NACHRICHTEN

Zuckerberg verteidigt Libra: Mark Zuckerberg hat bei seiner Anhörung im US-Kongress Pläne für die umstrittene Facebook-Währung Libra verteidigt. „Libra wird größtenteils durch Dollar gedeckt sein und ich bin überzeugt, dass es die führende Rolle Amerikas in der Finanzbranche stärken wird, genauso wie unsere demokratischen Werte und die Kontrolle rund um die Welt.“ Er versuchte vor allem Sorgen vor einem möglichen Alleingang Chinas zu schüren. Sollten die amerikanischen Unternehmen nicht vorangehen, werden es chinesisch tun. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für Bedenken gegenüber Libra und versprach die Kryptowährung solange nicht einzuführen, bis alle Bedenken beseitig seien.
handelsblatt.com

IBM beteiligt sich an blockchainbasiertem Zahlungsnetzwerk: Mehrere Mobilfunkunternehmen in den USA wollen ein Zahlungsnetzwerk aufbauen, das auf Blockchaintechnologie basiert. Der Technologieriese IBM soll dabei helfen, das Netzwerk zu skalieren. Dritter Partner der Kooperation ist das japanische Unternehmen Softbank. Der Zusammenschluss nennt sich „Carrier Blockchain Study Group“ (CBSG). Nach eigenen Angaben bedienen seine Mitglieder insgesamt über 1,3 Milliarden Mobilfunkkunden. Die CBSG erforscht das Potenzial der Blockchain-Technologie für diverse branchenspezifische Anwendungen, darunter grenzüberschreitende Zahlungen, digitale Identität und Lieferketten.
btc-echo.de

Blockchain in Schweizer Supermarktketten: Die größte Einzelhandelskette der Schweiz, Migros, implementiert das Blockchain-basierte Rückverfolgungssystem von TE-Food für die Lieferkette von frischem Obst und Gemüse. Migros möchte damit ihre Lieferkette optimieren und noch tiefere Einblicke in ihre Prozesse bekommen. Damit soll auch das Problem der Lebensmittelverschwendung angegangen werden.
neue-verpackung.de

Salzburger FH stellt Digital-Zeugnisse aus: Als eine der ersten Hochschulen in Europa stellt die Fachhochschule Salzburg ab diesem Wintersemester nur noch digitale Zeugnisse aus. Das Besondere: die Zeugnisse basieren auf der Blockchaintechnologie. Das soll sie Fälschungssischer machen. Die meisten Absolventen brauchen die Zeugnisse für Bewerbungen ohnehin nur digital. Durch die digitale Signatur können Absolventinnen und Absolventen bei Bewerbungen jederzeit nachweisen, dass die Dokumente original sind und in der vorliegenden Form unverfälscht von der FH Salzburg ausgestellt wurden.
sn.at

Interview: Warum Ökonom Marcel Thum Libra für „besser als Bitcoin“ hält wiwo.de
Android: Opera bietet Bitcoin-Zahlung an saarbruecker-zeitung.de
Kurse: BITCOIN BRICHT EIN! wallstreet-online.de
Solarenergie: Stromverteilung unter Nachbarn via Blockchain derstandard.at

ZAHL DER WOCHE

Von 63 befragten Zentralbanken gaben 70 Prozen an, sich mit digitalen Währungen auseinanderzusetzen. Die meisten davon jedoch nur auf theoretischer Ebene.
tagesspiegel.de

HINTERGRUND

Digitaler Euro: ja oder nein?: Seit die Pläne um Libra bekannt wurden, diskutieren Notenbanker und Politiker weltweit ob der Sinnhaftig- und Notwendigkeit digitaler Währungen. Zu Libra im speziellen ist die Meinung, wenigstens in Europa, klar: Nein, danke. Auf dem jährlichen Treffen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank erklärte der französische Finanzminister Bruno Le Maire: “Libra ist auf europäischem Boden nicht willkommen.” Auch Olaf Scholz hat regelmäßig seine Skepsis bekundet. Ein Vorstoß, der nun aber immer lauter wird, ist der eines digitalen Euro. Die Politik solle sich intensiv mit einem europäischen Stablecoin befassen, sagte Europaabgeordnete Stefan Berger (CDU). Und der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Hans-Walter Peters forderte: “Wir brauchen in Europa einen digitalen Euro.” Zögerlicher ist dagegen die Bundesbank. Deren Chef Jens Weidmann sieht für einen digitalen Euro keine Notwendigkeit. Allerdings bringt die Bundesbank in einer Analyse als Alternative “digitales Geschäftsbankengeld” ins Spiel. Viele Anwendungsfälle ließen sich durch die Verwendung von solch tokenisiertem Geschäftsbankengeld abbilden.
tagesspiegel.de

Token-Ökonomie á la Liechtenstein: In Liechtenstein tritt am 01. Januar 2020 ein Gesetz in Kraft, das eine Vorreiterrolle einnehmen dürfte: das “Gesetz über Token und VT-Dienstleister (TVTG)”. Die Abkürzung VT steht für den Begriff «auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme (VT-Systeme)». Diesen ziemlich umfassenden Begriff hat die Regierung gewählt, um gesetzgeberisch für neue Entwicklungen gewappnet zu sein, so dass das Gesetz nicht dauernd angepasst werden muss, wenn neue Technologien das Geschehen am Markt bestimmen. Das Blockchain-Gesetz soll die Grundlage bilden für den Anwendungsbereich, die Regulierung und die Kontrolle der Token-Ökonomie.
nzz.ch

ZITAT

“Wir haben in den vergangenen Jahren viele Probleme gehabt. Und ich bin sicher, Leute wünschen sich, dass irgendjemand anderes mit der Idee kommt, nur nicht Facebook.”
Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigte Verständnis für Bedenken bei der geplanten Kryptowährung Libra.
handelsblatt.com

BLOCKBUG

Enttäuschte Erwartungen – vorerst: Viel wird über Blockchain geredet. Immer mehr Unternehmen und Politiker verbinden öffentlich hohe Erwartungen mit der Technologie. Der bayerische Vize-Ministerpräsident will damit die Energiewende stemmen und der FC Bayern München hat Sammelkarten auf Blockchainbasis herausgebracht. Aber im Alltag angekommen ist die Technologie noch nicht. In einer Analyse des Marktforschungsinstituts Gartner ist Blockchain zuletzt vom “Gipfel der überhöhten Erwartungen” ins “Tal der Enttäuschung” abgerutscht. Dort wird die Technologie aber nicht bleiben. Bis 2028 rechnen die Analysten damit, dass Blockchain wirklich einschlägt.
br.de