KW 37: EU-Kommission glaubt an Krypto-Vermögenswerte, Betrugs-Vorwürfe gegen Berliner Startup „Copytrack“, Australien testet Blockchain-Führerschein

NEWS

EU-Kommission glaubt an Krypto-Vermögenswerte
Bei einem kürzlichen Treffen des Rates Wirtschaft und Finanzen (Ecofin) in Wien, gab der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Valdis Dombrovskis, bekannt, dass man sich auf die Regulierung von Krypto-Vermögenswerten konzentrieren wolle. Sie werden demnach „dauerhaft bleiben“ und auch der Krypto-Markt wachse trotz der „jüngsten Turbulenzen“ immer weiter. Die größte Herausforderung für die EU ist laut Dombrovskis die Klassifizierung und Katalogisierung von Kryptoanlagen. Die Kommission wolle prüfen, ob sie mit den bestehenden Finanz-Regulierungen der EU abgedeckt sind, oder ob ein neues Regelwerk nötig ist. Initial Coin Offerings bezeichnete der Kommissar als „praktikable Form der alternativen Finanzierung“, über die im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Euro generiert worden sei. Für 2018 erwarte man noch eine „wesentlich höhere“ Zahl. Als Haupt-Riskien nannte der lettische Politiker unter anderem „mangelnde Transparenz, Schutz der Anleger, Marktintegrität sowie Geldwäsche, Betrug und Hackangriffe“. Deshalb sei es nötig, die „Dynamik der Branche“ weiter zu beobachten und dabei insbesondere auch auf Zusammenarbeit mit den globalen Partnern des Finanzstabilitätsrates und der G20 zu setzen.
cointelegraph.com

Betrugs-Vorwürfe gegen Berliner Startup „Copytrack“
Das Blockchain-Startup Copytrack plante den Aufbau eines globales Urheberrechtsregisters auf Blockchain-Basis, das Fotografen und Fotoagenturen helfen sollte, Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren. Von Dezember 2017 bis Februar 2018 führte das Unternehmen einen ICO durch, der laut unterschiedlichen Quellen zwischen neun und 15 Millionen Euro einbrachte. Inzwischen ist der Wert des Kryptotokens um über 90 Prozent eingebrochen und auch am Geschäftsgebahren von Copytrack regt sich Kritik. So sollen die Einnahmen des ICOs an ein unabhängiges Unternehmen mit Sitz in Singapur geflossen sein, das zudem erst kurz davor gegründet worden war. In ihrem Whitepaper warb Copytrack jedoch damit, seit Ende 2015 erfolgreich auf dem Markt zu sein. Steffen Hartmann, Rechtsanwalt bei der Kanzlei CLLB, meint dazu: „Hier liegt der Verdacht einer Täuschung nahe“. Seine Kanzlei hat im Namen eines Anlegers Anzeige gegen das Unternehmen erstattet, in der auch viele weitere Punkte in Frage gestellt werden, etwa angebliche Büros in Tokio und New York oder die Aussagen der Firme bezüglich ihrer Suchtechnologie. Branchen-Experten zweifeln zudem daran, dass das grundsätzliche Konzept des Unternehmens überhaupt umsetzbar ist. Auch weitere Investoren planen inzwischen rechtliche Schritte gegen Copytrack.
wired.de

– Anzeige –
Event: „Blockchain – Hype oder Revolution?“
Das Telefónica BASECAMP lädt zum Blockchain-Event am 25. Oktober in Berlin: Im Rahmen von zwei Kamingesprächen beleuchten Experten die Frage, wie sich Blockchain auf den Finanzsektor auswirkt und diskutieren im Panel und mit dem Publikum über neue Geschäftsfelder sowie die Potentiale und Gefahren, die sich durch die Technologie eröffnen. Anschließend gibt es Gelegenheit zum lockeren Austausch mit Speisen und Getränken. Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung: basecamp.telefonica.de

Australien testet Blockchain-Führerschein
Bereits seit November vergangenen Jahres können Einwohner der australischen Stadt Dubbo im Rahmen eines Pilotprojekts ihren Führerschein per Blockchain-App auf dem Smartphone vorzeigen. Nun werden die Tests auf weitere Gebiete ausgedehnt: Einige Stadtteile von Sydney sowie die Vorstädte Boni, Tamarama, Queens Park, und Waverley setzen ebenfalls auf die virtuellen Papieren. Verläuft das Projekt erfolgreich, soll der Blockchain-Führerschein ab 2019 in ganz New South Wales zur Verfügung stehen. Die technische Umsetzung erfolgt über die australische Firma Secure Logic, deren Plattform die Grundlage für den digitalen Führerschein bietet. New South Wales setzt auch in anderen Bereichen zunehmend auf Digitalisierung. Über die „NSW Service App“ können Bürger ihre Identifikation und ihr Alter nachweisen, eine Führerschein-Verlängerung beantragen und über die Wallet-Funktion beispielsweise Angelschein oder Alkohol-Ausschank-Lizenz vorzeigen.
btc-echo.de

IOTA-Foundation vertieft Partnerschaften
Mit der zunehmenden Verbreitung von IoT, wächst auch die Bedeutsamkeit der Unternehmen in der Branche. Hersteller wie Bosch, Volkswagen und Fujitsu haben sich deshalb mit IOTA zusammengeschlossen, um entsprechende Anwendungen zu entwickeln. So hat etwa Bosch mit dem XDK einen Sensor zur Messung von Maschinendaten vorgestellt, der mit IOTAs Tangle verbunden ist. So können die erfassten Daten auf dem Data Marketplace von IOTA bereitgestellt werden. Auch Volkswagen kooperiert mit IOTA, im Rahmen der Cebit 2018 stellte der Autobauer ein Proof of Concept vor, bei dem Softwareupdates auf IOTAs Tangle festgehalten und so dauerhaft dokumentiert werden. Damit soll die Datenintegrität gewährleistet und Audits ermöglicht werden. Einen ähnlichen Ansatz will Fujitsu in einem angekündigten Proof of Concept im Bereich Industrie 4.0 verfolgen. Die Anwendung soll Produktionsprozesse per IOTA dokumentieren und so Audits ermöglichen. Zudem sieht der japanische Technologiekonzern auch zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten für IOTAs Tangle. Diese positive Entwicklung der Foundation spiegelt der IOTA-Kurs hingegen nicht wieder, er wartete derzeit mit einem wöchentlichen Minus von 26 Prozent auf.
btc-echo.de

Schweiz: In Zürich soll das weltweit größte Zentrum für Blockchain-Technologie entstehen fuw.ch
„DMarket“: Blockchain-Protokoll zum sicheren Handel von In-Game Items golem.de
US-Experte: terroristische Netzwerke nutzen kaum Kryptowährungen coincierge.de

ZAHL

Laut der aktuellen Studie „PwC Blockchain Survey 2018“ entwickeln bereits 32 Prozent der befragten Unternehmen konkrete Anwendungen und Prozesse mit der Technologie. 20 Prozent erforschen hingegen aktuell noch mögliche Einsatzmöglichkeiten.
springerprofessional.de

ZITAT

Ich wette auf eine Sache: auf dezentrale Börsen. Wenn die sich nächstes Jahr durchsetzen, habe ich meine Wette gewonnen. Da kann man nichts mehr regulieren. Sch*** auf die Regierung und die Regulierung. Bitcoin wird explodieren.
Krypto-Guru John McAfee glaubt nicht daran, dass staatliche Regulierungen den Siegeszug von Bitcoin stoppen können.
btc-echo.de

BLOCKWART

Dogecoin bleibt stabil
Viele Kryptowährungen hatten in letzter Zeit mit massivem Kursabfall zu kämpfen, Ether musste beispielsweise in den vergangenen drei Monaten einen Absturz um 70 Prozent vermelden. Lediglich eine digitale Währung stellt sich gegen den Trend: Dogecoin kommt auf eine Marktkapitalisierung von 740 Millionen US-Dollar und weist ein tägliches Handelsvolumen von mehreren Millionen Dollar auf. In den vergangenen drei Monaten hat sich der Wert der Coin auf 0,5 Eurocent verdoppelt. Bei der Währung handelte es sich ursprünglich um einen Witz, der auf einem Hunde-Meme beruht. Sie bezeichnet sich selbst als „die lustige und freundliche Internetwährung“. Technisch ist sie mit der Kryptowährung Ethereum vernetzt, deren Erfinder allerdings kein Doge-Fan ist: Jackson Palmer findet es „schade, dass gute Entwickler ihre Energie in derartige Projekte stecken, obwohl niemand dezentrale Applikationen verwendet und die Akzeptanz von Kryptowährungen im Handel weiter abnimmt.“
futurezone.at

Posted in de