KW 46: US-Ermittler beschlagnahmen Bitcoin im Wert von einer Milliarde US-Dollar, Ex-Microsoft-Entwickler verschleiert Millionendiebstahl mit Bitcoin-Mixer, Rüstungskonzern nutzt Blockchain zur Erfüllung von Nato-Vorgaben

NACHRICHTEN

US-Ermittler beschlagnahmen Bitcoin im Wert von einer Milliarde US-Dollar: Am vergangenen Mittwoch haben US-Ermittler ein Vermögen der Kryptowährung Bitcoin im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar beschlagnahmt. Das Vermögen stamme nach Angaben des Justizministeriums aus dem digitalen Fundus eines Hackers, der dieses wiederum von der Website Silk Road geklaut habe. Auf dem ehemals ersten großen Darknet-Schwarzmarkt Silk Road wurde bis zur Schließung im Jahr 2013 unter anderem mit Ecstasy, Kokain, Heroin und LSD gehandelt. Auch Hacker und Auftragsmörder boten dort gegen Bitcoin ihre Dienste an. Das nun beschlagnahmte Bitcoin-Vermögen soll ein lange Zeit unbekannter Hacker zwischen 2011 und 2013 von Silk Road entwendet und jahrelang unbenutzt auf einer sogenannten Wallet liegen gelassen haben.
handelsblatt.com

Ex-Microsoft-Entwickler verschleiert Millionendiebstahl mit Bitcoin-Mixer: Der ehemalige Softwareentwickler des US-Giganten Microsoft, Volodymyr Kvashuk, ist wegen jahrelangen Betrugs am Unternehmen zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kvashuk zwischen 2016 und 2018 mehr als zehn Millionen Dollar für private Zwecke abzweigte und zwecks Verschleierung des Betruges E-Mail-Konten von anderen Mitarbeitern benutzte. Die “Einkünfte” aus dem Betrugsgeschäft filterte der gebürtige Ukrainer durch einen sogenannten Bitcoin-Mixer, um ihre Herkunft zu verschleiern. Dabei werden eingezahlte Bitcoins in Kleinstbeträge aufgeteilt und gegen eine geringe Gebühr wieder an den ursprünglichen Besitzer zurück überwiesen. Dadurch werden die nachvollziehbaren Einzahlungen anonymisiert. Die US-Behörden sind mittlerweile sensibilisiert für jeglichen Handel mit Kryptowährungen und verlangen spezielle Nachweise auf Steuererklärungen für den Handel mit Kryptowährungen.
spiegel.de

Rüstungskonzern nutzt Blockchain zur Erfüllung von Nato-Vorgaben: Der französische Rüstungskonzern Thales hat angekündigt, Blockchain-Technologie für ein neues Managementsystem im Produktionszentrum in Spanien einsetzen. In einer offiziellen Erklärung heißt es, man werde die Blockchain einsetzen, um die Nachverfolgbarkeit aller Teile und Produkte, die im Produktions- und Wartungszentrum verarbeitet werden, sicherzustellen. Dies diene der besseren Erfüllung der Nato-Vorgaben, mit denen das Unternehmen kooperiert.
de.cointelegraph.com

Bitcoin-Hype hält nach US-Wahl an: Die Erfolgsmeldungen um die enormen Wertsteigerungen der Kryptowährung Bitcoin im Verhältnis zum US-Dollar nehmen scheinbar kein Ende. In der vergangenen Woche kletterte der Bitcoin erstmals seit Jahren auf einen Wert von über 14.000 Dollar, was Beobachter auf die Erklärung des Online-Bezahldienstleisters Paypal zurückführten, in Zukunft Transaktionen in ausgewählten Digitalen Währungen anbieten zu wollen. Nach der US-Wahl stieg der Kurs nun auf einen aktuellen Wert von fast 16.000 Dollar. Vermutet wird, dass die stetige Normalisierung der Kryptowährung durch zahlreiche Staaten zum anhaltenden Kursanstieg beiträgt. So kündigte die EU kürzlich an, bis 2022 ein umfangreiches Regelwerk für den Handel mit Kryptowährungen aufzusetzen. Dennoch warnt die DZ Bank in einer aktuellen Analyse vor einem baldigen Ende des Booms. Grund dafür sei die noch immer offene Frage, wie genau der “faire Wert” eines Bitcoin ermittelt werden solle. Dies unterscheide die Digitale Währung von traditionellen Anlagerennern wie Gold.
focus.de

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Pareto-Prinzip: Warum die Regel nicht bei Kryptowährungen gilt freitag.de
Entwicklungsprogramm: Mittweida in Sachsen soll “Schaufenster für die Blockchain-Technologie” werden blick.de
Ambitionen: Blockchain-Spezialist Figure gibt Bewerbung für Bankzertifizierung bekannt forbes.com
Fälschungssicher: NFC-Etiketten verknüpfen Produkte mit einer Blockchain heise.de
Partnerschaft: FC Bayern München tritt Blockchain-basierter Fantasy-Football-Plattform bei btc-echo.de

ZAHL DER WOCHE

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zum wirtschaftlichen Potenzial der Blockchain-Technologie zufolge lassen sich allein durch den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung, bei Bildung und Gesundheit bis 2030 574 Milliarden US-Dollar zusätzliche Erträge erzielen.
dasinvestment.com

HINTERGRUND

Welches Potenzial besitzt Blockchain-Technologie in Bildung und Wissenschaft? In Beiträgen über das Zukunftspotenzial von Blockchain-Technologie scheint es mitunter so, als würden rein ökonomische Motive im Mittelpunkt der Analysen stehen. Dabei sollten die Einflussmöglichkeiten im Bereich Bildung und Wissenschaft nicht unterschätzt werden. Die möglichen Anwendungsbereiche für Blockchain-basierte Systeme reichen von digitalen Bildungsnachweisen über Verifizierungen von akademischen Schriften bis hin zu Lernplattformen. So könnte der Einsatz von Blockchain bei der Online-Bewertung wissenschaftlicher Publikationen dafür genutzt werden, die Beurteilungen von Fachkollegen nach Reputation zu sortieren. Auch akademische Abschlüsse können durch den Einsatz der Technologie effizient auf Gültigkeit, Herkunft, den Erstellungszeitpunkt sowie die Identität des Bewerteten geprüft werden. Entsprechende Erfahrungen existieren bereits in der freien Wirtschaft bei der Überprüfung von Bewerberunterlagen mittels Blockchain-Technologie.
blockchain-insider.de

Über das schwierige Verhältnis zwischen Schweizer Banken und Kryptowährungen: Immer wieder ist die Prognose zu hören, dass die Blockchain Banken überflüssig machen werde. Und obwohl bereits verschiedene Anbieter Dienstleistungen im Zusammenhang mit Investitionen in Kryptowährungen anbieten, gehören Banken größtenteils noch nicht dazu. Dies hat auch mit den hohen Voraussetzungen in Sachen Know-How und Infrastruktur zusammen, die viele traditionelle Bankhäuser schlicht noch nicht anbieten können. Außerdem ermöglicht Blockchain-Technologie geschäftliche Abwicklungen ohne Steuerung eines zentralen Akteurs – Stichwort Decentralized Finance. Dennoch beantragen viele Schweizer Unternehmen, die sich auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisieren wollen, eine offizielle Banklizenz. Das hat vor allem rechtliche Gründe.
nzz.ch

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ZITAT

“Es ist wichtig, dass sich die US-Zentralbank in den kommenden Monaten und Jahren auf die Entwicklung einer digitalen Währung konzentriert.”
Der Chef der US-Zentralbank von Dallas, Robert Kaplan, plädiert für stärkere Bemühungen um eine eigene digitale Währung auf einer von Bloomberg organisierten virtuellen Konferenz zum Thema “Wirtschaft und Fiskalpolitik”.
de.cointelegraph.com

BLOCKBUG

Angstbarometer steigt wegen Bitcoin-Hype: Der vom US-Nachrichtensender CNN eingeführte “Fear and Greed Index” (deutsch: Angst und Gier Index) soll als ein Frühindikator die Stimmung von Anlegern an den Börsen messen. Je höher er ist, desto stärker sei die Angst der Marktteilnehmer, dass ein Aufwärtstrend kurz vor seinem Ende stehe und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass besagte Anleger einen Rückzieher machen. Gleichzeitig ist es eine Binsenweisheit, dass die Zeiten von Angst oft die profitabelsten sind. Daher das Wort “Gier” im Index. Gerade jetzt kann die Wahrscheinlichkeit durchaus steigen, dass findige Anleger ihre Stunde gekommen sehen. Dieser Gier-Index weist in Bezug auf den Bitcoin-Wert von knapp 16.000 US-Dollar derzeit einen Wert von 90 auf. So hoch lag der Index zuletzt im Juni 2019, als ein Bitcoin knapp 14.000 US-Dollar wert war. Diese Marke ist letzte Woche bereits überschritten worden. Gute Aussichten für den Bitcoin-Hype? Oder Zeichen baldiger Überhitzung?
de.cointelegraph.com

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