KW 42: Steve Wozniak gründet Blockchain-Risikokapitalfonds, Gericht: Bitcoin-Handel ist keine Straftat, Visa und MasterCard klassifizieren Kryptowährungen und ICOs als „hochriskant“

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Steve Wozniak gründet Blockchain-Risikokapitalfonds
Der Mitbegründer von Apple wurde laut Berichten des Wirtschaftsmagazins Verdict als einer der Gründer des neuen Blockchain-Risikokapitalgebers „EQUI Global“ genannt. Bereits im August hatte Wozniak angekündigt, er wolle sich in Zukunft in Blockchain-Projekte „involvieren“. Der Risikokapitalfonds EQUI Global soll sich Berichten zufolge auf die Blockchain-Technologie spezialisiert haben und auch selbst mit einem Blockchain-basierten Backend arbeiten. Er will Privatanlegern die Möglichkeit geben, selbst zu investieren und zudem mit sogenannten EquiTokens auch den Handel auf externen Krypto-Börsen ermöglichen. EquiToken basiert auf der Ethereum-Blockchain. Laut Wozniak sei es das erklärte Ziel des Fonds, „die Star-Unternehmen von morgen zu finden und zu fördern“.
cointelegraph.com

Gericht: Bitcoin-Handel ist keine Straftat
Am Freitag verkündete das Kammergericht Berlin ein Urteil, nach dem der Handel mit Bitcoin weder ein Bankgeschäft noch eine Straftat darstellt. Die Finanzaufsicht Bafin hatte dem Angeklagten „das fahrlässige Betreiben von Bankgeschäften ohne Erlaubnis“ vorgeworfen. In einem Merkblatt qualifiziert Bafin Bitcoin als Finanzinstrument nach dem Kreditwesengesetz und erntete dafür eine Rüge vom Gericht: Die Aufgabe der Bundesbehörde sei es nicht, „rechtsgestaltend in Strafgesetze einzugreifen“. Mit der Behauptung „überspannt die Bundesanstalt den ihr zugewiesenen Aufgabenbereich“, so die Kritik des Kammergerichts weiter. Bei dem Urteil handelt es sich um eines der ersten rechtskräftigen Strafrechtsurteile zu Kryptoanlagen in Deutschland und zugleich eine deutliche Niederlage für die Bafin.
faz.net

Visa und MasterCard klassifizieren Kryptowährungen und ICOs als „hochriskant“
Unter Berufung auf Insider-Informationen berichtet das Magazin „Finance Magnates“, dass die beiden Kreditkartenunternehmen Visa und MasterCard offenbar einen genaueren Blick auf Kryptowährungen und ICOs geworfen haben. Sie stufen nun alle Assets aus dem Krypto-Sektor als „hochriskant“ ein. Dies hat insbesondere die Folge, dass sich die Unternehmen vorbehalten, entsprechende Transaktionen 540 Tage lang zurückbuchen zu können. MasterCard will diese neue Regelung bereits ab dieser Woche umsetzen, Visa hat die Implementierung für Dezember diesen Jahres angekündigt. Im gesamten Krypto-Sektor führen diese Änderungen zu einer gewaltigen Unsicherheit, da es kaum noch möglich sein wird, Transaktionen langfristig zu planen. Erste Börsen haben bereits angekündigt, in Zukunft keine Kreditkarteneinlagen mehr akzeptieren zu wollen.
btc-echo.de

Toyota optimiert Werbe-Performance per Blockchain
Im Rahmen einer Testkampagne prüfte der japanische Autobauer den Einsatz von Blockchain beim digitalen Ad Buying. Die Blockchain Analytics-Firma Lucidity fungierte dabei als Kooperationspartner und überprüfte mit ihrer hauseigenen Software gesammelte Log-Level-Daten aus der Supply Chain auf Unregelmäßigkeiten. So sollte das sogenannte Domain Spoofing oder übermäßiger Bot-Verkehr erkannt und entsprechender Werbebetrug verhindert werden. Kam es bei bestimmten Webseiten und Apps zu auffälligen Klick- und Impressionszahlen, die auf betrügerische Praktiken hinweisen, konnte Toyota das Budget davon abziehen und anderswo sinnvoller einsetzen. Tatsächlich zeigte sich, dass die Kampagne im Vergleich mit ähnlichen Projekten ohne Blockchain-Technologie 21 Prozent mehr Website-Besuche generieren konnte.
onlinemarketing.de

Hintergrund: Wie Blockchain die Gaming-Welt revolutioniert wired.de
Nach einem Jahr: Swisscom Blockchain kann Erfolge vermelden btc-echo.de
Messenger-Dienst: Telegram will Testversion einer Blockchain-Plattform herausbringen cointelegraph.com

ZAHL

27 Prozent aller Startups in Deutschland plant oder diskutiert den Einsatz von Blockchain-Technologie.
wallstreet-online.de

ZITAT

Bis zum Jahr 2021 werden 75 Prozent der Public Blockchains „Datenschutzvergiftungen“ erleiden – sie enthalten persönliche Daten, welche die Blockchain und Datenschutzgesetzen unvereinbar machen.
In einer aktuellen Prognose warnt Gartner vor künftigen Datenschutz-Problemen mit der Blockchain. Entwickler müssen bereits jetzt Privacy-Fragen bedenken.
inside-it.ch

BLOCKWART

Tödlicher Bitcoin-Transfer
Einem 24-jährigen Norweger wurde vermutlich ein persönlicher Tausch von Bargeld gegen Bitcoin zum Verhängnis: Er wurde in seiner Wohnung in Oslo erstochen. Die Behörden gehen laut anonymen Quellen davon aus, dass sich das Gewaltverbrechen direkt im Anschluss an die Finanztransaktion ereignete und möglicherweise mit zwei anderen kriminellen Ereignissen in Verbindung steht. Die Polizeidirektion Oslo will derzeit nicht bestätigen, dass der Mord im Rahmen eines Bitcoin-Handels begangen wurde, man prüfe aber Hinweise auf ein ähnliches Ereignis.
base58.de

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