KW 14: Russland und Venezuela verhandeln Petro-Nutzung, Malta will Kryptowährung im Glücksspiel testen, Gesundheit auf der Blockchain

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Russland und Venezuela verhandeln Petro-Nutzung
Erst kürzlich wurde Besitz und Handel der venezuelischen Kryptowährung in den USA aus Sorge vor der Umgehung von Sanktionen komplett verboten, nun hat Staatschef Nicolas Maduro möglicherweise einen neuen Partner für das Projekt gefunden:  Bei einem Gipfeltreffen zwischen den Regierungen von Russland und Venezuela stand unter anderem auch der Petro auf der Tagesordnung. Um Devisen zu umgehen, könnten beide Länder einen Teil ihrer weltweiten Geschäfte mit der Krypto-Coin abwickeln, so der Vorschlag der Venezolaner. Im Falle einer Einigung würde die internationale Anerkennung für die erste staatliche Kryptowährung deutlich steigen, vermuten verschiedene Pressestimmen.
wired.de

Malta will Kryptowährung im Glücksspiel testen
Schon länger gilt der Inselstaat als Vorreiter im Bereich Kryptowährung, nun plant die örtliche Glücksspiel-Behörde, Malta Gaming Authority, offenbar ein Testprojekt diesbezüglich. In einem Bericht veröffentlichte sie Pläne, ein sogenanntes „Sandbox Environment“ einzurichten, in dem Einsatz und Regulierung von Kryptowährungen sechs Monate lang erprobt werden sollen. Glücksspiel-Lizenzen für etwa (Online-)Casinos, Sportwetten oder Lotterien sollen um einen entsprechenden Zusatz erweitert werden. Der Start der Sandbox-Phase ist für das zweite Quartal 2018 angedacht. Im Rahmen einer nationalen Strategie fördert Ministerpräsident Joseph Muscats Regierung Projekte im Blockchain- und Krypto-Bereich, er selbst ist Verfechter der Technologie: „Haben Sie jemals darüber nachgedacht, was Geldscheinen, die doch nur aus Papier bestehen, ihren Wert gibt? Es ist die Gesellschaft, die ihnen Wert zuspricht. Und ein paar Leute, die aus meiner Sicht Genies sind, argumentieren nun, dass man virtuellen Währungen ebenso Wert zusprechen kann.“
btc-echo.de

Gesundheit auf der Blockchain
Das Hamburger StartUp MySports entwickelte mit der hauseigenenen BEAT-Blockchain eine faktische Open-Source-Plattform, die Gesundheitsdaten des Nutzers aus unterschiedlichen Quellen sicher speichert, und sie auf Wunsch Gesundheitsförderern zugänglich macht, „Derzeit gibt es mehr als eine Million verschiedene Gesundheits-Apps, die Daten sammeln, deren enormes Potenzial noch nicht ansatzweise ausgeschöpft wird. Vor allem für Krankenkassen und innerbetriebliches Gesundheitsmanagement sind verifizierte Informationen über die sportlichen Aktivitäten von Patienten und Mitarbeitern unerlässlich, denn sie ermöglichen die gezielte Incentivierung und die effektive Förderung der Gesundheit,“ erklärt MySports-CEO, Daniel Hanelt. Hinterlegt werden können neben den Daten von verschiedenen Health-Apps auch Auswertungen von Fitness-Trackern und Smartwatches, oder Informationen von „vertrauensvolle Drittpersonen wie Trainer oder Ärzte“. Krankenkassen und Arbeitgeber sollen so die Möglichkeit haben, die Wirksamkeit ihrer Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention zu überprüfen.
egovernment-computing.de

Erste Spielfilm-Veröffentlichung per Blockchain
„No Postage Necessary“ heißt der weltweit erste Film, dessen Release über einen Blockchain-Dienst abgewickelt wird. Der Dienst Veuve basiert auf der QTUM-Blockchain, die die Vorteile der Technologien von Ethereum und Bitcoin Core miteinander verbinden soll. Die grundsätzliche Idee ist, dass User eine beliebige Anzahl Tokens an einen Standort „pinnt“ – wer sich vor Ort befindet und ein kurzes Video für ihn dreht, bekommt die Tokens gutgeschrieben.  Der Regisseur von „No Postage Necessary“, Jeremy Culver, freut sich über die Zusammenarbeit: „Wir sind begeistert, Filmliebhabern auf der ganzen Welt eine brandneue Unterhaltungsform zu bieten, indem wir die Blockchain in einen Distributionskanal für Spielfilme verwandeln. Dies ist eine Premiere für die Industrie, und wir hoffen, dass dies ein Signal für eine Veränderung sein wird, wie man Inhalte konsumiert und teilt.“ Der Film, bei dem es auch inhaltlich um Kryptowährung geht, ist ab Juni in den amerikanischen Kinos und auf Veuve zu sehen.
btc-echo.de

Google Chrome Web Store: Kryptomining-Erweiterungen künftig verboten
Google verbietet mit sofortiger Wirkung alle Chrome-Add-ons, die den Rechner des Users zum Schürfen von Kryptowährungen verwenden. Bislang waren sie erlaubt, solange der Nutzer ausdrücklich auf die Funktion hingewiesen wurde. Da etwa 90 Prozent der Erweiterungen diese Vorgabe aber nicht einhielten, werde man sie künftig nicht mehr anbieten, hieß es in einem Blog-Post des Unternehmens. Add-ons, die sich bereits im Web Store  befinden, werden aber erst ab Juni 2018 entfernt. Applikationen, die Blockchain-Mechanismen in anderer Weise nutzen, seien von der Regelung nicht betroffen, betonte Google.
golem.de

Automobilbranche: Audi testet physische und finanzielle Distribution über Blockchain produktion.de
Kryptomining: Erste ASIC-Rechner für Ether kommt im Juli golem.de
Innovation Center: Fujitsu erforscht Blockchain-Einsatzmöglichkeiten datacenter-insider.de
„Best School Day“: Ripple spendet 29 Millionen US-Dollar für Projekte an amerikanischen Schulen kryptoszene.de

ZAHL

Inzwischen kann der russische Messengerdienst Telegram Anlagen im Wert von insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar für die Vorbereitung auf sein anstehendes ICO verbuchen.
handelsblatt.com

ZITAT

Die Welt braucht wahrlich keine neue Währung. Was die Welt braucht, sind bessere Wege, um Geld über Grenzen hinweg zu bewegen.
Ripple-Gründer Chris Larsen sieht sein Unternehmen nicht als Disruptor, sondern als Brückenbauer.
faz.net

BLOCKWART

John McAfee bietet seine Dienste als Krypto-Influencer an
Der exzentrische Anti-Viren-Millionär gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der Krypto-Szene. In der Vergangenheit hatte er mit seinen Tweets teils so großen Einfluss auf den Kurs von Kryptowährungen genommen, dass ihm Kursbetrug nach dem „Pump and Dump“-Prinzip vorgeworfen wurde. Nun bietet McAfee seine Dienste als Influencer an. Für 105.000 US-Dollar pro Tweet bewirbt sein „McAfee Crypto Team“ ICOs oder Kryptowährungen der Kunden. Bis zu sieben Twitter-Nachrichten an seine 810.000 Follower können erworben werden. Allerdings behält sich der 72-Jährige das Recht vor, nur Projekte zu unterstützen, die seiner „Vision“ entsprechen.
t3n.de

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