KW 44: Zehn Jahre Bitcoin, Gesundheitsministerium ruft zu Blockchain-Ideenwettbewerb auf, Erster Bitcoin-Automat in Deutschland

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Zehn Jahre Bitcoin
Vor exakt zehn Jahren veröffentlichte der mysteriöse Satoshi Nakamoto sein berühmtes Whitepaper, in dem erstmals das Konzept für ein Zahlungssystem auf Blockchain-Basis beschrieben wird. Spätestens seit vergangenem Jahr ist die Kryptowährung nun allgemein bekannt, was zu einem enormen Kursanstieg von Bitcoin und Co. führte. Insbesondere führt dieser Hype auch zu mehr Aufmerksamkeit für die grundliegenden Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien. Experten sehen auch in Deutschland grundlegende Veränderungen aufgrund der Technologien voraus, namentlich was den Finanzsektor betrifft. Aufgrund von Rechtsunsicherheit durch fehlende Einordnungen und Regulierungen geht die Innovation gerade hierzulande jedoch nur sehr zögerlich vonstatten. Das Handelsblatt schlägt zum zehnten Geburtstag der Bitcoin deshalb fünf Ansätze vor, um diese „historische Chance“ nicht verstreichen zu lassen: Unternehmensbeteiligungen und Schulverschreibungen als virtuelle Wertrechte, „Recht auf Löschung“ in einem vernünftigen Maß, Klare Regeln für Token-Verkäufe, Schutz der Anleger beim Handel an Krypto-Börsen und Besteuerung von Token auf Basis seiner wirtschaftlichen und rechtlichen Eigenschaft.
handelsblatt.com

Gesundheitsministerium ruft zu Blockchain-Ideenwettbewerb auf
In einer neuen Videobotschaft erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn, sein Ministerium wolle ein Gefühl für mögliche Blockchain-Anwendungsmöglichkeiten im Medizinsektor bekommen. In seinen Augen sei sie eine der „spannendsten, verheißungsvollsten Technologien“. Deshalb lobt das Gesundheitsministerium einen Ideenwettbewerb aus, bei dem Blockchain-Lösungen für das deutsche Gesundheitswesen gesucht werden. Möglich ist dabei alles von der Idee bis zum fertigen Geschäftsmodell, Dokumenten-Managementsysteme wie etwa die elektronische Gesundheitsakte sind jedoch explizit ausgenommen. Mögliche Bereiche sind beispielsweise ein Organ- und Gewebespenderregister, Einverständniserklärung etwa für Forschungsprojekte oder Lösungen zum Rechte- und Identitätsmanagement. Ideen können über die Webseite des Ministeriums eingesandt werden. Das Preisgeld beträgt insgesamt 30.000 Euro; 15.000 Euro für den Gewinner, 10.000 Euro für den Zweitplatzierten und 5.000 Euro für den Dritten.
deutsche-apotheker-zeitung.de

Erster Bitcoin-Automat in Deutschland
Kürzlich beschied das Berliner Kammergericht in einem Urteil, dass es sich bei Bitcoin nicht um ein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwirtschaftsgesetzes handle, weshalb der gewerbliche Handel mit der Kryptowährung in Deutschland nicht länger strafbar sei. Bislang benötigte man dafür eine Genehmigung der Bankenaufsichtsbehörde BaFin. In Reaktion auf das Urteil hat der Betreiber eines Spielcasinos am Frankfurter Ring in München nun den ersten Bitcoin-Automaten Deutschlands aufgestellt. Das Gerät stammt von dem Wiener Hersteller Orderbob und ermöglicht den Kauf von Bitcoin gegen Euro. Im Gegensatz zu den Automaten in Österreich müssen Interessierte in München jedoch auf ihre Anonymität verzichten: Für den Tausch ist nicht nur ein Krypto-Wallet, sondern auch eine Registrierung mittels Personalausweis-Scan nötig. Ob das Gerät dauerhaft in München verbleiben kann ist aktuell unklar, das BaFin zeigte sich unbeeindruckt von dem Gerichtsurteil und hält unverändert an ihrem Erlaubnisvorbehalt fest.
wired.de

J.P. Morgan digitalisiert Goldbarren per Blockchain
Wie der Financial Review berichtet, wird die sogenannte Quorum Blockchain der New Yorker Investmentbank J.P. Morgan eingesetzt, um traditionelle Assets zu tokenisieren. Bei Quorum handelt es sich um eine DLT-Lösung für Unternehmen, die auf der Ethereum-Blockchain beruht. Offenbar nutzt J.P. Morgan die Technologie in ersten Tests zur Tokenisierung von Goldbarren: „Sie können den Goldbarren von der Mine bis zum Endpunkt verfolgen – mit der Möglichkeit, dass, wenn Sie wissen, dass es sich um eine sozial verantwortliche Mine handelt, jemand bereit sein wird, einen höheren Spread auf dieses Gold zu zahlen, als wenn Sie nicht wissen, woher das Gold kommt. Diamanten wäre ein ähnliches Beispiel“, erklärt Umar Farooq, Leiter der Blockchain-Initiativen bei J.P. Morgan. Verlaufen die Tests erfolgreich, strebe man ähnliche Konzepte für verschiedene Anlageklassen an. Farooq fügt hinzu, dass das Unternehmen „sehr an Ethereum glaubt” und „als Pionier den gesamten Handelsmechanismus von der Anwendung bis zum Protokoll“ übernehme.
coincierge.de

Wertpapiergeschäft: Bundesbank und Deutsche Börse schließen Blockchain-Tests erfolgreich ab handelsblatt.com
Dubai: IBM und „Smart Dubai“ starten neue Blockchain-Plattform btc-echo.de
Gartner Hype Cycle: Blockchain befindet sich kurz vor „Tal der Enttäuschung“ btc-echo.de

ZAHL

Im Rahmen der Sonderanalyse „Blockchain – Realität? Hype? Oder beides?“ befragte Lünendonk gemeinsam mit NTT DATA über 130 Business- und IT-Manager zum Status Quo der Technologie. Mit 48 Prozent ist nahezu die Hälfte von ihnen überzeugt, dass die Blockchain „enorme Möglichkeiten für grundlegende Veränderungen im eigenen Unternehmen“ bietet.
it-finanzmagazin.de

ZITAT

Die Nachverfolgbarkeit ist der Schlüssel zur weiteren Entwicklung unseres Marktes. Sie trägt dazu bei, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und Informationslücken zu schließen, damit die Menschen das Produkt ohne Zweifel an ethischen Fragen oder nicht offenbarten Synthetikstoffen genießen können.
Sergey Ivanov ist CEO von Alrosa, dem zweitgrößte Diamantenproduzenten der Welt. Er erklärt, warum sein Unternehmen sich nun entschieden hat, in die Testphase für den Blockchain-Tracker „Tracr“ einzusteigen.
btc-echo.de

BLOCKWART

Venezuela gibt missglückten Petro-Startschuss
Bereits seit Beginn des Jahres häufen sich Berichte über die geplante Kryptowährung der venezolanischen Regierung namens Petro. Bei der Coin handelt es sich um die erste staatlich herausgegebene Kryptowährung; durch eine Deckung mittels der Erdölreserven des Landes soll es sich theoretisch im eine Stable Coin handeln. Schnell wurden jedoch Gerüchte laut, dass Staatspräsident Maduro mit dem Petro lediglich US-amerikanische Strafzölle umgehen und die angeschlagene Wirtschaft des Landes retten wolle. Nun gab der der stellvertretende Präsident für Wirtschaft auf Twitter offiziell bekannt, dass die Währung auf einer eigenen Website gegen Bitcoin oder Ethereum erworben werden kann. Versucht man jedoch, sich auf der Seite zu registrieren, erscheint lediglich eine Fehlermeldung: Die Website befinde sich derzeit in Wartung. Selbiges gilt auch für die offizielle Petro-App. Ob die staatliche Kryptowährung also wirklich demnächst verfügbar ist, und in wie weit sie Wirtschaft, Regierung und dem Volk Venzuelas tatsächlich zu Gute kommen wird, bleibt abzuwarten.
btc-echo.de

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