KW 03: Bitcoin auf Zwei-Monats-Hoch, Chinas digitale Währung in den Startlöchern, Upbit schaltet Handel mit ETH frei

NACHRICHTEN

Bitcoin auf Zwei-Monats-Hoch: Der Bitcoin-Kurs stieg am Dienstag um sieben Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von knapp 8700 Dollar. Bereits in den vorherigen Wochen legte der Bitcoin-Kurs um 20 Prozent zu. Offenbar reagieren Bitcoin-Anleger auf das bevorstehende sogenannte “Halving”. Der Begriff bezeichnet die Halbierung der Belohnung, die beim Produzieren von Bitcoin erhalten wird. Bitcoin will damit einer Inflation zuvorkommen. Neben Bitcoin legten auch weitere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple (XRP) und Litecoin zu. Experten gehen davon aus, dass der Trend für Bitcoin zwar anhalten werde. Mit Kursschwankungen müsse jedoch weiter gerechnet werden.
handelsblatt.com, manager-magazin.de

Chinas digitale Währung in den Startlöchern: Chinas digitale Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) hat einem Bericht zufolge die Pilotphase abgeschlossen. Weitere Tests sind für dieses Jahr geplant. China könnte damit eines der ersten großen Länder werden, das eine digitale Währung herausgibt. Mit der geplanten Währung sollen sowohl Offline-, als auch anonyme Zahlungen möglich sein. Während China der Blockchain-Technologie generell positiv gegenüber steht, scheint die Regierung den Kryptowährungen kritisch gegenbüber zu stehen.
btc-echo.de

Österreich setzt auf Blockchain : Österreichs neu gebildete Koalition will einen Plan für Blockchain-Technologie und Kryptowährungen erarbeiten. Das Programm der neuen Regierung sieht unter anderem eine Positionierung zur “Anwendung und Regulierung der Blockchain-Technologie und ihrer unterschiedlichen Anwendungen” sowie den “Aufbau auf Österreichs bestehende Exzellenzzentren im Blockchain-Bereich” vor. Österreichs Blockchain-Programm ähnelt dem der deutschen Bundesregierung, das im September 2019 beschlossen wurde.
cvj.ch

Upbit schaltet Handel mit ETH frei: Die südkoreanische Bitcoin-Börse Upbit hat den Handel mit Ethereum am Montag wieder aufgenommen. Der Stop der Ein- und Auszahlungen folgte nach einem Hackerangriff im November 2019, bei dem 342.000 ETH-Einheiten verloren gingen. Ein Großteil der dort gehandelten Kryptowährungen bleibt jedoch vorerst gesperrt. Upbit sagte aus, die Sicherheitsvorkehrungen seit dem Angriff verbessert zu haben. So gebe es nun unter anderem ein neues Wallet-System.
btc-echo.de

Bitcoin SV: Kryptowährung auf Höhenflug coincierge.de
Kaschmir: UN starten Blockchain-Projekt in der Mongolei btc-echo.de
Börsenaufsicht: Telegram legt Dokumente offen de.cointelegraph.com
Telefonica: Unternehmen gewährt 8.000 Unternehmen Zugriff auf eigene Blockchain cvj.ch

ZAHL DER WOCHE

40 Millionen der insgesamt 63 Millionen sogenannten Litecoin stehen seit über einem Jahr still.
coinpro.ch

HINTERGRUND

Smart Contracts ersetzen Mittelsmänner bei Verträgen: Smart Contracts sind Verträge, die mittels Blockchain-Technologie genutzt werden, um automatisch bestimmte Bedingungen umzusetzen. Eine der verbreitetsten Plattformen, mit der Smart Contracts genutzt werden können, ist Ethereum. Die Technologie ist überall da nützlich, wo heute noch Mittelsmänner gebraucht werden, um Verträge abzuschließen, beispielsweise bei einer Finanztransaktion. Aber auch die Anwendungen im Immobilienverkauf, wo Vertragsabschließungen deutlich komplizierter und langwieriger sind, ist denkbar. Die Rolle des Notars würde in diesem Fall wegfallen. Gleichzeitig sind Smart Contracts insofern sicher, als dass sie durch die Blockchain unveränderbar gemacht werden. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass der Smart Contract an sich  richtig programmiert ist.
t3n.de

Kryptowährungen werden seriöser: Die Politik erkennt den Vormarsch der Kryptowährungen und beginnt zu versuchen, mit Regulierungen und eigenen Projekten Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen. So richtete auch die EZB eine eigene Krypto-Taskforce ein. Thomas Heilmann, MdB für die CDU, glaubt im Hinblick auf Projekte wie Facebooks Libra, der Politik bleibe nichts anderes übrig, als sich mit Kryptowährungen auseinanderzusetzen. Ein öffentlicher E-Euro sei sinnvoller als ein privater Stablecoin. Die Kryptowährungen werden durch diese Entwicklung seriöser und wenden sich von der Gründungsidee, unkontrollierbar und “anarchistisch” zu sein, ab. Für viele Anleger ist dieser Wandel positiv, da unseriöse und betrügerische Projekte durch die Regulierungen verschwinden. Ob der Bitcoin zukunftsträchtig ist, bleibt jedoch fraglich. Experten sind der Meinung, dessen dezentraler Aspekt sei unvorteilhaft. Im Gegensatz zu Libra fehle die übergeordnete Instanz, die die Technik weiter entwickeln könne.
handelsblatt.com

ZITAT

“Wenn die EZB einen Krypto-Euro herausbringen würde, hätte sie noch viel mehr Kontrolle und Einsicht in sämtliche Transaktionen und wo sich Geld befindet.”
Eric Demuth, einer der Gründer von Bitpanda, Europas größter Handelsplattform für Kryptowährungen, über staatliche Kryptowährungen und das mögliche Ende von Bargeld.
derstandard.de

BLOCKBUG

Immobilien-Deal mit Blockchain: Das in der Schweiz ansässige Blockchain-Unternehmen Brickchain hat laut eigenen Angaben die größte Immobilientransaktion, die auf einer Blockchain basiert, getätigt. Das Unternehmen hat für mehr als 130 Millionen Franken (etwa 119 Millionen Euro) ein Haus ein Zürich gekauft. Von dem Verkaufspreis sollen etwa 20 Prozent in “Brickmark-Token” gezahlt werden. Diese basieren auf der ETH-Technologie und nutzen Smart Contracts.
nau.ch

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