KW 38: Komgo möchte Rohstoffhandel digitalisieren, Bitcoin-Mining lohnt sich nicht, Japanische Krypto-Börse Zaif gehackt

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Komgo möchte Rohstoffhandel digitalisieren
15 große Banken, Handelskonzerne und Energiefirmen haben in Genf das gemeinsame Unternehmen Komgo gegründet, dass die Blockchain-Technologie in den Rohstoffhandel bringen soll. Ziel des Projekts sei es, „wesentliche Prozesse der Handels- und Rohstofffinanzierung digitalisieren“ und dafür „ein offenes und effizienteres Netzwerk im Rohstoffhandel aufzubauen“. Gemeinsam mit dem Blockchain-Startup „Consensys“ will Komgo eine Blockchain-basierte Plattform aufbauen, die weltweit Handelspartner miteinander vernetzt. Allen angeschlossenen Firmen soll es damit ermöglicht werden, Informationen in Echtzeit zu erhalten und entsprechende Handelsprozesse effizienter und sicherer abzuwickeln. Technisch verlassen sich die Entwickler dabei auf die Ethereum-Blockchain. Bis zum Ende des Jahres sollen zwei erste Komgo-Produkte auf den Markt kommen.
t3n.de

Bitcoin-Mining lohnt sich nicht
Sam Doctor ist Analyst bei Fundstrat und veröffentlichte vergangene Woche einen Bericht über die Kosten des Bitcoin-Minings. Daraus geht hervor, dass die Hashleistung im laufenden Jahr immer weiter angestiegen war, was einen Anstieg der durchschnittlichen Mining-Kosten zur Folge hat. Seit Mai belaufen sich die Kosten für die Herstellung eines Bitcoins demnach auf bis zu 7.299 US-Dollar, zuvor waren es durchschnittlich 6.000 Dollar. Dabei geht Doctor von Stromkosten von 0,06 US-Dollar pro Kilowattstunde aus und schlägt zudem die Kosten eines Bitcoin-Miners darauf. Die so errechneten Kosten für die Erstellung eines Bitcoins liegen damit höher als der aktuelle Kurs – es ist also günstiger die Kryprowährung einzukaufen, anstatt sie selbst zu schürfen. Über 80 Prozent der aktuellen Hashleistung stammt aus China, wo Strom um einiges kostengünstiger und in der Realität sogar oft kostenfrei ist. Bitcoin-Mining kann sich also nur noch für Unternehmen lohnen, die dort oder in anderen Gebieten günstigen Strom beziehen können. Für Privatpersonen ist das Schürfen der Coin nicht rentabel.
coincierge.de

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Event: „Blockchain – Hype oder Revolution?“
Das Telefónica BASECAMP lädt zum Blockchain-Event am 25. Oktober in Berlin: Im Rahmen von zwei Kamingesprächen beleuchten Experten die Frage, wie sich Blockchain auf den Finanzsektor auswirkt und diskutieren im Panel und mit dem Publikum über neue Geschäftsfelder sowie die Potentiale und Gefahren, die sich durch die Technologie eröffnen. Anschließend gibt es Gelegenheit zum lockeren Austausch mit Speisen und Getränken. Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung: basecamp.telefonica.de

Japanische Krypto-Börse Zaif gehackt
Die Tauschbörse Zaif wurde vergangene Woche offenbar Opfer eines Großangriffes. Bereits am 14. September konnten Hacker Bitcoin, Bitcoin Cash und Monachain im Wert von etwa 60 Millionen US-Dollar entwenden, bemerkt wurde der Diebstahl erst drei Tage später. Etwa ein Drittel der gestohlenen Coins soll Zaif selbst gehört haben, beim Rest handelt es sich um Gelder von Kunden. Die Plattform untersucht nun, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, die Behörden seien ebenfalls informiert. Bei dem gehackten Wallet handelte es sich anscheinend um ein sogenanntes Hot Wallet, das direkt mit dem Internet verbunden ist. Derartige Wallets bieten weniger Schutz als Hardwarewallets. Betroffene Nutzer der Börse sollen schnellstmöglich entschädigt werden, zudem will das Unternehmen die Sicherheit der Server überarbeiten. Aktuell sind aus Sicherheitsgründen keine Ein- oder Auszahlungen möglich.
base58.de

Teal will Amazon und Ebay Konkurrenz machen
Deutsche Wissenschaftler, Blockchain-Experten und Unternehmer haben sich im Schweizer „Crypto Valley“ Zug zu dem Startup „Teal“ zusammengeschlossen, das einen dezentralen Marktplatz auf Blockchain-Basis entwickeln will. In einer Pressemitteilung kündigte das Unternehmen das Projekt an, bei dem den Kunden die Produktangebote mittels künstlicher Intelligenz angeboten werden. So soll der offen nutzbare Marktplatz leicht durchsuchbar sein. Mit Hilfe einer Blockchain-Infrastruktur möchte Teal „ein Ökosystem an Anwendungen schaffen, bei denen sich Angebot, Nachfrage und Ort ohne zentrale Instanz in einem assoziativen System vernetzen“, so Marketing-Chef Michael Pruban. Händler und Kunden soll es laut Teal-CEO Klaus Holthausen damit ermöglicht werden, „sich dem Diktat der aktuell dominierenden E-Commerce-Plattformen zu entziehen“. In den kommenden Tagen will das Unternehmen ein ausführliches Whitepaper veröffentlichen, über einen ICO mit eigenem Token soll im Herbst dann die Finanzierung für das Projekt gesichert werden. Der Start des Marktplatzes ist für 2020 geplant.
cointelegraph.com

Mastercard: Zahlungen sollen künftig per Blockchain überwacht werden btc-echo.de
Star-Investor: Andreas von Bechtolsheim hält Blockchain für „größten Hype aller Zeiten“ rp-online.de
Universität Basel: Erster DLT- und Blockchain-Professor ernannt btc-echo.de

ZAHL

Knapp ein Prozent der bestehenden Bitcoin-Wallets enthalten 55 Prozent der gesamten Bitcoins. Das hat eine Analyse des auf Blockchain und Kryptowährungen fokussierte Marktforschungsunternehmen „Diar“ ergeben.
futurezone.at

ZITAT

Dieses Datenzeitalter bietet den Herstellern eine fabelhafte Gelegenheit, die Industrie zu reformieren. Dennoch werden die künstliche Intelligenz, die Blockchain und das Internet der Dinge sinnentleerte Technologien sein, wenn es ihnen nicht gelingt, die Fertigungsbranche zu transformieren und die Gesellschaft in eine umweltfreundlichere und integrativere Richtung zu lenken.
Im Rahmen der „2018 World Artificial Intelligence Conference“ sprach Alibaba-Gründer Jack Ma neben Künstlicher Intelligenz auch über die Potentiale der Blockchain-Technologie.
kryptovergleich.org

BLOCKWART

Die meisten Krypto-Codes sind Plagiate
In Zusammenarbeit mit Forschern der Xi’an Jiaotong University hat das chinesische Unternehmen Netta Lab eine Studie zu aktuellen Kryptoprojekten durchgeführt. Dabei kam heraus, dass die Entwicklern von Altcoins und Tokens in den meisten Fällen mindestens 90 Prozent ihres Quellcodes von anderen Projekten kopiert hatten. Oft war der Plagiatsanteil sogar noch höher: Die Wissenschaftler untersuchten den Quellcode von 488 Token und stellten in 405 Fällen eine mindestens 90-prozentige Gemeinsamkeit fest. Bei 324 der untersuchten Codes wurden sogar Übereinstimmungen von 95 bis 100 Prozent ausgemacht. Kritiker können den Entwicklern vieler vermeintlich neuer Alt-Coins also durchaus zurecht vorwerfen, mit altem Wein in neuen Schläuchen möglichst großen Gewinn machen zu wollen.
btc-echo.de

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