Blockchain zur Überprüfung der Echtheitsgarantie kryptoszene.de
Hasso-Plattner-Institut: Onlinekurs zur Blockchain checkpoint-elearning.de
Axel Springer und Börse Stuttgart: Gemeinsames Krypto-Portal geplant meedia.de
Ethereum News: Verliert Ethereum seinen Platz an der Sonne? cryptomonday.de
Lightning Payments: Erleichterte Zahlungen im Browser btc-echo.de

ZAHL DER WOCHE

Über 9 Milliarden Dollar sollen jährlich bis 2021 für Blockchain-Projekte verwendet werden, wie das US-Unternehmen Cisco in einem kürzlich veröffentlichten Bericht prognostiziert. Bis zum Jahre 2027 ließen sich so dezentrale und zugelassene Blockchains im Wert von mehreren Billionen Dollar speichern.
blockchain-hero.com

HINTERGRUND

EU-Parlament beschließt Uploadfilter: Entgegen aller Proteste hat mit 348 zu 274 Abgeordneten eine Mehrheit der EU-Parlamentarier am Dienstag in Straßburg für die umstrittene Reform des Urheberrechts gestimmt. Damit steht nun fest, dass Nutzer von Youtube, Facebook und selbst kleiner Plattformen damit rechnen müssen, dass Inhalte aufgrund von echten oder vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen gelöscht werden. Grund dafür ist der umstrittene Artikel 13 der Urheberrechtsreform, welcher Betreiber von Internetplattformen, die älter als drei Jahre sind und mehr als 10 Millionen Euro Umsatz machen, dazu verpflichtet, jegliche hochgeladene Inhalte vor der Veröffentlichung auf Urheberrechtsverstöße zu prüfen. Das einzig gangbare Werkzeug für Anbieter wäre dabei ein Uploadfilter. Der Abstimmung ging eine hitzige Debatte voraus. Angestoßen wurde die Reform durch einen Vorschlag des damaligen EU-Digitalkommissars und CDU-Politikers Günther Oettinger, welcher über gute Kontakte zu Lobbyisten und der Industrie verfügt, und durch Axel Voss weitergeführt wurde. Erklärtes Ziel war, die Position der Rechteinhaber zu stärken. Mit der Reform wird in Artikel 11 auch ein EU-weites Leistungsschutzrecht eingeführt. Stimmen aus Politik und Zivilgesellschaft zeigten sich entsetzt über das Ergebnis der Abstimmung. Edward Snowden kommentierte das Ergebnis der Abstimmung in einer deutschsprachigen Twitter-Nachricht als Entscheidung der CDU gegen die Internetfreiheit.
netzpolitik.org

Digitalisierung torpediert Klimabemühungen: Laut einer Studie der Organisation „The Shift Project“ sorgen die zunehmende Nutzung von digitalen Dienstleistungen und die Produktion der dafür notwendigen Geräte für erhöhte Emissionen von Treibhausgasen. Zusammengenommen ist Digitaltechnik mittlerweile für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Bis zum Jahr 2025 könnte dieser Anteil auf bis zu acht Prozent ansteigen. Zum Vergleich: Der Luftverkehr kam im Jahr 2018 auf rund 2 Prozent. In die Berechnungen zur Gesamtbelastung durch Digitaltechnik bezogen die Shift-Forscher Smartphones und Laptops samt den dahinter liegenden Infrastrukturen, Intelligente Fernseher, vernetzte Smart Home-Geräte sowie den vernetzten industriellen Bereich ein.
heise.de

ZITAT

„Bei Kryptowährungen sind wir eher noch beobachtend, Blockchain treiben wir aber aktiv voran. Beim mobilen Bezahlen sind Tokens sehr sinnvoll. Wir haben zum Beispiel einen Token für eine Karte. Wenn Sie eine Karte für Mobile Payment hinterlegen, hinterlegen Sie nicht die Karte selbst, sondern den Token. Das ermöglicht, dass Kunden nicht so oft ihre gesamten Kreditkartendaten angeben müssen. Deshalb haben wir diese Tokenisierungs-Plattform aufgebaut – für das mobile Bezahlen und wenn Kunden ihre Karte hinterlegen sollten.“
Pawel Rychlinski, zuständig für Zentral- und Osteuropa bei dem Kreditkartenunternehmen Mastercard, erklärt im Interview den Umgang des Unternehmens mit Blockchain und Kryptowährungen.
trendingtopics.at

BLOCKBUG

Flugzeug landet versehentlich in Schottland: Passagiere des Fluges BA3271 schlummerten in freudiger Erwartung darauf, nach ihrem frühmorgendlichen Flug über den Ärmelkanal den Boden westlich des Rheins betreten zu können. Dass sie den aber niemals überquert haben, scheint ihnen erst bewusst geworden zu sein, als die Ansage mit den Worten „Willkommen in Edinburgh“ durch die Kabine hallte. Die ursprüngliche Destination des British Airways Fluges war Düsseldorf gewesen, stattdessen ging es aufgrund falsch eingereichter Flugpapiere in den Norden der britischen Inseln. Nach der Fehllandung bat der Pilot die Passagiere dann, die Hände zu heben, wenn sie nach Düsseldorf fliegen wollten. Um 10.30 ging es nach zweistündigem Stillstand auf dem Flugfeld von Edinburgh wie geplant nach Düsseldorf. Vermutlich hoben alle Passagiere die Hände.
bbc.com

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