KW 39: Gefährliche Schwachstelle im Bitcoin-Code, Blockchain gegen Lebensmittelskandale, JP Morgan baut Blockchain-Netzwerk aus

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Gefährliche Schwachstelle im Bitcoin-Code
Wie in jedem andere Code werden auch im Quellcode von Bitcoin immer wieder Fehler entdeckt. Vergangene Woche fand ein Entwickler jedoch eine gravierende Sicherheitslücke: Damit wäre es theoretisch möglich gewesen, sogenannte Double-Spend-Attacken auszuführen, was bedeutet, dass das System ausgetrickst und eine Coin mehrfach ausgegeben werden kann. Mining-Unternehmen hätten also in kürzester Zeit praktisch neue Bitcoin schürfen und sich so bereichern können. Derartige Attacken hätten außerdem im nächsten Schritt zu einem extremen Kursabfall der Kryptowährung führen können. Auch Bitcoin Cash, Litecoin und alle anderen Währungen, die auf Bitcoin basieren, war von der Schwachstelle betroffen. Da sie frühzeitig gemeldet wurde, konnten das Bitcoin Core Team schnell ein Update für die Nodes veröffentlichen, das das Problem behob. Der verantwortliche Bitcoin-Entwickler, John Newbery, entschuldige sich auf Twitter für seinen Fehler, er sei beschämt und bedauere die Unachtsamkeit.
gruenderszene.de, kryptoszene.de

Blockchain gegen Lebensmittelskandale
Der amerikanische Walmart-Konzern will künftig mit Hilfe von Blockchain gegen mögliche Lebensmittelskandale vorgehen. Die Lieferkette von Grundnahrungsmittel wie beispielsweise Salatköpfen soll damit transparenter werden, um Ursprünge von Krankheitserregern schnell und exakt identifizieren zu können. Damit könne auch verhindert werden, dass große Mengen von Lebensmitteln aufgrund eines bloßen Verdachts vernichtet werden müssen. Bis zum kommenden Jahr sollen Walmarts Zulieferer von Salatköpfen ihre Systeme entsprechend aktualisiert haben. Aktuell dauert es laut dem Konzern sieben ganze Tage, bis die Herkunft eines Produkts anhand der schriftlichen Aufzeichnungen zurückverfolgt werden kann. Das neue Blockchain-System soll diesen Vorgang auf wenige Sekunden verkürzen. Bereits bei der Ernte werden die Produkte mit einem Handheld-Gerät mit einem Code markiert und auf der Blockchain erfasst. An jedem Punkt der Lieferkette und beim Endverbraucher kann der Ursprung eines verunreinigten Lebensmittel so exakt ermittelt werden. Bei der Umsetzung des Systems kooperiert Walmart mit IBM.
btc-echo.de

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Event: „Blockchain – Hype oder Revolution?“
Das Telefónica BASECAMP lädt zum Blockchain-Event am 25. Oktober in Berlin: Im Rahmen von zwei Kamingesprächen beleuchten Experten die Frage, wie sich Blockchain auf den Finanzsektor auswirkt und diskutieren im Panel und mit dem Publikum über neue Geschäftsfelder sowie die Potentiale und Gefahren, die sich durch die Technologie eröffnen. Anschließend gibt es Gelegenheit zum lockeren Austausch mit Speisen und Getränken. Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung: basecamp.telefonica.de

JP Morgan baut Blockchain-Netzwerk aus
JP Morgan hat 70 weitere Banken in sein „Interbank Information Network“ (IIN) aufgenommen, wie das Institut diese Woche mitteilte. Damit beteiligen sich nun 75 Geldhäuser an dem Blockchain-Netzwerk von Amerikas größter Bank. IIN basiert auf der hauseigenen Blockchain-Datenbank von JP Morgan, Quorum, und soll den internationalen Zahlungsverkehr schneller, günstiger und sicherer machen. Für internationale Überweisungen etwa, müssen Banken bislang sogenannte Korrespondenzbanken kontaktieren und bestimmte Kommunikationswege einhalten. So kann es bei fehlerhaften Daten oder anderen Problemen schnell mehrere Wochen dauern, bis der Empfänger seine Zahlung erhält. Mithilfe des Blockchain-Systems können hingegen alle Partner Informationen hinterlegen und einsehen, sowie verschlüsselt miteinander kommunizieren. Damit sollen die Geldhäuser auch gegenüber Fintech-Startups konkurrenzfähig bleiben. Zu den neuen Mitgliedern des Netzwerks gehören unter anderem die französische Société Générale, Banco Santander aus Spanien und auch die Norddeutsche Landesbank. Andere Großbanken aus den USA haben sich dem IIN nicht angeschlossen, viele realisieren derzeit eigene Blockchain-Projekte.
handelsblatt.com

Google will wieder Krypto-Werbung erlauben
Im Juni hatte Google Werbeanzeigen für Kryptowährungen, Inital Coin Offering und jeglichen Krypto-Handel auf all seinen Plattformen verboten. Nun hat der Konzern angekündigt, dass das Werbeverbot für die USA und Japan gelockert werden soll. Unter strengen Auflagen sollen Anzeigen für Kryptowährungen ab Oktober wieder gestattet sein. Voraussetzung ist eine Zertifizierung des beworbenen Produkts durch Google. Ob die Änderung auch auf andere Länder ausgeweitet wird, ist derzeit nicht bekannt. Auch Facebook hat ein ähnliches Verbot kürzlich wieder gelockert. Ursprünglicher Anlass für das Verbot war bei beiden Plattformen Sicherheitsbedenken; es hieß, es sei kaum möglich, die Seriosität und Authentizität entsprechender Angebote zu gewährleisten.
wired.de

Österreich: Tourismusorganisation beteiligt sich an Blockchain-Pilotprojekt finanzen.net
„Robot Cache“: Plattform bietet PC-Spiele gegen Kryptomining pcgameshardware.de
Lufthansa und Co.: Airlines setzen auf Blockchain coin-hero.de

ZAHL

Aktuell arbeitet IBM mit über 200 Kunden an der Implementierung von individualisierten Blockchain-Projekten und ist damit weltweit marktführend in diesem Bereich.
finanztrends.info

ZITAT

Intelligente Technologien infiltrieren weiterhin jeden Aspekt des menschlichen Lebens und der Gesellschaft; praktisch alles, was wir heute tun, beruht vollständig oder teilweise auf einer fortschrittlichen Technologie, die einst als „disruptiv” galt.
Dr. Aisha Bint Butti Bin Bishr ist Generaldirektor des Smart Dubai Office, das diese Woche ein blockchainbasiertes Zahlungssystem einführte.
btc-echo.de

BLOCKWART

Bitcoin steht im Scrabble-Wörterbuch
In den vergangenen Tagen sorgte die Meldung für Aufregung, dass das beliebte Gesellschaftsspiel Scrabble in Deutschland in „Buchstaben-Yolo“ umbenannt werden soll. Dabei handelte es sich allerdings nur um einen Marketing-Gag, den sich Hersteller Mattel zum 70. Geburtstag des Spieleklassikers erlaubte. Allerdings erschien außerdem die sechste Ausgabe des „Official Scrabble Players Dictionary“ mit 300 neuen Begriffen. Mit Wörtern wie „Emoji“, „Botnet“ oder eben auch „Bitcoin“ werden nun auch viele Wörter aus dem Zeitalter der Digitalisierung erstmals in dem Spiel akzeptiert. Zuletzt wurde das Wörterbuch der erlaubten Scrabble-Begriffe 2014 aktualisiert.
t3n.de, morgenpost.de

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