KW 6: Tesla-Investition sorgt für Rekordhoch bei Bitcoin, Französische Marktaufsicht will Krypto- und Blockchain-Projekte stärker kontrollieren, Nordkoreas Hackergruppe Lazarus schlägt wohl erneut zu

NACHRICHTEN

Tesla-Investition sorgt für Rekordhoch bei Bitcoin: Tesla-Gründer und Multimilliardär Elon Musk ist in der Vergangenheit des Öfteren mit gezielten Tweets und Kommentaren zur Anheizung des Bitcoin-Kurses aufgefallen. Nun macht sein Unternehmen ernst. Der US-Elektroautohersteller hat in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC verkündet, 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung Bitcoin investiert zu haben und sie zusätzlich künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Die Meldung versetzte dem Bitcoin-Wert am Montag einen zeitweiligen Kursanstieg um 15 Prozent auf einen historischen Höchstwert von 44.899 US-Dollar. Noch ist allerdings unklar, wann genau Tesla-Kunden ihre Autos in der Cyberwährung bezahlen können.
tagesschau.de

Französische Marktaufsicht will Krypto- und Blockchain-Projekte stärker kontrollieren: Die oberste französische Finanzaufsichtsbehörde „Autorité des Marchés Financiers“ hat dafür plädiert, eine stärkere EU-weite Regulierung von Blockchain-basierten Finanzinstrumenten zu beschließen. Der Vorsitzende der Behörde Robert Ophèle schlug vor, die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA mit entsprechenden Befugnissen auszustatten. Er halte es zum jetzigen Zeitpunkt für sinnvoll, „die gesamte Expertise in einer Behörde zu bündeln, da die Einstiegskosten in die Kryptowelt recht hoch sind“, so Ophèle.
de.cointelegraph.com

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Nordkoreas Hackergruppe Lazarus schlägt wohl erneut zu: Als digitale Eliteeinheit des nordkoreanischen Regimes eilt ihnen ihr Ruf voraus. Nun wird die Hackergruppe Lazarus von einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen und der Blockchain-Analysefirma Chainalysis unabhängig voneinander für den größten Kryptowährungs-Diebstahl des Jahres 2020 verantwortlich gemacht. Beim Coup hatten Unbekannte Digitalwährungen im Wert von mehr als 275 Millionen US-Dollar von der Börse KuCoin gestohlen. Chainanalysis zufolge passe die Methode haargenau zum bekannten Vorgehen von Lazarus. Die Einnahmen des staatlich organisierten Hackings sollen wesentlicher Teil der Finanzierung des nordkoreanischen Atomprogramms sein.
spiegel.de

Ethereum mit historischem Hoch: Die weltweite Nummer zwei der Kryptowährungen, Ethereum, verzeichnet ebenfalls weiter neue Höchststände. Am Dienstag stieg der Wert der Internetdevise auf fast 2.000 US-Dollar. Darüber hinaus wurden seit Juni vergangenen Jahres im Durchschnitt über 1 Million Transaktionen pro Tag im Ethereum-Netzwerk durchgeführt. Ether, wie es kurz heißt, gilt als angesagtes Zahlungsmittel in der Finanzbranche. Die Blockchain existiert seit 2015.
manager-magazin.de, coincierge.de

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Gerücht: Steigt Oracle ebenfalls bei Bitcoin ein? btc-echo.de
Kommentar: Finger weg von Kryptowährungen rnd.de
Durchgefallen: Ubirchs digitaler Blockchain-Impfausweis mit gravierenden Mängeln golem.de
Sportwetten: Greentube kauft Wiener E-Sport-Wetten-Blockchain-Startup Hero derbrutkasten.com
Digital-Offensive: Deutsche Post erprobt Blockchain-Technologie handelsblatt.com

ZAHL DER WOCHE

Wie der Bitcoin Energy Consumption Index von Digiconomist bekannt gab, liegt der Jahresstromverbrauch von Bitcoin 2020 bei 77,8 Terrawattstunden. Das entspricht dem gesamten Jahresverbrauch von Chile und nährt die Diskussionen um die Umweltschädlichkeit der Kryptowährungen.
de.cointelegraph.com

HINTERGRUND

Bitcoin-Hype verdeckt generellen Anstieg von Blockchain-Wallets: Wieder einmal geht der Bitcoin-Kurs durch die Decke. Aufhänger ist diesmal die Ankündigung von Tesla, die Kryptowährung als Zahlungsmittel zu akzeptieren und in sie zu investieren. Doch auch abseits vom Bitcoin-Hype scheint die Etablierung von Kryptowährungen unaufhaltsam voranzuschreiten. So existieren weltweit mittlerweile 14.906 Bitcoin-Automaten (ATMs), fast 10.000 mehr als im Vorjahr. Auch immer mehr Geschäfte und gastronomische Lokalitäten akzeptieren Zahlungen in Digital-Währung. Noch allerdings sind die digitalen Währungen erheblichen Kursschwankungen ausgesetzt. Anleger fürchten die trotz aller Verbreitung noch geringe Akzeptanz in der Gesellschaft.
derstandard.de

Mit Blockchain-Technologie Greenwashing aufdecken: In Zeiten, da der menschengemachte Klimawandel nicht mehr zu leugnen ist und die jahrhundertelang destruktive Rolle der kapitalistischen Wirtschaftsweise bei der Verursachung des CO2-Anstieges im Massenbewusstsein verankert zu sein scheint, ist es zu einer regelrechten Marketing-Pflicht für große Unternehmen und Konzerne geworden, die eigenen Bemühungen in Sachen Klimaschutz bei jeder Gelegenheit zu betonen, während mögliche Klimaschäden in den eigenen Produktionsabläufen und Lieferketten dabei unter den Tisch fallen. Ein Problem nicht nur für an Nachhaltigkeit interessierten Kunden, sondern auch Investoren. Die Chefin und Co-Gründerin von Immutable Insight, Katharina Gehra, macht sich für den Einsatz von Blockchain-Technologie gegen sogenanntes Greenwashing stark. Sie ermögliche das Erheben von klimaspezifischen Primärdaten in der Produktion, etwa den tatsächlichen CO2-Ausstoß eines jeden Arbeitsschrittes oder den Stromverbrauch. Durch die Transparenz und Unhintergehbarkeit von Blockchains würde Greenwashing so deutlich erschwert werden und Verbrauchern sowie Investoren ein wertvolles Kontrollinstrument in die Hand geben.
private-banking-magazin.de

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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com

ZITAT

„Natürlich kann ich nicht hellsehen, doch ich gehe davon aus, dass die Blockchain-Technologie eine wesentliche Komponente in der digitalen Transformation leisten wird. Nicht einzig und allein, sondern gerade zusammen mit anderen Schlüsselthemen wie Big Data und Künstliche Intelligenz. Der Einfluss dieser Technologie auf die gesellschaftlichen Strukturen und auf unser Selbstverständnis wird zunehmen.“
Professor Klaus-Georg Deck, Professor für Wirtschaftsinformatik an der DHBW Mosbach, über die Bedeutung von Blockchains in den nächsten Jahren.
rnz.de

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BLOCKBUG

Volksfeindlich? Nigeria verbietet Kryptowährungen: Die nigerianische Zentralbank (CBN) hat inländischen Finanzinstituten den Umgang mit Kryptowährungen verboten. Dies beinhaltet auch ein umfassendes Interaktionsverbot mit ihnen. In einem Schreiben an Finanzinstitute wies die Behörde diese an, alle Konten zu schließen, die Transaktionen mit Kryptowährungen im Land abwickeln. Hintergrund könnte die Beliebtheit von Digitalwährungen bei Teilnehmern der landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt im vergangenen Jahr sein. Nachdem die nigerianische Regierung Bankkonten von Köpfen der Bewegung einfror, stiegen diese vermehrt auf Kryptowährungen um.
de.cointelegraph.com

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